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Feed Titel: Transition News


Forscher bringen «Long COVID» mit einem anderen Virus in Verbindung

Das vorneweg: Weder für die angeblich neue Krankheit «COVID-19» noch für «Long COVID» gibt es spezifische Symptome. Die Diagnose erfolgt ausschließlich anhand eines für diesen Zweck ungeeigneten SARS-CoV-2-PCR-Tests. Und es gibt keinen soliden wissenschaftlichen Beweis, dass das angeblich neue Virus SARS-CoV-2 die Ursache für die neuen «Krankheiten» ist.

Was die «Long COVID»-Definition betrifft, hatte das angesehene Fachmagazin The BMJ diese bereits im Jahre 2023 als «fehlerhaft» erachtet und die Meinung geäußert, dass der Begriff vermieden werden sollte. Im Grunde haben wir es bei «Long-COVID» mit einem Phantom auf der Suche nach einer Krankheit zu tun.

Schlimmer noch: Der Begriff dient offensichtlich dazu, Schäden der «Impfungen» gegen «COVID» zu vertuschen, da sich die Symptome eben oft ähneln. Selbst das Bayerische Ärzteblatt fand im September 2024, dass «Long COVID» unter gewissen Umständen als Impfschaden betrachtet werden sollte.

Nun wird das Ganze noch bizarrer: So haben Forscher in Japan eine Studie veröffentlicht, laut der «Long COVID»-Symptome wie Müdigkeit durch ein anderes, bereits im Körper vorhandenes Virus verursacht werden. Dieses soll durch eine SARS-CoV-2-Infektion aktiviert werden.

Wie NHK World berichtet, leiden nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation etwa sechs Prozent der «COVID»-Patienten unter anhaltenden Symptomen wie Müdigkeit, Depressionen und Haarausfall.

Die japanischen Forscher entdeckten nun angeblich im Blut von etwa 70 Prozent der Patienten ein Protein namens «SITH-1», das auftritt, wenn ein im Körper ruhendes Herpesvirus aktiviert wird. Als die Forscher den SITH-1-Spiegel bei Mäusen erhöhten, zeigten die Versuchstiere aufgrund von Neurotransmittermangel eine verminderte Gehirnfunktion und entwickelten Symptome wie Müdigkeit und Depressionen.

Die Wissenschaftler kamen zu dem Schluss, dass Long-COVID-Symptome auftreten, wenn eine SARS-CoV-2-Infektion ein ruhendes Herpesvirus aktiviert, was zur Bildung des SITH-1-Proteins im Körper führt.

Die Autoren stellten fest, dass diese Symptome mit einem verminderten Acetylcholin-Spiegel – einem Neurotransmitter im Gehirn – zusammenhängen. Und sie beobachteten eine Besserung durch den Einsatz des bereits vorhandenen Medikaments Donepezil gegen Demenz.

Oka Naomi, Dozent für Virologie an der Medizinischen Fakultät der Jikei-Universität in Tokyo, der das Forschungsteam leitete, erklärte laut The Mainichi:

«Zwar gibt es derzeit keine wirksamen Behandlungsmethoden für Long COVID, doch unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass das Demenzmedikament Donepezil dazu beitragen könnte, Erschöpfung und Depressionen zu lindern. Zudem wird derzeit an der Entwicklung einer Diagnosemethode gearbeitet, mit der sich geeignete Patienten mit Anti-SITH-1-Antikörpern identifizieren lassen. Die Ergebnisse deuten auf einen Zusammenhang mit einer durch Acetylcholinmangel verursachten Gehirnentzündung hin, und derselbe Mechanismus könnte möglicherweise auch bei anderen Erkrankungen, einschließlich Depressionen, eine Rolle spielen.»

UK: 10 Milliarden Pfund für nutzlose COVID-Schutzausrüstung verschwendet

Fast zehn Milliarden Pfund – zwei Drittel der Gesamtausgaben – seien während der Corona-«Pandemie» für nutzlose Schutzausrüstung für Mitarbeiter des staatlichen Gesundheitssystems (National Health Service, NHS) verschwendet worden. Das hat die offizielle COVID-Untersuchung ergeben, wie der Daily Sceptic unter Berufung auf The Telegraph berichtet.

Die «Verschwendung von Steuergeldern war enorm», habe die Vorsitzende der Untersuchungskommission erklärt. Baroness Hallet habe auf «mehrere gravierende Mängel» bei der Beschaffung der Ausrüstung hingewiesen. Dazu gehörte gemäß Telegraph auch die Einrichtung einer «VIP- oder Prioritätsspur», die bestimmte Lieferanten bevorzugte, was nach Meinung der Baronin «eine Ungerechtigkeit im Notfallbeschaffungssystem verankerte».

Etwa zwei Drittel der 14,9 Milliarden Pfund Steuergelder (ca. 16,5 Milliarden Euro), die für persönliche Schutzausrüstung ausgegeben wurden, flossen laut den Berichten in Masken, Handschuhe und Kittel, die unangemessen und unbrauchbar waren. Durch die Versäumnisse sei das Leben von Ärzten, Krankenschwestern und anderen Mitarbeitern gefährdet worden, habe Hallet in einer Stellungnahme nach der Veröffentlichung des aktuellen Berichts kommentiert.

Laut Untersuchungskommission gebe es Hinweise auf eine Bevorzugung einiger Lieferanten, da die VIP-Spur «von Natur aus auf diejenigen mit Verbindungen zur britischen Regierung ausgerichtet» gewesen sei. Der Bericht komme zu dem Schluss, dass dies ein erhöhtes Missbrauchsrisiko dargestellt habe und sich «nie wiederholen» dürfe. Dennoch habe die Kommission «keine Beweise für Vetternwirtschaft oder Korruption seitens Ministern oder Beamten bei der Entscheidung über die Vergabe oder Ablehnung eines Auftrags gefunden».

Allerdings hätten die Vorwürfe und die mangelnde Transparenz «den Ruf der am Beschaffungsprozess während der Pandemie Beteiligten geschädigt und das Vertrauen der Öffentlichkeit untergraben», räumt der Bericht ein. Gleichzeitig ist das Kapitel zu einem bekannten Fall von VIP-Verträgen aufgrund einer «Sperrverfügung» im Zuge laufender strafrechtlicher Ermittlungen noch nicht veröffentlicht, wie der Telegraph schreibt.

Kommentar Transition News

Die britische Untersuchungskommission kratzt hier ein wenig an der Oberfläche, was den Missbrauch der Situation ab Februar 2020 zu persönlicher Bereicherung angeht. Um Sinn und Unsinn der diversen Maßnahmen geht es nicht.

Trotz des Befunds einer milliardenschweren Verschwendung von Steuermitteln wird es offenbar auch in diesem Fall keine Konsequenzen geben. Genauso wenig wie für den ehemaligen deutschen Gesundheitsminister Jens Spahn und seine Maskenbeschaffungs-Aktivitäten. Der Schaden wird mehr oder weniger anerkannt, Lippenbekenntnisse Richtung Zukunft, das ist alles.

Dennoch bleibt zu hoffen, dass sich die Justiz mehr engagiert, wie es in Spanien noch eher geschieht. Dort wurden kürzlich tatsächlich ein ehemaliger Minister und sein Assistent wegen Korruption bei der Maskenbeschaffung zu langjährigen Haftstrafen verurteilt. Es ist eine Frage des Willens.

Vom Bückbürger und anderen Ideologietypen

Der ehemalige Welt-Herausgeber Ulf Poschardt stilisiert sich gerne als punkiger Rebell und teilt gerne aus. Als Punchingball fungiert derzeit das Bürgertum. Dabei erstellt der erfahrene Journalist eine Typologie aus Sozialfiguren, die letztendlich als Pappfiguren dienen, an denen er sich abarbeitet.

Und nicht nur er! Je nach Schlagseite dürfen mal Vertreter der politischen Linken, mal der politischen Rechten draufschlagen – oder eben gegen Poschardt selbst, wenn dessen Buch sich gegen einen von ihnen selbst richtet. Der Journalist ist selbst zu einem Sozialtypus geworden, der sich als Fläche für Kulturkämpfe anbietet. Das beweisen die jüngsten Medien-Beiträge rund um Poschardts neues Buch «Bückbürgertum», dem zweiten Werk einer geplanten Trilogie.

Schoss er im Erstling «Shitbürgertum» noch gegen jene, die Etiketten wie woke und links-grün tragen, so nimmt er sich im Nachfolger der Konservativen an, also der sozialen Klasse, die früher unter den Bezeichnungen Groß- und Bildungsbürgertum firmierte. Gemeint sind Unternehmer, kirchliche Würdenträger, Intellektuelle, Politiker.

Was ist links, was ist Mitte?

Nun sind derlei Begriffe eher verwirrend, zumal der ganze Diskurs rund um Poschardt und dessen Bücher geradezu überfrachtet ist mit Etiketten und Kampfbegriffen, die so durchgenudelt sind, dass keiner mehr weiß, was sie wirklich bedeuten. Allein die Hauptthese von «Bückbürgertum» lässt grübeln: Dieses, so Poschardt, habe gegen die eigene Überzeugung jeden Unsinn links der Mitte mitgemacht.

Was «links» ist, was «Mitte» – das wissen heute nur noch die wenigsten, abgesehen von der Journalistenzunft. Das liegt vermutlich daran, dass sie selbst gerne mit solchen Etiketten hantiert. Das fängt bei Poschardt an. Er zählt sich zur Gruppe der liberal Konservativen und übt in seinem Buch also Kritik an seinesgleichen, an jenen, die bei «Shitbürgern» applaudiert und die sie ermöglicht haben.

Dazu gehören auch die Leitmedien-Rezensenten, doch die sind nicht zufrieden. Je nachdem, um welches Medium es sich handelt, bewertet man sein Werk durch die eigene ideologische Brille. Die sich selbst als linksliberal bezeichnende Süddeutsche Zeitung etwa sieht in dem Buch ein «Shitbürgertum 2.0»

Diese Auffassung teilt auch der sich als «rechtsintellektuell» wähnende Benedikt Kaiser vom Magazin Freilich, bezeichnet Poschardt aber selbst als «Stütze jenes linksliberalen Meinungskartells». Unrecht hat er damit nicht. Poschardt bediente jahrelang Mainstream-Narrative, ob es nun um die Corona-Krise oder um den Ukraine-Krieg ging.

Widerspruch zwischen Theorie und Praxis

Der Widerspruch ist nicht zu übersehen, der Widerspruch zwischen den eigenen Aussagen und der eigenen Praxis. Kaiser drückt das etwas poetischer aus: «Bückbürger», mahnt Poschardt, «die über linke Medien meckern, aber sie weiter abonnieren oder konsumieren, sind Masochisten. Was ist dann erst ein Anti-Linker, der Linken das Feld bestellt?»

Neben derlei Metaphern strotzt auch Kaisers Beitrag vor Etikettierungen, Begriffen und Attributen, von Begriffen, die Intellektualität suggerieren, aber irgendwie entkernt wirken, vor allem aber noch mehr Verwirrung stiften. Normalliberale, Linksliberale, Neoliberale und allerlei andere Ismus-Vertreter werden mit Bürgertypen vermischt und dann in irgendeine Richtung geschickt.

Im Beitrag von Sven Trautwein für den Merkur kommt auch noch der Typus des deutschen Untertanen hinzu. Bei Poschardt selbst findet man solche Zwitter wie «Bückboomer» oder «Bückintellektuelle». Ute Pappelbaum vom Portal Lesering bringt es auf den Punkt: Poschardt schaffe Begriffe, «über die gesprochen wird».

Aber eben nicht nur er, auch die Journalisten, ob nun linke, rechte oder mittige, sind Meister der Begriffsschöpfung, die auch lieber mit ihnen jonglieren, anstatt sich mit den Inhalten auseinanderzusetzen. Das geht über Poschardts Buch hinaus. Unabhängig vom Thema wird ständig mit Kampfbegriffen hantiert, selbst in den alternativen Medien, die es besser machen wollen, aber der Verführung am Ende doch erliegen.

Etiketten-Inflation

Ob nun dies- oder jenseits des Mainstreams, überall tobt der Kampf zwischen Ideologien. Dass es derer aber nicht nur zwei oder drei gibt, sondern – wenn auch mit Überschneidungen – sehr, sehr viele, beweist die Anzahl der Etiketten und Kampfbegriffe. Sie sind das Trikot, in dem die jeweiligen Vertreter auflaufen.

Der Takt, in dem das geschieht, ist ein Indiz für die kommende Inflation. Es dürften eher mehr werden als weniger, schon allein deswegen, weil es als positiv gewertet wird, über sie zu sprechen. Redestoff muss sein, und wenn es bloß einzelne, aber ausgefallene Begriffe sind.

Die Journalistenzunft darf sich freuen: Bald erscheint Poschardts letzter Trilogie-Band. Dort wird dann der «Fightbürger» vorgestellt, ein neuer Pappkamerad, der sicherlich weitere Sozial-, Ismus- und Zwitter-Typen zeugt. Über sie kann dann freilich wieder gesprochen werden.

US-Umweltschutzbehörde lässt drei neue PFAS-Pestizide zu

Die US-Umweltschutzbehörde (EPA) hat letzte Woche den Einsatz von drei neuen PFAS-Pestiziden zur Unkrautbekämpfung genehmigt. Laut CNN ist dies «stillschweigend» geschehen. Zwei weitere Pestizide mit sogenannten «ewigen Chemikalien» seien im November 2025 zugelassen worden. Damit belaufe sich die Gesamtzahl während der zweiten Amtszeit der Trump-Regierung auf fünf. Während der Amtszeit von Präsident Joe Biden habe die EPA ein neues PFAS-Pestizid genehmigt.

CNN weist auf einen Bericht vom März hin, laut dem bereits fast 40 Prozent des in Kalifornien angebauten nicht-biologischen Obsts und Gemüses Spuren von PFAS-Pestiziden enthalten. Kalifornien sei in diesem Zusammenhang von großer Bedeutung, da der Bundesstaat fast die Hälfte des Gemüses und mehr als drei Viertel des Obsts und der Nüsse liefere, die in den USA verzehrt werden.

Der Sender stellt fest: Die EPA selbst gibt an, dass Perfluoralkyl- und Polyfluoralkylsubstanzen (PFAS) mit einem erhöhten Risiko für Krebs, Fettleibigkeit, Schilddrüsenerkrankungen, hohen Cholesterinspiegel, verminderte Fruchtbarkeit, Störungen der Fortpflanzung und Entwicklung sowie Schädigungen des Immunsystems in Verbindung stehen. PFAS werden als «ewige Chemikalien» bezeichnet, da die Kohlenstoff-Fluor-Bindungen – die zu den stärksten in der Natur gehören – über Jahre, Jahrzehnte oder möglicherweise sogar Jahrhunderte hinweg in der Umwelt verbleiben.

Trotz der Ängste in der Bevölkerung und wissenschaftlicher Warnungen vor den Gefahren von PFAS für die menschliche Gesundheit habe die Regierung bereits strenge Vorschriften der Biden-Regierung zu den Grenzwerten für giftige PFAS im Trinkwasser verzögert oder zurückgenommen. Jared Hayes, leitender Politikanalyst bei der Environmental Working Group (EWG), einer gemeinnützigen Organisation, die sich für den Schutz der menschlichen Gesundheit und der Umwelt einsetzt, erklärte:

«Wir beobachten, wie die Trump-Regierung alles in ihrer Macht Stehende tut, um unsere Exposition gegenüber PFAS aufrechtzuerhalten. Leider nimmt unsere Belastung zu, statt abzunehmen. Wir beobachten, dass die Trinkwasservorschriften geändert werden. Wir sehen, dass regelmäßig neue PFAS-Pestizide zugelassen werden, und zwar viel schneller als unter der vorherigen Regierung.»

Die neuen Genehmigungen der EPA haben CNN zufolge Mitglieder der Bewegung «Make America Healthy Again» (MAHA) verärgert. Sie hätten sich ursprünglich hinter die Versprechen der Trump-Regierung gestellt, giftige Chemikalien in Lebensmitteln und Wasser zu reduzieren.

MAHA-Anhänger hätten ihre Empörung über die Ernennung von Kandidaten mit Verbindungen zur Industrie in Führungspositionen innerhalb der EPA und in wissenschaftlichen Beratungsgremien zum Ausdruck gebracht. Zwar sei der «Drehtür-Effekt» zwischen Beschäftigungsverhältnissen bei Bundesbehörden und in der Industrie ein chronisches Problem, doch Kritikern zufolge habe die Trump-Regierung dies auf ein neues Niveau gehoben.

CNN erwähnt zudem, dass die EPA im November 2025 die Definition für PFAS-Chemikalien änderte. Die ursprüngliche Definition sei von mehr als 150 führenden PFAS-Forschern, der Europäischen Union und fast der Hälfte der US-Bundesstaaten unterstützt worden. Neuerdings stufe die EPA nun nicht mehr Pestizide mit jeglicher Art von Kohlenstoff-Fluor-Bindung als potenziell toxisch ein, sondern erkläre, dass Chemikalien mit einer einzigen Kohlenstoff-Fluor-Bindung nicht mehr zu den PFAS zählten und daher «sicher» seien.

Dr. Alexandra Muñoz, eine unabhängige Toxikologin, die in Zusammenarbeit mit MAHA gegen Pestizide und Giftstoffe eintritt, gab gegenüber CNN zu bedenken, dass die Abweichung der Behörde vom globalen wissenschaftlichen Konsens bei der Definition von PFAS «den starken Einfluss der Industrie auf die Behörde und die Bereitschaft politisch ernannter Amtsträger, diesem Druck nachzugeben» widerspiegle.

CNN bat die EPA um eine Stellungnahme zu den Vorwürfen der Voreingenommenheit zugunsten der Industrie, erhielt jedoch keine Antwort. Die American Soybean Association gab ebenfalls keine Antwort, während der American Chemistry Council und das American Cleaning Institute an die EPA verwiesen.

Die EPA nannte jedoch die folgenden Gründe für die überarbeitete Definition:

«Die EPA hat ihre öffentliche Webseite zu Pestiziden, die einen fluorierten Kohlenstoff enthalten, aus einem einzigen Grund aktualisiert: um ein weitestgehend missverstandenes Thema so klar und transparent wie möglich zu gestalten. Journalisten, Interessenverbände und die Öffentlichkeit verwechseln immer wieder Verbindungen mit einem einzigen fluorierten Kohlenstoffatom mit den perfluorierten ‹Forever Chemicals›, an die die meisten Menschen denken, wenn sie von PFAS sprechen.»

Die neuen Leitlinien gehen davon aus, dass die in vielen Pestiziden verwendeten Verbindungen mit einem einzigen fluorierten Kohlenstoffatom im Gegensatz zu vielen PFAS weniger toxisch sind, sich weder im Körper noch in der Umwelt anreichern und möglicherweise sogar als risikoarm eingestuft werden können. Das ist aber laut Experten, die CNN befragt hat, nicht zutreffend.

Der Sender stellt zudem fest: Die jüngste Zulassung von drei PFAS-Pestiziden durch die EPA erfolgte nur wenige Tage, nachdem der Oberste Gerichtshof der USA eine Bürgerklage gegen Bayer, den Hersteller des seit Jahren unter dem Markennamen Roundup verkauften Herbizids Glyphosat, abgewiesen hatte. In der Klage sei geltend gemacht worden, das Unternehmen habe es versäumt, Glyphosat als mögliche Ursache für Non-Hodgkin-Lymphome offenzulegen.

Studien hätten eine starke, chronische Belastung durch Glyphosat mit einem um 41 Prozent erhöhten Risiko für Non-Hodgkin-Lymphome in Verbindung gebracht. Die EPA beharre jedoch darauf, dass die Chemikalie sicher sei, wenn sie gemäß den Anweisungen auf dem Etikett verwendet werde.

Da der Oberste Gerichtshof entschieden habe, dass Hersteller von Pestiziden und Herbiziden nicht nach einzelstaatlichem Recht wegen «unterlassener Warnung» der Öffentlichkeit vor Gesundheitsschäden verklagt werden können, wenn sie bereits ein von der EPA genehmigtes Etikett verwenden, könne das Urteil künftige Klagen gegen Pestizidhersteller einschränken, so Nathan Donley, Leiter des Bereichs Umweltgesundheitswissenschaften beim Center for Biological Diversity. Er ergänzte:

«Es ist ein nationaler Skandal, dass Trumps EPA den Einsatz gefährlicher, mit Krebs in Verbindung gebrachter PFAS-Pestizide ausweitet, nur wenige Tage nachdem der Oberste Gerichtshof das Recht der amerikanischen Bevölkerung eingeschränkt hat, Pestizidhersteller zu verklagen.»

Aufforstungsprogramm lässt Chinas Wälder rasant wachsen

Seit fast fünf Jahrzehnten verfolgt China mit dem Projekt «Große Grüne Mauer» das weltweit größte Aufforstungsprogramm. Ziel ist es, die Ausbreitung der Wüsten Gobi und Taklamakan einzudämmen und degradierte Flächen wieder zu begrünen.

Einer aktuellen Studie zufolge entwickeln sich die im Rahmen des Programms gepflanzten Bäume besonders dynamisch. Demnach nimmt ihre Blattfläche im Durchschnitt rund 66 Prozent schneller zu als die benachbarten natürlichen Wälder. Selbst wenn Alter der Bäume und regionale Wachstumsbedingungen berücksichtigt werden, liegt das Wachstum der Aufforstungsflächen noch immer um 4,6 Prozent über dem natürlicher Waldbestände.

Die Forscher führen diesen Vorsprung unter anderem darauf zurück, dass die vergleichsweise jungen Wälder stärker auf den steigenden Kohlendioxidgehalt der Atmosphäre reagieren und dadurch schneller Biomasse aufbauen.

Allerdings ist dieser Effekt zeitlich begrenzt. Den Untersuchungsergebnissen zufolge erreicht das beschleunigte Wachstum seinen Höhepunkt im Alter von etwa 30 bis 40 Jahren. Danach nimmt der Wachstumsvorteil allmählich ab.

Natürliche Wälder wachsen zwar langsamer, erfüllen jedoch eine entscheidende ökologische Funktion. Sie speichern über sehr lange Zeiträume große Mengen Kohlenstoff und bieten deutlich mehr Lebensraum für Pflanzen und Tiere. Die Autoren der Studie betonen deshalb, dass groß angelegte Aufforstungsprogramme zwar einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten können, den langfristigen Wert alter, natürlicher Wälder für Biodiversität und Kohlenstoffspeicherung jedoch nicht ersetzen.


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