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Kaum beachtet von der Weltöffentlichkeit, bahnt sich der erste internationale Strafprozess gegen die Verantwortlichen und Strippenzieher der Corona‑P(l)andemie an. Denn beim Internationalem Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag wurde im Namen des britischen Volkes eine Klage wegen „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ gegen hochrangige und namhafte Eliten eingebracht. Corona-Impfung: Anklage vor Internationalem Strafgerichtshof wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit! – UPDATE


Radio MĂŒnchen · Argumente gegen die Herrschaft der Angst - Dr. Wolfgang Wodarg im GesprĂ€ch


Libera Nos A Malo (Deliver us from evil)


Corona Transition

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Feed Titel: Transition News


Griechenland: Propaganda, Manipulation und der Kampf um die Deutungshoheit

Wenn man in Griechenland in den Kommentarsektionen der Medien stöbert, stĂ¶ĂŸt man auf sehr lebendige Diskussionen. Die Griechen nehmen dort kein Blatt vor den Mund und drĂŒcken sich auch nicht immer gewĂ€hlt aus. In der Kritik steht oft die Regierung, die heutzutage von den Medien – anders als zum Beispiel in den Achtzigerjahren – sehr pfleglich behandelt werden. Meist wird dann aber, zum Teil auch in krassen Worten, gleich die Gegenposition, die Position der Regierung, markiert. Sehr typisch dafĂŒr ist die Plattform To Proto Thema, («das erste Thema», im Volksmund genannt: To proto Psema, «die erste LĂŒge»). Das hĂ€ngt ziemlich sicher mit der ÎŸÎŒÎŹÎŽÎ± ΑλΟΞΔÎčας zusammen, mit der «Wahrheitsgruppe» der Regierung. Eine Zensur dieser Kommentare scheint es nicht zu geben. Wirklich? Die prompten Reaktionen auf regierungskritische Posts machen stutzig.

Sie nennen sich die «Wahrheitsgruppe». Doch Kritiker sehen in ihnen vor allem eines: eine perfekt organisierte Online-Kampftruppe der konservativen Regierungspartei Nea Dimokratia (ND), spezialisiert auf Zuspitzung, politische Demontage und digitale Propaganda. Seit mehr als einem Jahrzehnt operiert die Gruppe an der Schnittstelle zwischen Parteikommunikation, sozialen Medien und aggressivem Meinungskampf – offiziell unabhĂ€ngig, praktisch jedoch tief im Machtapparat der ND verankert.

GegrĂŒndet wurde die Wahrheitsgruppe vor den Parlamentswahlen 2012 im Umfeld des damaligen ND-Chefs Antonis Samaras. Schon damals arbeiteten zentrale Akteure wie Kimonas Benos und Kostas Doganis direkt fĂŒr die Partei. Öffentlich prĂ€sentierte sich die Gruppe als lose «Analyseplattform», tatsĂ€chlich jedoch entwickelte sie sich rasch zu einem digitalen Schnellfeuerinstrument gegen politische Gegner – insbesondere gegen die Linke und spĂ€ter gegen die damalige Opposition und von 2015 bis 2019 Regierungspartei SYRIZA.

Das Konzept war einfach, aber wirkungsvoll: Kurze Videos, zugespitzte Ausschnitte, spöttische Kommentare und emotionalisierte Inhalte sollten WidersprĂŒche, Fehler oder unglĂŒckliche Aussagen politischer Gegner bloßstellen. UnterstĂŒtzer feierten dies als «Faktencheck». Gegner bezeichneten es als manipulatives Framing mit industrieller Taktung.

Bereits frĂŒh geriet die Gruppe wegen verfĂ€lschter Inhalte in die Kritik. Ein besonders umstrittener Fall ereignete sich 2013 nach einem Anschlag auf ein Athener Einkaufszentrum. Die Wahrheitsgruppe veröffentlichte damals ein manipuliertes Video eines SYRIZA-Abgeordneten, das den Eindruck erweckte, er unterstĂŒtze Gewalt. Der Beitrag wurde sogar von regierungsnahen Medien ĂŒbernommen, bevor Journalisten spĂ€ter einrĂ€umen mussten, dass das Material irrefĂŒhrend zusammengeschnitten worden war. Der Vorfall beschĂ€digte die GlaubwĂŒrdigkeit der Gruppe nachhaltig – sie verschwand jedoch nie wirklich aus dem politischen Betrieb.

Nach einer ruhigeren Phase kehrte die Wahrheitsgruppe ab 2015 mit neuer IntensitĂ€t zurĂŒck. Mit dem Aufstieg von Kyriakos Mitsotakis professionalisierte sich die digitale Parteikommunikation der ND massiv. Die Wahrheitsgruppe entwickelte sich dabei zu einer Art inoffiziellem Online-Sturmtrupp: tĂ€glich aktiv, hochgradig parteiisch und mit klarer ideologischer Ausrichtung.

Analysen ihrer Social-Media-AktivitĂ€ten zeigen ein deutliches Muster: Fast alle BeitrĂ€ge richten sich negativ gegen politische Gegner, vor allem gegen SYRIZA. Sarkasmus, Spott und permanente Delegitimierung gehören zum Stilmittelrepertoire der Gruppe. Positive Inhalte hingegen betreffen fast ausschließlich die Nea Dimokratia und Premierminister Mitsotakis persönlich.

Besonders brisant wurden die EnthĂŒllungen rund um die Kommunikationsfirma Blue Skies. Recherchen zufolge beschĂ€ftigte das Unternehmen zahlreiche Personen aus dem Umfeld der Wahrheitsgruppe sowie FunktionĂ€re und Kommunikationsmitarbeiter der ND. Kritiker sprechen deshalb von einem verdeckten parteinahen Kommunikationsnetzwerk, das außerhalb offizieller Parteistrukturen operiert, aber politisch eng abgestimmt handelt.

Die Opposition warf der Regierung vor, ein intransparentes Propagandasystem aufgebaut zu haben, das öffentliche Debatten manipuliert und aggressive Online-Kampagnen organisiert. Im Raum standen sogar VorwĂŒrfe verdeckter Parteienfinanzierung. Juristisch konnte bislang jedoch kein strafrechtlich relevantes Fehlverhalten nachgewiesen werden.

Die Wahrheitsgruppe selbst weist sĂ€mtliche VorwĂŒrfe zurĂŒck. Ihre Betreiber bezeichnen sich als engagierte BĂŒrger, die «Fake News» entlarven und politische Heuchelei offenlegen wollen. Gleichzeitig machen sie keinen Hehl daraus, dass ihre Arbeit ideologisch motiviert ist. In JubilĂ€umsvideos sprechen sie offen vom «Kampf gegen die Linke».

Damit steht die Wahrheitsgruppe exemplarisch fĂŒr eine neue Form politischer Kommunikation im digitalen Zeitalter, sprich: Zensur. Aggressiv, personalisiert, emotional und permanent online. FĂŒr die einen ist sie ein notwendiges Gegengewicht gegen linke Narrative. FĂŒr die anderen ein Symptom dafĂŒr, wie politische Kommunikation zunehmend zu digitaler KriegsfĂŒhrung verkommt. Fest steht: Kaum eine andere politische Onlineplattform hat die Tonlage der griechischen Netzpolitik in den vergangenen Jahren so stark geprĂ€gt wie die Wahrheitsgruppe.

Online-Konferenz CSmedicus: «Wie Medizin und Molekulargenetik den GeburtenrĂŒckgang nach genetischen Impfungen erklĂ€ren»

Am 22. Mai 2026 lĂ€dt CSmedicus, ein Verbundnetzwerk von Wissenschaftlern und Ärzten, wieder zu einer kostenfreien Online-Konferenz ein. Ab 19 Uhr dreht sich das GesprĂ€ch um das Thema «Wie Medizin und Molekulargenetik den GeburtenrĂŒckgang nach genetischen Impfungen erklĂ€ren».

Als Fachleute sind mit dabei:

  • Prof. Konstantin Beck (Volkswirtschaftler, Gesundheitsstatistik, Berater fĂŒr Gesundheitsreformen)
  • Dr. med. Kurt MĂŒller (BegrĂŒnder der Umweltmedizin Deutschland/Europa)
  • Prof. Klaus Steger (Molekularbiologe, Schwerpunkt RNA/DNA, MWGFD, Inmodia-Labor)

Die Moderation ĂŒbernimmt wie immer Dr. Dirk Seeling, Diplom-Psychologe und Verlagsinhaber von Sound-of-Truth.

Konstantin Beck hat zusammen mit Cristina Gianocca, ehemalige Gesundheitsdirektorin des Kantons Tessin, eine intensive Analyse von Studien der Zulassungsbehörden in der Schweiz, Europa und dem Rest der Welt durchgefĂŒhrt. Dabei kamen sie zu dem Schluss, dass seit den Corona-Massenimpfkampagnen 20 bis 30 Prozent weniger Kinder geboren wurden. Die Ursache sehen sie in den modifizierten mRNA-Impfungen. Die Tendenz der GeburtenrĂŒckgĂ€nge ist steigend.

Beck war hochangesehener Berater von Gesundheitsministerien und Versicherungen in vielen EU-LĂ€ndern. Sein neues Buch «Der unsichtbare Tod: GeburtenrĂŒckgang – Analysen zur Schweiz, zu Europa, zur Welt» kann jetzt im Sound-of-Truth-Verlag bestellt werden.

Wer Fragen zum Thema hat, kann diese im Rumble-Chat stellen. Zuvor muss dafĂŒr allerdings der Kanal von CSmedicus in Rumble abonniert werden. Auch können Fragen per Mail eingereicht werden: wissen@csmedicus.org

Die Anmeldung zur Konferenz erfolgt durch Newsletter-Anmeldung bei CSmedicus.

WHO unter Druck – und Bern liefert RĂŒckendeckung

AnlĂ€sslich der Eröffnung der 79. Weltgesundheitsversammlung (WHA) der Weltgesundheitsorganisation (WHO) am 18. Mai in Genf hat die Schweizer Gesundheitsministerin, BundesrĂ€tin Elisabeth Baume-Schneider (SP/Jura), der Weltgesundheitsorganisation demonstrativ den RĂŒcken gestĂ€rkt. Trotz massiver Sparmaßnahmen, Stellenabbau und wachsender internationaler Kritik bezeichnete die Gesundheitsministerin die WHO in ihrer Eröffnungsrede als «unersetzlich».

Die Botschaft aus Bern kommt zu einem politisch heiklen Zeitpunkt. Die WHO musste ihr Budget zuletzt um beinahe eine Milliarde Dollar reduzieren und rund 1300 Stellen abbauen. Gleichzeitig ringt die Organisation international um Vertrauen, Legitimation und Einfluss – insbesondere nach den massiven Kontroversen rund um die «Pandemie»politik der vergangenen Jahre.

AuffĂ€llig ist zudem die kommunikative Dramaturgie der letzten Tage: WĂ€hrend WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus erneut internationale SolidaritĂ€t, globale Zusammenarbeit und die Bedeutung der Internationalen Gesundheitsvorschriften (IGV) betonte, rĂŒckten praktisch zeitgleich neue sogenannte internationale Gesundheitsbedrohungen in den Fokus der Öffentlichkeit.

Baume-Schneider wĂŒrdigte in ihrer Rede ausdrĂŒcklich die Rolle der WHO bei der internationalen Reaktion auf das Hantavirus sowie den aktuellen Ebola-Ausbruch im Kongo. Besonders brisant: Nur wenige Tage, nachdem das mediale Interesse am Hantavirus deutlich abgeflaut war, wurde wegen Ebola erneut ein PHEIC – ein internationaler Gesundheitsnotstand – ausgerufen. Damit verschob sich die globale Aufmerksamkeit praktisch nahtlos von einer Krise zur nĂ€chsten.

Kritiker sehen darin ein altbekanntes Muster: Die WHO prĂ€sentiert sich in Zeiten globaler Unsicherheit als alternativlose FĂŒhrungsinstanz – ungeachtet wachsender Skepsis gegenĂŒber ihrer politischen Rolle und ihrer zunehmenden Einflussnahme auf nationale Gesundheitspolitiken.

ZusĂ€tzlichen ZĂŒndstoff liefert die jĂŒngste Diskussion um das Hantavirus selbst. Laut dem deutschen Ökonomen Stefan Homburg habe die WHO gemĂ€ĂŸ eigenen Meldungen vom 17. Mai 2026 ihre ursprĂŒngliche EinschĂ€tzung relativiert. Homburg spricht von einem «Fehlalarm». Ob tatsĂ€chlich eine FehleinschĂ€tzung vorlag oder lediglich eine Neubewertung der Lage erfolgte, bleibt umstritten. Politisch heikel ist der Vorgang dennoch, weil er die Debatte um VerhĂ€ltnismĂ€ĂŸigkeit, Krisenkommunikation und internationale Alarmmechanismen neu anheizt.

Vor diesem Hintergrund wirkt das demonstrative Lob aus Bern wie gezielte politische SchĂŒtzenhilfe fĂŒr eine Organisation, die derzeit erheblich unter Druck steht. Denn parallel zur WHA stocken auch die Verhandlungen rund um den sogenannten PABS-Anhang des WHO-Pandemievertrags.

UrsprĂŒnglich war vorgesehen, den WHO-Pandemievertrag bereits an der diesjĂ€hrigen Weltgesundheitsversammlung zu verabschieden. TatsĂ€chlich liegt bislang jedoch lediglich ein (umstrittener) Entwurf des PABS-Anhangs vor. Die weiteren Arbeiten sollen nun bis zur WHA80 im Mai 2027 – oder frĂŒher im Rahmen einer außerordentlichen Sitzung – fortgefĂŒhrt werden.

Gerade dieser PABS-Anhang sorgt international fĂŒr zunehmenden Widerstand. Kritiker warnen vor einem schleichenden Machttransfer weg von souverĂ€nen Nationalstaaten hin zu internationalen Netzwerken, Institutionen und privatwirtschaftlichen Interessen. Im Zentrum stehen Fragen der demokratischen Kontrolle, der Verteilung biologischer Daten und möglicher finanzieller Verpflichtungen fĂŒr Staaten.

FĂŒr viele Beobachter geht es deshalb lĂ€ngst nicht mehr nur um technische Pandemievorsorge, sondern um eine grundsĂ€tzliche Machtfrage im globalen Gesundheitsrecht: Wer entscheidet kĂŒnftig im Krisenfall – demokratisch legitimierte Staaten oder internationale Organisationen mit wachsendem Einfluss?

Der Zeitpunkt der politischen Inszenierung in Genf wirft deshalb Fragen auf. Soll das Vertrauen in die WHO gezielt stabilisiert werden? Dient die neue Krisenkommunikation dazu, festgefahrene Verhandlungen politisch abzusichern? Und erlebt die Öffentlichkeit derzeit eine koordinierte Re-Legitimierung globaler Gesundheitsstrukturen?

Die Botschaft der Schweizer Gesundheitsministerin jedenfalls ist unmissverstÀndlich: Die WHO soll trotz Krise, Kritik und Vertrauensverlust weiterhin als unverzichtbare globale AutoritÀt wahrgenommen werden.

Unsere BeitrÀge zum Hantavirus und zu Ebola finden Sie hier, hier, hier, hier und hier.

CEOs preisen KI an – Gen Z hingegen zunehmend verĂ€rgert und besorgt

Kritische Stimmen zur KI-Revolution werden offenbar immer lauter, wie Reuters berichtet. WĂ€hrend kĂŒnstliche Intelligenz weltweit Branchen und MĂ€rkte umgestaltet, wĂ€chst unter jungen «Digital Natives», die gerade ins Berufsleben eintreten, die Angst vor den Auswirkungen der KI auf ArbeitsplĂ€tze und das tĂ€gliche Leben.

Die Presseagentur erwĂ€hnt eine aktuelle Rede des ehemaligen Google-CEO Eric Schmidt vor den Absolventen der University of Arizona. Ihm zufolge werden die Auswirkungen der KI «grĂ¶ĂŸer, schneller und folgenreicher» sein als alles zuvor.

«Sie wird jeden Beruf, jedes Klassenzimmer, jedes Krankenhaus, jedes Labor, jeden Menschen und jede Beziehung, die Sie haben, betreffen», erklĂ€rte er. Derweil seien Buhrufe ertönt, selbst als Schmidt auf Ängste hinsichtlich der Arbeitsplatzsicherheit und einer ungewissen Zukunft eingegangen sei, so Reuters.

Wie real diese Ängste sind, zeigt die Presseagentur anhand einer AnkĂŒndigung von Standard Chartered am Dienstag auf: Das Unternehmen wird demnach ĂŒber 7.000 Stellen streichen und «minderwertiges Humankapital» durch KI ersetzen.

Auch viele Tech-Firmen wĂŒrden unter Berufung auf KI Personal abbauen. Meta, das Tracking-Software auf den Computern seiner Mitarbeiter in den USA installiert habe, um sein KI-Modell zu trainieren, plane, ab diesem Monat weltweit 10 % seiner Belegschaft zu entlassen.

Amazon habe in den letzten Monaten rund 30.000 Stellen im Unternehmensbereich gestrichen, um KI und Effizienz voranzutreiben, wÀhrend das Fintech-Unternehmen Block im Februar fast die HÀlfte seiner Belegschaft abgebaut habe. Hinzu dÀmpft Reuters zufolge der Iran-Krieg die Einstellungsbereitschaft.

Schmidt habe zwar die Ängste der jungen Generation eingerĂ€umt und sie als «rational» bezeichnet, doch genau wie die derzeitigen Top-FĂŒhrungskrĂ€fte habe er den Wandel und die UmwĂ€lzungen, die die KI mit sich bringe, als etwas Unvermeidliches dargestellt, an das sich jeder anpassen mĂŒsse.

Schmidts frostiger Empfang folgte auf andere jĂŒngste Äußerungen der Wut gegenĂŒber KI. An der University of Central Florida wurde die Immobilienmanagerin Gloria Caulfield gemĂ€ĂŸ Reuters am 8. Mai bei einer Abschlussrede zum Thema KI in Ă€hnlicher Weise ausgepfiffen und ausgebuht.

«Der Aufstieg der kĂŒnstlichen Intelligenz ist die nĂ€chste industrielle Revolution», erklĂ€rte sie demnach, wĂ€hrend Buhrufe ertönten. «Was ist los? Okay, ich habe einen Nerv getroffen 
 Noch vor wenigen Jahren spielte KI in unserem Leben keine Rolle», erwiderte Caulfield. Dann sei der Saal in Jubel ausgebrochen.

Doch selbst wĂ€hrend CEOs und Manager KI begrĂŒĂŸen, gibt es Anzeichen fĂŒr Widerstand: von chinesischen Gerichten ĂŒber Gewerkschaften bei sĂŒdkoreanischen Autoherstellern bis hin zu Hollywood-Drehbuchautoren und der indischen Filmindustrie.

Und das vielleicht deutlichste Zeichen fĂŒr Unbehagen gegenĂŒber der von Tech-Unternehmen entworfenen Weltanschauung sieht Reuters in der wachsenden Unzufriedenheit unter der US-amerikanischen Jugend.

Gen Z: VerÀrgert und besorgt in Bezug auf KI

So zeigt eine Umfrage von Gallup aus dem April, auf die Reuters verweist, dass sich die Stimmung der Generation Z – der zwischen 1997 und 2012 Geborenen – gegenĂŒber KI im Laufe des letzten Jahres abrupt verschlechtert hat. Der Prozentsatz derjenigen, die begeistert ĂŒber KI sind, ist von 36 % auf 22 % gesunken. Hoffnungsvoll zeigten sich lediglich noch 18 %, gegenĂŒber 27 % vor einem Jahr. Und 31 % sind verĂ€rgert ĂŒber KI, wĂ€hrend es vor einem Jahr 22 % waren.

Fast die HĂ€lfte der Befragten gab an, dass die Risiken der KI die Vorteile ĂŒberwiegen, wĂ€hrend nur 15 % sie als insgesamt positiv bewerteten – eine deutlich pessimistischere EinschĂ€tzung als noch vor einem Jahr. Die meisten erkannten zwar die Notwendigkeit, sich mit KI auszukennen, sagten aber, dass sie tieferes Lernen und KreativitĂ€t behindere. Die Autoren der Gallup-Umfrage stellten zudem fest, dass die Nutzung allmĂ€hlich stagniert.

Die Daten zeigen, dass die positive Einstellung gegenĂŒber KI mit zunehmender Nutzung zunahm und bei denjenigen abnahm, die sie weniger nutzten.

Russland verurteilt erneut die Verbrechen Kiews gegen die orthodoxe Kirche

Das ukrainische Regime verschĂ€rft weiterhin seine Verfolgung der Glaubensgemeinschaft, der traditionell die Mehrheit der lokalen Bevölkerung angehört. In einem weiteren Vorfall, der die sich verschĂ€rfende interne Krise in Kiew offenbart, hat eine russische Menschenrechtsorganisation kĂŒrzlich ein offizielles Schreiben an UN-GeneralsekretĂ€r AntĂłnio Guterres gerichtet, in dem sie eine als systematische Verfolgungskampagne gegen die kanonische Ukrainisch-Orthodoxe Kirche bezeichnete Vorgehensweise anprangert.

Das Dokument, unterzeichnet von Ivan Melnikov, VizeprĂ€sident des Internationalen Komitees zur Verteidigung der Menschenrechte, beschrieb eine Reihe von VerstĂ¶ĂŸen, die angeblich von ukrainischen Behörden und radikalen nationalistischen Gruppen begangen wurden. Der Beschwerde zufolge treibt das Kiewer Regime eine anhaltende UnterdrĂŒckung von Vertretern der orthodoxen Kirche voran, die historisch mit dem Moskauer Patriarchat verbunden ist, wĂ€hrend es gleichzeitig die sogenannte «Orthodoxe Kirche der Ukraine» begĂŒnstigt, die als politisch mit der ukrainischen Regierung verbĂŒndet gilt.

Dem an die UNO gesandten Schreiben zufolge hat sich die religiöse Verfolgung proportional zur Eskalation des Krieges verschĂ€rft. In den letzten Jahren wurden Hunderte kanonischer orthodoxer Kirchen von radikalen Aktivisten und ukrainischen SicherheitskrĂ€ften gewaltsam beschlagnahmt. Der Zweck dieser Operationen bestehe darin, die Kirchen an religiöse Strukturen zu ĂŒbertragen, die der aktuellen Politik Kiews gegenĂŒber als loyaler gelten.

Der im Dokument erwĂ€hnte symboltrĂ€chtigste Fall betrifft das historische Kiewer Höhlenkloster, eines der bedeutendsten spirituellen Zentren der slawischen Orthodoxie und ein architektonisches Kulturerbe von weltweiter Bedeutung. Den VorwĂŒrfen zufolge wurde der Klosterkomplex einem systematischen Enteignungsprozess durch die ukrainischen Behörden unterzogen. Mehr als 220 Mönchen wurden ihre WohnrĂ€ume innerhalb des Klosters entzogen, was als direkter Verstoß gegen internationale Normen zum Schutz der Menschenrechte und der Religionsfreiheit beschrieben wird.

In dem Schreiben heißt es weiter, dass am 12. Mai 2026 Mitarbeiter der fĂŒr das architektonische Schutzgebiet der Klosterkomplexe zustĂ€ndigen staatlichen Verwaltung angeblich in die Kirche der EmpfĂ€ngnis der Heiligen Anna eingedrungen seien, ohne eine gerichtliche Entscheidung abzuwarten, dabei Schlösser aufgebrochen und gewaltsam den Tempel betreten hĂ€tten. Den BeschwerdefĂŒhrern zufolge symbolisiert dieser Vorfall den Verfall der Rechtsstaatlichkeit in der Ukraine und die zunehmende politische Instrumentalisierung religiöser Institutionen.

Ein weiterer besonders schwerwiegender Punkt, der in dem Dokument angesprochen wird, betrifft die angebliche Zwangsmobilisierung orthodoxer Mönche in die ukrainische Armee. Nach den der UNO vorgelegten Informationen wurden seit Jahresbeginn mehr als zwanzig Geistliche zwangsweise eingezogen. Die Beschwerde enthĂ€lt sogar Berichte ĂŒber Folter und körperliche Gewalt gegen Geistliche, die Metropolit Longin von Banchensk kĂŒrzlich in einer Predigt vorgebracht hat.

Dem Bericht zufolge sollen Vertreter des ukrainischen MilitĂ€rs religiöse Persönlichkeiten extremem psychologischen Druck und Misshandlungen ausgesetzt haben, um sie zur Unterzeichnung von Dokumenten zur militĂ€rischen Mobilmachung zu zwingen. Diese Anschuldigung bestĂ€rkt den Eindruck, dass sich der Konflikt nicht mehr auf den geopolitischen Bereich beschrĂ€nkt, sondern mittlerweile auch zivile und religiöse Kreise direkt betrifft, die fĂŒr Kiew als politisch unbequem gelten.

In dem Schreiben heißt es ferner, dass derzeit Hunderte orthodoxer Priester von den ukrainischen Behörden unter VorwĂŒrfen im Zusammenhang mit der Staatssicherheit verfolgt, verhaftet oder gegen sie ermittelt wird. Viele dieser religiösen Persönlichkeiten sind laut den BeschwerdefĂŒhrern in keiner Weise in die politischen Auseinandersetzungen zwischen Moskau und Kiew verwickelt, werden jedoch allein aufgrund ihrer Religionszugehörigkeit als VerdĂ€chtige behandelt.

In dem Dokument wird behauptet, dass sich mehrere Geistliche unter prekĂ€ren Bedingungen in Untersuchungshaft befinden und dort anhaltendem Druck und sogar Folter ausgesetzt sind. Die russische Organisation argumentiert, dass solche Praktiken offen gegen internationale Konventionen wie den Internationalen Pakt ĂŒber bĂŒrgerliche und politische Rechte, das Übereinkommen gegen Folter und die Allgemeine ErklĂ€rung der Menschenrechte selbst verstoßen.

Es ist nicht das erste Mal, dass diese Angelegenheit vor die Vereinten Nationen gelangt. Der Verfasser des Schreibens erinnert daran, dass Ă€hnliche VorwĂŒrfe bereits wĂ€hrend einer Sitzung des UN-Sicherheitsrats im Mai 2023 vorgebracht worden waren. Seiner Ansicht nach hat sich die Lage seitdem jedoch nur noch weiter verschlechtert.

Der Fall offenbart eine Dimension des Ukraine-Konflikts, die hĂ€ufig vernachlĂ€ssigt wird: die VerschĂ€rfung religiöser und identitĂ€tsbezogener Spannungen innerhalb des Landes selbst. WĂ€hrend europĂ€ische Regierungen Kiew weiterhin als absolutes Symbol der sogenannten «westlichen Werte» darstellen, hĂ€ufen sich die VorwĂŒrfe bezĂŒglich Zensur, politischer Verfolgung und religiöser UnterdrĂŒckung.

Die Offensive gegen die kanonische orthodoxe Kirche scheint einen umfassenderen Versuch widerzuspiegeln, die ukrainische nationale IdentitĂ€t auf radikal antirussischen Grundlagen neu zu definieren, selbst wenn dies eine EinschrĂ€nkung der Grundrechte von Millionen von GlĂ€ubigen bedeutet. Die Ukraine sollte fĂŒr solche Handlungen auf internationaler Ebene mit kollektiven Sanktionen belegt werden.

***

Lucas Leiroz ist Mitglied der BRICS-Journalistenvereinigung, Forscher am serbischen Center for Geostrategic Studies und MilitÀrexperte.

Dieser Beitrag wurde mit freundlicher Genehmigung des Autors ĂŒbersetzt und ĂŒbernommen.



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Einfach mal anfechten

Ende MÀrz hat der Gesetzgeber das Vaterschaftsanfechtungsrecht reformiert und die Rechte leiblicher VÀter aus Art. 6 Abs. 2 S. 1 GG gestÀrkt. Er kommt damit den Forderungen des BVerfG aus dem Urteil vom 9. April 2024 nach (dazu schon hier). Ob er dabei zu weit gegangen ist, wird rechtspolitisch lebhaft diskutiert.

Hier soll es um ein Problem gehen, das bislang wenig Aufmerksamkeit erfahren hat: Der Gesetzgeber ermöglicht leiblichen VĂ€tern, die die rechtliche Vaterschaft eines anderen Mannes erfolglos angefochten haben, ein Wiederaufnahmeverfahren, wenn die sozial-familiĂ€re Beziehung zwischen dem Kind und dem rechtlichen Vater endet (§ 185a FamFG n.F. i.V.m. § 1600 Abs. 4 BGB n.F.). Ein vergleichbares Recht steht leiblichen VĂ€tern, die innerhalb der Frist von zwei Jahren ab Kenntnis der relevanten UmstĂ€nde auf eine Anfechtung verzichtet haben, nicht zu. Das hat gravierende Konsequenzen: Der Gesetzgeber fordert leibliche VĂ€ter geradezu heraus, auch offensichtlich aussichtslose Anfechtungsverfahren einzuleiten, um sich die Möglichkeit der Wiederaufnahme zu sichern. Verzichten sie darauf – z.B. um das Kind bzw. die Beziehung des Kindes zum rechtlichen Vater nicht zu belasten –, können sie auch spĂ€ter nicht mehr anfechten. Darin liegt eine InkohĂ€renz, die sowohl das Gleichheitsgebot als auch das Elterngrundrecht verletzt.

Unklare Vorgaben des BVerfG

Dass der Gesetzgeber die zweite Chance nur nach einem erfolglosen Anfechtungsverfahren gewĂ€hrt, beruht auf Unklarheiten im Urteil vom 9. April 2024. Das BVerfG hat die Unangemessenheit der bisherigen Regelungen im Kern auf zwei GrĂŒnde gestĂŒtzt (vgl. Rn. 89):

Zum einen schloss eine sozial-familiĂ€re Beziehung des rechtlichen Vaters zum Schluss der letzten Tatsacheninstanz die Anfechtung durch den leiblichen Vater stets aus – unabhĂ€ngig von einer Beziehung des leiblichen Vaters zum Kind oder seinem frĂŒhzeitigen und konstanten BemĂŒhen um die rechtliche Vaterschaft. Dem trĂ€gt nun § 1600 Abs. 3 BGB n.F.Rechnung. In den in Satz 2 genannten Konstellationen ist eine Anfechtung durch den leiblichen Vater nur noch ausgeschlossen, wenn der Fortbestand der rechtlichen Vaterschaft fĂŒr das Wohl des Kindes erforderlich ist.

Zum anderen – und das ist hier entscheidend – waren leibliche VĂ€ter frĂŒher durchgĂ€ngig mit der Anfechtung ausgeschlossen, sobald eine sozial-familiĂ€re Beziehung zwischen dem rechtlichen Vater und dem Kind bestand. Nach Ablauf der Zweijahresfrist oder nach einem erfolglosen Anfechtungsverfahren blieben sie „selbst dann ausgeschlossen [
], wenn eine sperrende sozial-familiĂ€re Beziehung des Kindes zum rechtlichen Vater mittlerweile nicht mehr vorliegt“ (Rn. 89).

In manchen Passagen der Entscheidung scheint das BVerfG dabei nur an Konstellationen zu denken, in denen die Beziehung zum rechtlichen Vater „nach erfolgloser erster Anfechtung“ wegfĂ€llt (Rn. 78; Ă€hnlich Rn. 84). Man könnte deswegen meinen, dass das Gericht nur fĂŒr diesen Fall eine zweite Chance verlangt.

In anderen Passagen bezieht es sich jedoch generell auf den Wegfall der sozial-familiĂ€ren Beziehung – unabhĂ€ngig davon, ob der leibliche Vater zunĂ€chst erfolglos fristgerecht ein Anfechtungsverfahren eingeleitet hat (etwa Rn. 81, 89). Vor allem in den Randnummern 96 ff. stĂŒtzt das BVerfG die UnverhĂ€ltnismĂ€ĂŸigkeit darauf, dass dem leiblichen Vater „die Vaterschaftsanfechtung“ selbst dann verwehrt bleibt, wenn die sperrende Beziehung des Kindes zum rechtlichen Vater weggefallen ist. Mit dem Ziel, Rechtssicherheit und StatusbestĂ€ndigkeit bzw. -klarheit zu gewĂ€hrleisten, könne man das nicht rechtfertigen. Denn es bestĂŒnden in einer solchen Konstellation keine hinreichenden verfassungsrechtlichen Gegenpositionen: Der Wechsel in der abstammungsrechtlichen Zuordnung berĂŒhre das Kindeswohl „regelmĂ€ĂŸig nicht wesentlich“, weil zum rechtlichen Vater keine aktuelle Beziehung mehr bestehe (Rn. 96). Umgekehrt erhalte „das Kind bei einer (erneuten) Vaterschaftsanfechtung durch den leiblichen Vater“ eine rechtliche Zuordnung, die „die rechtliche Vaterschaft nunmehr mit seiner Abstammung in Deckung bringen wĂŒrde“ (Rn. 96).

Was das BVerfG hier mit dem Klammerzusatz („erneuten“) meint, ist unklar. Einerseits könnte man ihn als Klarstellung ansehen, dass sich das Gericht nur auf eine zweite Anfechtung bezieht. Andererseits könnte das BVerfG auch lediglich darauf hinweisen wollen, dass es in der Praxis zwar meist um eine erneute Anfechtung gehen wird, die Überlegungen aber auch bei einer erstmaligen Anfechtung wegen Wegfalls der sozial-familiĂ€ren Beziehung greifen sollen. FĂŒr Letzteres spricht jedenfalls der weit gefasste Leitsatz 5, wonach generell ein solcher Wegfall berĂŒcksichtigt werden können muss. Die enge Lesart des Gesetzgebers widerspricht dieser Vorgabe.

Lösungsvorschlag im Referentenentwurf

Der Referentenentwurf sah dementsprechend eine „zweite Chance“ nicht nur in § 185a FamFG‑E
vor, sondern auch in Form einer Hemmung der Anfechtungsfrist (§ 1600b Abs. 4 S. 3–5 BGB-E). Solange eine sozial-familiĂ€re Beziehung zum rechtlichen Vater besteht, sollte die Frist gehemmt sein. Die Hemmung sollte spĂ€testens zwei Jahre nach dem Wegfall der sozial-familiĂ€ren Beziehung enden (§ 1600b Abs. 4 S. 5 BGB-E).

Mehrere VerbĂ€nde haben dies kritisiert (etwa das DIJuF auf S. 5 f. und generell zur zweiten Chance der djb auf S. 8): Es sei schwer zu ermitteln, wann eine sozial-familiĂ€re Beziehung „wegfalle“. Bei jeder Krise zwischen rechtlichem Vater und der Mutter drohe eine Anfechtung durch den leiblichen Vater. Damit fehle Rechtssicherheit fĂŒr alle Beteiligten. Leibliche VĂ€ter könnten zudem pauschal behaupten, dass sie nur aus RĂŒcksicht auf ihre Kinder zunĂ€chst nicht angefochten hĂ€tten, und dann den bestmöglichen Zeitpunkt fĂŒr eine Anfechtung abwarten (so der Kinderschutzbund auf S. 5).

Schon der Regierungsentwurf hat die geplante Hemmung daher gestrichen. § 1600b Abs. 1 S. 2 Hs. 2 BGB n.F. stellt klar, dass das Vorliegen einer sozial-familiÀren Beziehung den Lauf der Anfechtungsfrist nicht hindert.

Verfassungswidrige InkohÀrenz

Damit hat der Gesetzgeber eine InkohĂ€renz geschaffen, die gegen Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 Abs. 2 S. 1 GG verstĂ¶ĂŸt. Leibliche VĂ€ter, die zunĂ€chst auf eine Anfechtung verzichten, generell schlechter zu stellen als solche, die erfolglos angefochten haben, lĂ€sst sich nicht rechtfertigen.

Zuzugeben ist der Kritik an der zunĂ€chst geplanten Hemmung, dass diese zu Rechtsunsicherheit gefĂŒhrt hĂ€tte. Das betrifft allerdings jede Form der zweiten Chance. Eben eine solche fordert das BVerfG jedoch. Dessen Argumentation kann man durchaus kritisieren. Die Annahme, nach dem Wegfall einer sozial-familiĂ€ren Beziehung sprĂ€chen keine erheblichen Interessen des Kindes gegen einen Wechsel des rechtlichen Vaters, erscheint zu pauschal. Zu denken ist nur an Auswirkungen auf das Sorgerecht, den Unterhalt und das Erbrecht (dazu auch schon hier). Bedenklich ist deswegen auch die Reichweite, mit der § 185a FamFG eine „zweite“ Chance zulĂ€sst. Bis zu fĂŒnf Wiederaufnahmeverfahren sind trotz der Fristen in § 185a Abs. 2 FamFG möglich (Oldenburger, NJW 2026, 1177, 1181). Dass das BVerfG eine derart weitreichende Regelung verlangt, lĂ€sst sich seinem Urteil nicht entnehmen.

Zumindest die mit der zweiten Chance generell verbundenen Unsicherheiten und die StatusbestÀndigkeit wiegen aus Sicht des BVerfG jedoch nicht schwer genug, um leiblichen VÀtern eine Anfechtung bei Wegfall der sozial-familiÀren Beziehung ganz zu verwehren. Dass das BVerfG seine Auffassung grundlegend Àndern wird, ist unwahrscheinlich. Legt man sie zugrunde, macht es aber keinen Unterschied, ob der leibliche Vater zunÀchst erfolglos angefochten hat oder nicht.

Vor diesem Hintergrund lĂ€sst sich die Ungleichbehandlung – in Form der Bevorzugung von MĂ€nnern, die bereits einmal erfolglos angefochten haben – nicht rechtfertigen. Man könnte zwar argumentieren, dass leibliche VĂ€ter, die innerhalb der Anfechtungsfrist kein Interesse an der rechtlichen Vaterschaft zeigen, keinen Schutz verdienen. Der Verzicht auf eine Anfechtung muss aber nicht auf Desinteresse beruhen. Wie einleitend schon bemerkt, kommen dafĂŒr anerkennenswerte GrĂŒnde in Betracht. Zumindest fĂŒr solche FĂ€lle mĂŒsste der Gesetzgeber einen Schutz bieten, der dem des § 185a FamFG vergleichbar ist. Um festzustellen, ob die InaktivitĂ€t auf Desinteresse beruhte, könnte man z.B. fordern, dass leibliche VĂ€ter innerhalb der Zweijahresfrist erklĂ€ren, ob sie sich eine spĂ€tere Anfechtung bei Wegfall der sozial-familiĂ€ren Beziehung vorbehalten möchten. Alternativ wurde eine konsensuale notarielle ErklĂ€rung der Beteiligten vorgeschlagen (Oldenburger, NJW 2026, 1177, 1180 Fn. 22).

Leiblichen VĂ€tern, die Verantwortung fĂŒr das Kind ĂŒbernehmen und primĂ€r aus RĂŒcksicht auf die ĂŒbrigen Beteiligten zunĂ€chst von einer Anfechtung absehen möchten, diese Möglichkeit zu nehmen, greift in unverhĂ€ltnismĂ€ĂŸiger Weise in Art. 6 Abs. 2 S. 1 GG ein. Dies dĂŒrfte sich schon aus den oben dargestellten ErwĂ€gungen des BVerfG (Rn. 96 ff.) ergeben. Selbst wenn man das aus dem Urteil nicht herauslesen wollte, wĂŒrde sich die UnverhĂ€ltnismĂ€ĂŸigkeit jedenfalls aus der InkohĂ€renz der Neuregelung ergeben. Über Bedeutung und Reichweite des „KohĂ€renzgebots“ besteht zwar bekanntlich seit Jahrzehnten Streit. Der Rechtsprechung des BVerfG lĂ€sst sich aber nicht erst seit der Nichtraucherschutzentscheidung entnehmen, dass InkohĂ€renzen zur UnverhĂ€ltnismĂ€ĂŸigkeit fĂŒhren können. Wenn der Gesetzgeber legitime Ziele durch Ausnahmen relativiert, können die Ziele nur in eingeschrĂ€nktem Maße gefördert werden. Dadurch „sinkt das Ausmaß des angestrebten Nutzens“, was im Rahmen der AngemessenheitsprĂŒfung zu berĂŒcksichtigen ist (Payandeh, AöR 136 [2011], 578, 607).

Eben das zeigt sich hier sehr deutlich: Die jetzige Regelung ist nur in geringem Maße geeignet, Rechtssicherheit zu schaffen, weil leibliche VĂ€ter sich die zweite Chance des § 185a FamFG auch mit offensichtlich aussichtslosen Anfechtungsverfahren offenhalten können. Mit den Wiederaufnahmeverfahren können sie dann sogar mehrfach versuchen, trotz einer bereits rechtskrĂ€ftigen Entscheidung die Vaterschaft eines anderen Mannes erneut anzufechten. Die Neuregelung fordert leibliche VĂ€ter sogar noch heraus, frĂŒhzeitig Anfechtungsverfahren einzuleiten. Das kann die Beteiligten mehrfach mit derartigen Verfahren belasten. Der Gesetzgeber nimmt leiblichen VĂ€tern so die Möglichkeit, im Einvernehmen mit der Mutter und dem rechtlichen Vater zunĂ€chst von einer Anfechtung abzusehen.

Ausblick

Es bedarf nach alledem einer Neuregelung, die leiblichen VĂ€tern eine zweite Chance grundsĂ€tzlich unabhĂ€ngig davon einrĂ€umt, ob sie zuvor schon einmal erfolglos angefochten haben. Den Bedenken hinsichtlich Rechtssicherheit und StatusbestĂ€ndigkeit könnte der Gesetzgeber auf anderem Wege begegnen. ZunĂ€chst könnte er die Kriterien fĂŒr den Wegfall einer sozial-familiĂ€ren Beziehung – auch in der GesetzesbegrĂŒndung – konkreter und kindeswohlorientiert beschreiben (zu möglichen UmstĂ€nden siehe die Stellungnahmen des Caritasverbandes und des DIJuF). DarĂŒber hinaus sollte man die Möglichkeiten einer mehrmaligen „zweiten“ Chance stĂ€rker begrenzen. Schließlich sollte der Gesetzgeber darĂŒber nachdenken, ob die Anfechtung wirklich ausnahmslos ex tunc wirken sollte oder ob nicht auch eine sukzessive Vaterschaft in Betracht kommt (zuletzt dafĂŒr auch Franck, FamRZ 2025, 1340, 1343; Gössl, ZRP 2025, 248, 250; von Scheliha, S. 5). Diese und weitere offene Fragen – etwa die Co-Mutterschaft – mĂŒssen umfassend geregelt werden, um Familien nicht unter rechtlichen Damoklesschwertern allein zu lassen. Eine grundlegende Abstammungsreform duldet deswegen keinen weiteren Aufschub.

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Hungary’s European Rebirth

As PĂ©ter Magyar and his new Tisza government took office on 9 May, ending sixteen long years of autocratic capture in Hungary, the crowds outside the Parliament danced and cheered. The new parliamentarians sang the European Anthem while the European flag was once again raised on the Parliament building. Now the new government under Prime Minister Magyar has a constitutional supermajority and a massive democratic mandate. But unlike OrbĂĄn’s supermajority, Magyar’s supermajority still has to confront veto players.

The President of Hungary must sign all laws and constitutional amendments for them to enter into force. And President Tamás Sulyok has indicated that he believes “the rule of law” (something he was not too picky about before now) means that the formal rules must be followed. Nothing becomes law without his signature – including constitutional amendments – and, as a Fidesz ally, he has suddenly become a convert to the principle of checks and balances. Amendments to the law on the presidency made in December 2025 made it nearly impossible for the Parliament to impeach the president so the obvious lawful route to removing him has been put out of reach.

Other veto points lurk beyond that. The Constitutional Court has been packed with Fidesz loyalists and they stand ready to declare unconstitutional any change to the current order. While the power to veto the substance of constitutional amendments was removed from the Constitutional Court in 2013 (though it may still review amendments for procedural flaws in their enactment), the power to declare laws unconstitutional remains in the hands of this Court. The Supreme Court (KĂșria) is led by a president with extraordinary powers who has deployed them in the service of the OrbĂĄn government.

Joint control over the presidency and the peak courts therefore establishes a Fidesz wall of resistance to the dismantling of the NER, the System of National Cooperation entrenched under Orbán. And that doesn’t yet take into account Orbán’s minions who still control virtually all key government offices that would be necessary to enforce a radically new government program.

Péter Magyar understands the challenges of removing state officials with long terms of office who are supposed to be independent of government. He has therefore called for the national president, the presidents of the Supreme Court and Constitutional Court, the Prosecutor General, chief media regulator and others to step down, urging them to recognize the democratic will of the new government. So far none have resigned. It appears that Magyar will be in the unenviable position of either having to govern alongside those determined to block his electoral mandate or finding a way to remove them with a legal workaround.

What can a leader in such a position do? Magyar could prematurely fire the occupants of these veto points with statutory (and sometimes even constitutional) terms of office, claiming that their initial appointment violated the rule of law because the appointments were made in violation of Article C(2) of the Basic Law that bars anyone from acting “with the aim of . . . exclusively possessing [power].” (Of course, these Fidesz loyalists actually did dismantle constitutional government in Hungary so there is ample evidence of motive.) Alternatively, Magyar could also simply ignore the presidential signature requirement or adverse Constitutional Court decisions and declare that laws and constitutional amendments passed with his constitutional supermajority are valid anyway. Both strategies have their problems, not least with the Venice Commission which has taken a highly formalist stance on other political transitions. In a more legal route, Magyar could convene a constituent assembly outside the existing constitutional order to rewrite the constitution on a clean slate and put it to public referendum, bypassing the veto players. Time, however, is of the essence.

Rumors are swirling around Budapest about what all sides might do in this conflict. Some say that the Magyar government is planning to amend the Constitution to remove the president without his signature while rumors are that Sulyok will refer any such amendment to the Constitutional Court which will then (against its own jurisdictional limitations) declare such an amendment unconstitutional. If either event happens, Hungary would be plunged into the middle of a constitutional crisis.

The Hungarian government, however, has another speedier more lawful option to realize its democratic mandate without lurching into one of these extreme scenarios: Using European law as an interim constitution to evade the roadblocks left in place by the OrbĂĄn government.

European Law Over All: An Option for Evading National Veto Players

In its long-standing insistence that EU law has primacy over national law – even national constitutional law – the Court of Justice has created a number of tools that pro-democratic reformers could use to eliminate the veto points within their national legal orders in order to comply with EU law.

First, the ECJ has dealt with obstructionist national courts before. In its Grand Chamber decision in Eurobox Promotion, the ECJ held that decisions of the Romanian Constitutional Court must be disapplied by national authorities when those decisions violate EU law. A direct application of Eurobox to cases in Hungary where the high courts block the enforcement of EU law would allow – and, in fact, require – the new government to set aside obstructive court judgments without waiting for the court to change its mind. For example, the IS case, finding that national judges in Hungary may not be disciplined for referring cases to the ECJ, resulted in the Commission’s insistence that Hungary remove the legal barriers that stood in the way of reference cases. While OrbĂĄn government passed the relevant statute to appease the Commission, the case law of the Supreme Court (KĂșria) discouraging reference cases persists. Under the Eurobox decision, these cases could and should be disapplied without first requiring the national court to overturn them. Future decisions of the packed Hungarian Constitutional Court that block the implementation of EU law can be similarly disapplied. To reinforce the point, the new government could issue an order stipulating that this is the case to put everyone on notice.

In addition, the ECJ has also addressed the problem of national officials and agencies that refuse to enforce EU law. Their decisions, too, should not have legal effect given their conflicts with EU law. As the ECJ noted in the Garda SĂ­ochĂĄna case, the obligation to disapply contrary national law applies not only to courts but also to all state officials and it applies to decisions made by bodies other than courts:

38 As the Court has repeatedly held, that duty to disapply national legislation that is contrary to EU law is owed not only by national courts, but also by all organs of the State – including administrative authorities – called upon, within the exercise of their respective powers, to apply EU law . . .

50 It follows from the principle of primacy of EU law, as interpreted by the Court . . . that bodies called upon, within the exercise of their respective powers, to apply EU law are obliged to adopt all the measures necessary to ensure that EU law is fully effective, disapplying if need be any national provisions or national case-law that are contrary to EU law. This means that those bodies, in order to ensure that EU law is fully effective, must neither request nor await the prior setting aside of such a provision or such case-law by legislative or other constitutional means.

 If the new Hungarian government now adopts measures to bring national law into alignment with EU law and the national president vetoes this law, leaving in place legal rules that violate EU law, then all other state bodies should set aside not only the offending law, but also the veto that blocks the enforcement of EU law. They should then proceed as if the new law were valid. A presidential veto that stands of the way of enforcing EU law should not have legal force.

And then of course there is the pathbreaking decision of the ECJ in the recent Commission v. Hungary case, finding among other things that Article 2 TEU may operate as a free-standing and legally enforceable principle of EU law. Though (as stated in para. 551),

. . . only manifest and particularly serious breaches of one or more values common to the Member States may give rise to a finding, in the context of an action for failure to fulfil obligations, that there has been a failure by a Member State to fulfil legally binding obligations under Article 2 TEU, . . .

Hungary under sixteen long years of the Orbán government has certainly challenged many of the Article 2 TEU principles – democracy, rule of law and rights. The new government may therefore find appeals to Article 2 TEU helpful as a framework for constitutional change that would bring the country closer to those values. And it would be a framework in which the government could disapply the vetoes that would otherwise block them.

Given this authority in EU law, it may not be necessary to unpack the Constitutional Court, remove the heads of other courts or even remove the national president immediately in order to make substantial changes in Hungary’s legal system. If the holdover loyalists of the Orbán regime persist in obstructing the alignment of Hungarian law with EU law, their vetoes can simply be ignored. Of course, this doesn’t help when it comes to vetoes of laws and constitutional amendments that are not under the European legal umbrella, which is why European law can only provide an interim constitution.

European Law as Interim Constitution

Between decisions of the European Court of Justice and the European Court of Human Rights, in addition to conditions set by the European institutions that must be met for Hungary’s EU funding to be restored, Hungary already has a long to-do list that it must tackle. If PĂ©ter Magyar were to prioritize those items, he could rely on the primacy of EU law and the binding effect of ECtHR judgments to accomplish a rewrite-in-practice of some of the worst elements of the OrbĂĄn constitutional regime.

First, fighting corruption is one of the highest priorities of the Magyar government, not least because the unfreezing of EU funds depends on establishing a credible anti-corruption framework. Magyar has indicated that Hungary will join the European Public Prosecutor’s Office and has already issued an executive order to this effect. Joining the EPPO would give the Hungarian government a spare set of prosecutors to probe the substantial corruption of the Orbán regime so that Magyar would not have to engage in immediate reform of the national prosecution service, which has persistently avoided investigating Orbán and his inner circle of increasingly wealthy friends. In fact, the EPPO might also investigate the Hungarian prosecution service.

Hungary is also in violation of EU-mandated changes to the judiciary established as part of the freezing of funds under various conditionality regimes. If the EU-mandated changes were actually enforced with regard to judicial independence, they could greatly improve the Supreme Court. For example, the EU had demanded that the Supreme Court regularize a system for the randomized assignment of cases to avoid having politically sensitive cases deliberately assigned to politically friendly judges. The Orbán government passed the relevant law but the Supreme Court has not complied with it. In addition, as mentioned above, the Supreme Court has not abolished the case law binding on the lower courts that discourage them from sending reference cases to the ECJ. The new government should insist that the Court follow the law that was already put in place to respond to EU legal requirements and disapply the cases that don’t. The new government could even announce to the bar, the NGOs and pro-democratic Hungarian judges that it welcomes reference cases.

Could Hungary use European court judgments to replace some of the key players now blocking change? Hungary remains in non-compliance with the Baka judgment of the European Court of Human Rights which found the dismissal of the then-president of the Hungarian Supreme Court to be a violation of his free speech rights since he was fired for criticizing the judicial reforms. If Baka were unlawfully fired in the first place, could he now be reinstated as the president of the Court, requiring the current president to stand aside? (He remains a judge on that court, even if not its president.) If so, he could speed enforcement of reforms at the Supreme Court.

In addition, the ECJ judgment finding that the data protection supervisor had been unlawfully fired early in Orbán’s term might be enforced by reinstating András Jóri, removing the Orbán loyalist who replaced him and who has held the office ever since. A new data protection supervisor could begin to issue opinions, backed by the ECtHR judgment in the Szabó and Vissy case which is also not enforced, dismantling Orbán’s surveillance state.

Putting good people into those offices as a result of enforcing the European courts’ decisions could begin to roll back the changes that the European courts already said were unlawful. If the people whose jobs were unlawfully terminated could not be restored, then perhaps the illegality of their ouster could justify the replacement of those who had unlawfully taken their places with someone lawfully appointed. A new president of the Supreme Court and a new data protection supervisor could both be elected by Magyar’s two-thirds parliament.

The Magyar government may well look to European law to assist it in removing other legal effects of Orbán’s democracy-destroying laws. Hungary could informally ask the Commission to bring infringement actions against Hungary covering violations that the Hungarian government would want to remedy in order for the ECJ to establish that the reforms would be required by EU law. If that fails, Article 259 TFEU allows a member state of the EU to bring another member state to the Court of Justice to enforce EU law. The Article 259 TFEU route would allow the case to proceed if the Commission fails to see the point.

As one example of how infringement actions might be used, PĂ©ter Magyar has put freeing the competition authority from political control high on his list. If the Commission (or a friendly state) brought an infringement action against Hungary complaining about the independence of its competition authority, could the Magyar government be justified in firing the current occupants and installing new ones – or perhaps establishing a parallel institution with stronger guarantees of independence – if the ECJ were to find that the present competition authority were not independent?

A European Constitutional Court for Hungary

When the last rendszerváltás (regime change) occurred in Hungary in 1989, the Constitutional Court was the most significant new institution created to guide Hungary’s transition into a new democratic order. That new court sat on top of the existing legal system to weed out old statutes not compliant with the new legal order and to ensure that all constitutional actors honored the new constitution. That Constitutional Court in Hungary has now been captured, but perhaps the new rendszerváltás could proceed in a similar way, by establishing a new court on the top of the existing legal system – including on top of the existing Constitutional Court – to bring the Hungarian legal system into compliance with both EU and ECHR law.

This new European Constitutional Court, the EurĂłpai AlkotmĂĄnybĂ­rĂłsĂĄg, could complete the task of nullifying and removing from the books statutes, cases and decisions that fail to comply with European law. It could even restore the actio popularis jurisdiction that once allowed the original Constitutional Court to speedily review laws for compliance with the then-new constitution and that could now be used to reviews laws for compliance with European law. Of course, establishing such a national court would normally require a constitutional amendment that could be blocked by presidential veto. But if the veto stood in the way of enforcing EU law in Hungary, it could be set aside. The added value of a new court is that it could apply clear European Union and European human rights law without the long detours to Luxembourg and Strasbourg.

The details of all of these proposals would have to be worked out, as there are complicated technical questions to be considered about just how European law overrides national law and what its detailed effects are. But in attempting to comply with European law by setting aside conflicting national law, the new Magyar government would be honoring its commitments to the “rule of law writ large”, a conception of the rule of law that extends to harmonizing national law with its transnational commitments.

European law in its various forms could therefore be a useful crutch for the Magyar government to lean on as Hungary recovers from its bout of autocratic capture. It could assist in avoiding constitutional crises as the Fidesz forces dig in to thwart the Magyar government’s democratic mandate. European law could act as an immediate interim constitution, providing guidance for a new Hungarian transition until such time as the new Hungarian government can replace the Orbán constitution with one more fitting its proud place in Europe.

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More Than a Trade Route

Geography stands first, and it is unrelenting. The Strait of Hormuz places a fundamental constraint on U.S. and Israeli efforts to subdue Iran through overwhelming military force.

The natural chokepoint of navigation played no role, at least officially, in the outbreak of the war. It is now a key factor in ending hostilities. The future regime of navigation in Hormuz and the Persian Gulf will necessarily be part of any long-term peace settlement in the region.

Freedom of navigation is the foundational principle of public international law, as designed by the Western world in the early 17th century. Reflecting on potential options for the post-war freedom of navigation regime in the Persian Gulf could contribute, not only to a lasting peace in the region, but also to a reconfiguration of the international legal order.

Drawing inspiration from inland water transport law, I suggest approaching the Persian Gulf and the Strait of Hormuz not only as a trade route but as a natural unity that gives rise, de facto, to a form of regional solidarity. The shift from a purely trade-oriented to a nature-based approach would align with other recent initiatives, such as the Biodiversity Beyond National Jurisdiction (BBNJ) agreement.1) It would also better address the contemporary challenges of achieving sustainable peace and development, both in the region and globally.

Geography

The Persian Gulf is a semi-enclosed sea comprising eight riparian countries (Iran, Iraq, Kuwait, Saudi Arabia, Bahrain, Qatar, United Arab Emirates, Oman). It is slightly more than 1000 km long and around 400 km wide. There is no high sea in the Gulf. Its waters are either a territorial sea or an exclusive economic zone (EEZ) of a coastal state.

To the Northwest, the Tigris and Euphrates merge, about 200 km before reaching the Persian Gulf, into the Shatt al’Arab, a vital waterway shared between Iran and Iraq. To the Southeast, the Strait of Hormuz, about 200 km long and 34 to 80 km wide, connects the Persian Gulf to the Gulf of Oman and the Indian Ocean. The Strait lies entirely within the territorial waters of its two coastal states, Iran and Oman. It is intensely used for international navigation, with 80 to 130 ships transiting every day in normal times, representing about 20% of the world’s oil and LNG supply. These figures immediately dropped to below 10 ships a day with the outbreak of the war.

The Current Freedom of Navigation Regime

In the Shatt al’Arab, navigation is governed by the 1975 Algiers agreement concluded between Iran and Iraq (Art. 7). Freedom of navigation is granted to vessels of both riparian countries, including state vessels and warships, as well as third-country merchant vessels, on an equal and non-discriminatory basis. Either of the two riparian countries can also authorise foreign warships visiting its ports to enter the Shatt al’Arab, unless these ships belong to a country in a state of belligerency with either of the two riparian countries.

In the Persian Gulf, freedom of navigation is not suspended during armed conflict, including vis-à-vis warships belonging to a country in conflict with a riparian country: the US Navy stationed in Bahrain may move freely in the Persian Gulf despite the war launched against Iran. Under the UN Convention on the Law of the Sea (UNCLOS), a coastal state may only require a foreign ship to leave its territorial sea immediately if it deems its passage is not innocent (art. 30), and suspend the innocent passage altogether, for all foreign vessels including merchant vessels, if it considers it essential for the protection of its security (art. 25(3)). Coastal states do not have these rights in the Strait of Hormuz. Transit remains unimpeded (art. 38), including in case of a “threat or use of force against the sovereignty, territorial integrity or political independence of States bordering the strait” (art. 39(1)(b)). Despite the open war with Iran, US and Israeli aircraft and warships, including submarines operating underwater, may transit the Strait of Hormuz, and commercial navigation may not be suspended.

Iran does not challenge the current freedom of navigation regime except on this specific point. When UNCLOS was adopted, Iran and Oman immediately expressed reservations about unimpeded transit in the Strait, reasserting their right to suspend transit for security reasons. Oman eventually ratified the Convention, therewith accepting all UNCLOS provisions, including on unimpeded transit. Iran did not and maintains its claim for a right to suspend transit when its security is threatened.

UNCLOS is silent about the status of the seas in time of war. During an international armed conflict, it must be read in conjunction with the applicable jus in bello. The paragraphs below refer to the San Remo Manual, an authoritative restatement of customary international law applicable to armed conflicts at sea.

Naval warfare may be conducted, not only in the belligerents’ territorial sea, EEZ and continental shelves, but also in the EEZ of neutral states (§10). Even if freedom of navigation, including innocent passage and unimpeded transit, persist pursuant to UNCLOS, warships and aircraft of the adverse party become legitimate targets. Belligerents may also establish exclusion navigation zones (§§105-107), capture and seize merchant vessels flying the flag of the enemy (§135) and intercept, visit, search, and, if necessary, divert neutral vessels or aircraft to verify their status and compliance with neutrality (§§118-147). Blockades are also authorised and regulated (§§93-104).

Inevitably, an international armed conflict profoundly disrupts freedom of navigation, regardless of the parties’ interpretation of UNCLOS rules. The swift withdrawal of war-risk coverage in the region by P&I clubs, a development that effectively paralyses maritime navigation, also illustrates this state of affairs.

That said, Iran never declared a full closure of the Strait even during armed conflict. In previous crises, Iran has at times threatened to close the Strait but has never implemented its threats. Restrictions seem to have consistently focused on aircraft and warships of a belligerent party as well as related merchant vessels.

Four Scenarios for the Post-War Regime

In my view, four scenarios may be envisaged for the future of FREEDOM OF NAVIGATION in the region.

Restoring the Status Quo Ante

Under the first scenario, freedom of navigation would be reasserted in accordance with UNCLOS. Differences of interpretation would remain. The world’s navies, acting separately or in multinational operations, would enforce the general understanding of freedom of navigation.

This enforcement role is currently fulfilled, in part, by the US Navy’s Fifth fleet, based in Bahrain, which conducts so-called Freedom of Navigation Operations, where a warship deliberately transits without asking permission. Since the tensions that followed the US unilateral withdrawal from the 2015 nuclear agreement with Iran, the International Maritime Security Construct is also present to secure and escort merchant vessels.

However, any escort involving the US Navy seems unrealistic in the immediate aftermath of this conflict unless a solid peace settlement is reached. It could otherwise be perceived by Iran as a threat to its peace and security, reinforcing, rather than reducing, the risk of attacks on merchant vessels. In the laws of war, a merchant ship escorted by an enemy warship may be attacked as a legitimate target.2) The US operation “Project Freedom”, launched on 4 May to escort merchant vessels, was in fact swiftly suspended.

In the absence of US naval involvement, neutral powers would need to take over the task of protecting merchant vessels. France and the United Kingdom have launched an initiative to that end, gathering about 40 neutral countries with a genuine interest in freedom of navigation in the region. Once hostilities cease, a coalition force could be deployed to escort merchant vessels and even engage in demining operations.

Such an option, while potentially necessary, would nonetheless remain insufficient. These operations reduce the risks of attacks but do not fully eliminate them. They are very costly and eventually do not substantially lower transport costs for the shipping industry.

Unilateral Assertion of Sovereignty

Under the second scenario, Iran would assert its sovereignty over the Strait as a form of retaliation. It has diverted the Strait’s maritime routes into its territorial waters and conditioned passage to prior authorisation and the payment of a toll, allegedly imposed to ensure security. The change of operation was officialised with the adoption of a statute. This action, together with other Iranian statements, could indicate that Iran plans to maintain this regime after the war – an outcome that would, in effect, hold freedom of navigation in the Gulf hostage to the will of a single state.

External Hegemonic Control

The third scenario concerns the United States, which has expressed its intention to unilaterally take control over the Strait. This would be consistent with a broader US pattern such as its posture regarding the Panama channel, the Arctic maritime routes, and the proposed acquisition of Greenland. Were it to materialise, such a move would mark a new colonial era, with an external force imposing its hegemonic power over countries that would have no say. Far from stabilising the region, this would be a recipe for endless conflict.

Regional Cooperation Around a Shared Natural Commons

At first glance, the path of regional cooperation does not look promising. Existing multilateral structures are cracking under the impact of the war3), and the positions of the riparian countries are growing increasingly divergent. The current turmoil, however, underscores an inescapable truth: the Gulf’s riparian countries share the same risks and cannot act in isolation to counter them. Aware of this interdependence, they seem to be willing to maintain relations despite mutual distrust.

The geographical reality can give rise to a de facto sense of “community” that could in turn lay the foundation for a legal system of solidarity. In such a system, the Strait of Hormuz would not only be viewed as a trade route. It would be primarily a geographical feature belonging to a wider natural unity, to be regulated as such. This regulation could encompass the technical dimensions of freedom of navigation – routing schemes and navigational aides, exclusion zones, infrastructure, and pollution management – applicable in both peacetime and wartime. It could also extend beyond navigation and cover matters related to natural resources management (fisheries and minerals), climate change mitigation and other domains in which UNCLOS already encourages regional cooperation. Even imposing a toll could be discussed in such a forum, as long as it is collectively designed, for the benefit of the Gulf. The toll could, for instance, serve to internalise external costs of pollution generated by shipping, to maintain the infrastructure in the Gulf, or to help the region transition into a green economy.

This model is not new. In the early nineteenth century, a similar governance model was imposed on the Rhine River. The first international organisation of the modern era was created on the understanding that the river is not merely a trade route but a natural and indivisible entity, giving rise to a de facto “community of interest” among riparian states. Since then, riparian countries have managed matters relating to FREEDOM OF NAVIGATION collectively through a dedicated institution. Its functions are primarily technical, and riparian states participate on an equal footing in the governance structure. This institution survived three wars, including two world wars, during which member states were enemies. The Rhine navigation has greatly contributed to the prosperity of the region, which remains one of the wealthiest in Europe.

The Gulf region deserves better than a status quo ante or short-term imperialist or nationalist options, which would all fail to ensure sustainable peace and growth in the region.

In today’s world, where the main challenges requiring international action are tied to climate change, nature should occupy a more central role in international law. Governance models structured around natural entities would constitute a step in the right direction. Such models already exist and have demonstrated their effectiveness. The Persian Gulf could provide an appropriate setting in which to revive and test this approach once again.

References[+]

References
↑1 The BBNJ agreement, also referred to as the High Seas Treaty, is an implementing agreement under UNCLOS. It entered into force on 17 January 2026.
↑2 C. Green, The Contemporary Law of Armed Conflict, 2nd ed, Manchester University Press, 2000, p. 168
↑3 With the United Arab Emirate leaving the OPEC and reconsidering its implication in the Gulf Cooperation Council (GCC).

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