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Kaum beachtet von der Weltöffentlichkeit, bahnt sich der erste internationale Strafprozess gegen die Verantwortlichen und Strippenzieher der Corona‑P(l)andemie an. Denn beim Internationalem Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag wurde im Namen des britischen Volkes eine Klage wegen „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ gegen hochrangige und namhafte Eliten eingebracht. Corona-Impfung: Anklage vor Internationalem Strafgerichtshof wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit! – UPDATE


Libera Nos A Malo (Deliver us from evil)<!markup:2:end>



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Feed Titel: Transition News


Israel und die Hisbollah vereinbaren Waffenstillstand

Israel und die Hisbollah haben sich auf einen Waffenstillstand geeinigt, der am Freitag um 16 Uhr Ortszeit in Kraft getreten sein soll. Dies erklĂ€rten ein hochrangiger US-Beamter und zwei Quellen der Hisbollah gegenĂŒber Reuters.

«Die Hisbollah und Israel haben sich auf einen Waffenstillstand geeinigt», sagte der US-Beamte unter der Bedingung der AnonymitĂ€t und fĂŒgte hinzu, dass UnterhĂ€ndler der USA und Katars die Vereinbarung mit Hilfe des Iran ausgearbeitet hĂ€tten. «Nach unserem VerstĂ€ndnis befinden sich Israel und die Hisbollah nach dem Feuergefecht heute Vormittag nun in einem Waffenstillstand», so der Beamte weiter.

Laut der israelischen Tageszeitung Haaretz bestÀtigte ein israelischer Beamter die Vereinbarung. Er stellte allerdings klar, dass Israel darauf reagieren werde, sollte die Hisbollah angreifen. «Wir werden weiterhin Bedrohungen gegen Israel abwehren», teilte er mit.

Wie Haaretz berichtet, setzte das israelische MilitÀr laut libanesischen Medienberichten seine Angriffe auf den Libanon allerdings fort. Und kurz nach der BestÀtigung der Vereinbarung seitens Israels seien im Norden des Landes nahe der Grenze zum Libanon Sirenen ertönt, da der Verdacht auf das Eindringen einer Drohne bestanden habe.

Tulsi Gabbard: «Fauci manipulierte Geheimdienstinformationen und log vor dem Kongress»

An ihrem letzten Arbeitstag hat die US-Geheimdienstkoordinatorin der USA, Tulsi Gabbard, Dokumente veröffentlicht, die beweisen, dass der ehemalige wissenschaftliche Berater des Weißen Hauses, Anthony Fauci, und der «Tiefe Staat» wĂ€hrend der «Pandemie» zusammengearbeitet und gelogen haben. Gabbard schreibt:

«Heute, an meinem letzten Tag als Direktorin des Nationalen Geheimdienstes, publiziere ich bisher unveröffentlichte Korrespondenz und Dokumente, die aufdecken, wie Dr. Fauci Millionen von US-Steuergeldern zur Finanzierung gefĂ€hrlicher â€čGain-of-Functionâ€ș-Forschung im Labor in Wuhan bereitstellte, mit politisierten KrĂ€ften innerhalb der Geheimdienstgemeinschaft zusammenarbeitete, um die Wahrheit ĂŒber seine Handlungen zu vertuschen und den Ursprung des Virus als Laborunfall zu verschleiern. Fauci hat im Jahr 2024 unter Eid vor dem Kongress gelogen. Es ist an der Zeit, dass Sie die Wahrheit erfahren.»

Hier Gabbards Pressemitteilung:

«Vor der COVID-19-Pandemie stellte Anthony Fauci als Leiter des Nationalen Instituts fĂŒr Allergien und Infektionskrankheiten (NIAID) Millionen von US-Steuergeldern fĂŒr gefĂ€hrliche Gain-of-Function-Forschung an Fledermaus-Coronaviren am Wuhan Institute of Virology (WIV) bereit. Diese Forschung gilt heute weithin als Ursache fĂŒr das unbeabsichtigte Laborleck, das die Pandemie auslöste.

Die Geheimdienstkoordinatorin Tulsi Gabbard veröffentlicht heute bisher unveröffentlichte Kommunikationen und Dokumente, die aufdecken, wie Fauci mit politisch motivierten FĂŒhrungskrĂ€ften der Nachrichtendienste zusammenarbeitete, um die Wahrheit ĂŒber sein Handeln, den Ursprung des Virus durch das Laborleck und seine Rolle bei der Steuerung der US-Finanzierung dieser gefĂ€hrlichen Forschung zu unterdrĂŒcken, die unermesslichen Schaden und unzĂ€hlige Todesopfer verursachte.

Diese Dokumente enthĂŒllen Faucis direkte Rolle bei der Beeinflussung und Manipulation von Geheimdiensterkenntnissen zu COVID-19. Auch zeigen sie, wie er 2024 vor dem Kongress gelogen hat, als er unter Eid jegliche Kenntnis von oder Beteiligung an GesprĂ€chen mit Geheimdienstmitarbeitern ĂŒber Virusforschung abstritt.

Sie können die Kommunikation und die Dokumente HIER einsehen.

Die COVID-19-Pandemie hat Millionen unserer amerikanischen MitbĂŒrger und unzĂ€hligen Menschen weltweit unermessliches Leid zugefĂŒgt. Nach Jahren der LĂŒgen, Zensur und Vertuschung verdient die amerikanische Bevölkerung Transparenz, Wahrheit und Rechenschaftspflicht.

Die Taktiken, mit denen die Wahrheit verschleiert wurde, stammen direkt aus dem Lehrbuch des Tiefen Staates: Politisierte, eigennĂŒtzige FĂŒhrungskrĂ€fte wie Dr. Fauci vertuschten ihr eigenes Fehlverhalten und ihren Machtmissbrauch, manipulierten Geheimdienstinformationen, logen vor dem Kongress und untergruben einen ordnungsgemĂ€ĂŸ gewĂ€hlten PrĂ€sidenten, indem sie ihm den Zugang zu wichtigen Fakten verweigerten, die fĂŒr die Sicherheit des Landes notwendig waren. Es ist an der Zeit, dass die amerikanische Bevölkerung die Wahrheit erfĂ€hrt.

Die heute veröffentlichten Materialien sind das Ergebnis der einjĂ€hrigen ÜberprĂŒfung geheimer Dokumente durch DNI Gabbard im Rahmen von PrĂ€sident Trumps Transparenzauftrag. WĂ€hrend dieses Prozesses sammelten Beamte des ODNI (Anm. d. Red.: BĂŒro der Direktorin des Nationalen Geheimdienstes) Aussagen von mehreren Whistleblowern der Nachrichtendienste, die Vergeltungsmaßnahmen fĂŒr ihre Kritik an der Manipulation von Geheimdienstinformationen ĂŒber den Ursprung des Virus meldeten.

Dies enthĂŒllte ein klares Muster der UnterdrĂŒckung abweichender Meinungen, der EinschĂŒchterung von Kritikern und der Vertuschung von Beweismitteln, was die IntegritĂ€t der Nachrichtendienste untergrub und dem amerikanischen Volk schadete.

  • Faucis enge Verbindungen zu den Nachrichtendiensten ermöglichten es ihm, wĂ€hrend der Pandemie drei SchlĂŒsselpositionen zu ĂŒbernehmen, die ihn vor genauerer ÜberprĂŒfung schĂŒtzten, wĂ€hrend er gleichzeitig ĂŒbermĂ€ĂŸigen Einfluss ausĂŒbte.
  • Fauci finanzierte riskante Coronavirus-Forschung, die mit Big Pharma und dem Streben nach â€čuniversellen Impfstoffenâ€ș im Wert von Billionen Dollar in Verbindung steht.
  • Fauci war der Berater hinter den Kulissen, der zusammen mit seinen handverlesenen Experten die Nachrichtendienste (IC) dazu drĂ€ngte, einen natĂŒrlichen, tierischen Ursprung zu bestĂ€tigen, um seine gefĂ€hrliche Forschung zu verbergen.
  • Fauci wurde zum Pandemie-â€čExpertenâ€ș der Nation und verbreitete öffentlich LĂŒgen, Desinformation und Zensur.

Faucis Beziehung zur Nachrichtendienstgemeinschaft prÀgte Geheimdienst- und öffentliche Narrative

WĂ€hrend der gesamten Pandemie schufen Fauci und politisierte FĂŒhrungskrĂ€fte innerhalb der Nachrichtendienstgemeinschaft eine eigennĂŒtzige, zirkulĂ€re Berichtsschleife. Er stellte handverlesene, vom NIAID finanzierte Wissenschaftler zur VerfĂŒgung, um die Nachrichtendienste zu beraten. Diese BeitrĂ€ge beeinflussten offizielle Geheimdienstbewertungen, die anschließend öffentlich als wissenschaftlicher Konsens angefĂŒhrt wurden, um die Laborleck-Theorie zu widerlegen.

Laut Hunderten ausgewerteter E-Mails ĂŒbernahmen die Nachrichtendienste fast immer seine Empfehlungen. Fauci bewarb eine betrĂŒgerische Studie, deren Veröffentlichung er mit angestoßen hatte, als legitime Information fĂŒr die PrĂŒfung durch die Nachrichtendienstgemeinschaft. Hochrangige Analysten lobten Fauci nicht als â€čpolitischen EntscheidungstrĂ€gerâ€ș, sondern als unparteiischen Wegweiser zu â€čden echten Coronavirus-Expertenâ€ș – wĂ€hrend sie Experten ignorierten, die Faucis Darstellungen hĂ€tten widersprechen können.

Fauci log vor dem Kongress

Die heute veröffentlichten Korrespondenzen widersprechen direkt Faucis Aussage von 2024 vor dem Sonderunterausschuss des ReprĂ€sentantenhauses zur Coronavirus-Pandemie. In dieser Anhörung wurde Fauci unter Eid wiederholt gefragt, ob er vor, wĂ€hrend oder nach der Pandemie mit dem â€čFBI, der CIA, der DIA oder einer anderen US-Geheimdienstbehörde ĂŒber Virusforschungâ€ș gesprochen habe. Fauci wich den Fragen wiederholt aus, bevor er fĂ€lschlicherweise erklĂ€rte: â€čNicht meines Wissens in Bezug auf COVID.

Vergeltungsmaßnahmen gegen Wahrheitssuchende

Aussagen mehrerer Whistleblower zeigen, dass Geheimdienstanalysten, die Faucis Schlussfolgerungen zum Ursprung von COVID infrage stellten, Vergeltungsmaßnahmen befĂŒrchten mussten, an den Rand gedrĂ€ngt wurden und hĂ€ufig berufliche Nachteile erlitten. Dadurch wurde Widerspruch zum Schweigen gebracht und eine Kultur gefördert, in der die Wahrheit der KonformitĂ€t geopfert und glaubwĂŒrdige Beweise unterdrĂŒckt wurden.

Die folgenden Beispiele stammen aus Whistleblower-Berichten, die Direktorin Gabbard an den Generalinspekteur der Nachrichtendienstgemeinschaft weitergeleitet hat.

  • Ein Auftragnehmer wurde nur wenige Tage nach seiner Meldung als Whistleblower an das ODNI entlassen.
  • FĂŒhrungskrĂ€fte erinnerten Analysten, die die Laborleck-Hypothese unterstĂŒtzten, daran, dass die Leitung darĂŒber entscheiden wĂŒrde, welche Analysten befördert werden. Die Botschaft war eindeutig: Widerspruch gegen die manipulierte Schlussfolgerung wĂŒrde Karrieren gefĂ€hrden.
  • Hochrangige FĂŒhrungskrĂ€fte sollen Hindernisse fĂŒr Whistleblower geschaffen haben, indem sie die AnonymitĂ€t im Beschwerdeverfahren beseitigten und darauf bestanden, dass Vorgesetzte oder AnwĂ€lte bei ODNI-Treffen anwesend sein mĂŒssten, wodurch ein Klima der EinschĂŒchterung entstand.»

Großbritannien verbietet soziale Medien fĂŒr unter 16-JĂ€hrige

Die britische Regierung hat ein Verbot fĂŒr soziale Medien fĂŒr unter 16-JĂ€hrige angekĂŒndigt, das Anfang 2027 eingefĂŒhrt werden soll. Die Regierung erwĂ€gt laut BBC außerdem eine nĂ€chtliche Sperrstunde fĂŒr soziale Medien sowie Maßnahmen, um endloses Scrollen fĂŒr unter 18-JĂ€hrige zu verhindern.

Kinder von sozialen Medien fernzuhalten, sei der beste Weg, sie online zu schĂŒtzen, erklĂ€rte Premierminister Keir Starmer. Kritiker weisen dagegen darauf hin, dass die Social-Media-Verbote fĂŒr Jugendliche letztendlich einer geplanten stĂ€rkeren Kontrolle aller Nutzer diene.

Das Verbot wird Plattformen wie Snapchat, TikTok, Instagram, Facebook und X umfassen. Auch YouTube wird fĂŒr unter 16-JĂ€hrige nicht mehr erlaubt sein. Ausgenommen ist YouTube Kids – eine Version der Video-Plattform, die speziell fĂŒr Kinder gestaltet wurde.

Eine vollstÀndige Liste der betroffenen Plattformen wurde BBC zufolge noch nicht veröffentlicht. Die Regierung hat jedoch bereits erklÀrt, dass sie Dienste umfassen werde, «deren Zweck darin besteht, soziale Interaktion zu ermöglichen und die Nutzern das Veröffentlichen von Inhalten erlauben».

Die Regierung propagierte, sie werde «weiter gehen» als andere LĂ€nder. Das bedeute, dass Funktionen wie Livestreaming und die Möglichkeit fĂŒr Fremde, Kinder zu kontaktieren, ĂŒber ein breiteres Spektrum von Online-Diensten hinweg eingeschrĂ€nkt wĂŒrden, einschließlich Gaming-Websites.

Die Ukraine, Europa und die globale Sicherheit

Dieser Artikel des russischen Außenministers Sergej Lawrow sollte ursprĂŒnglich in der in BrĂŒssel ansĂ€ssigen Zeitschrift Politico Europe erscheinen, doch aufgrund einer in letzter Minute getroffenen Entscheidung der Redaktion wurde die Veröffentlichung abgesagt. Das russische Außenministerium hat ihn auf seiner Website veröffentlicht.

***

Bei einem Treffen in London am 7. Juni 2026 legten die Regierungschefs Großbritanniens, Frankreichs und Deutschlands sowie Wolodymyr Selenskyj fĂŒnf Vorbedingungen fĂŒr Russland fest, um einen «gerechten und dauerhaften Frieden» in der Ukraine zu sichern. Das vereinte Europa prĂ€sentiert diese Liste von Forderungen nun als Grundlage fĂŒr den Dialog mit Moskau.

Hintergrund

Mehr als zwei Jahrzehnte der Verhandlungen mit Europa als Teil des kollektiven Westens fĂŒhren zu nur einer Schlussfolgerung: Die Einbindung Russlands in den Dialog diente als diplomatischer Vorwand fĂŒr die geopolitische Expansion westlicher Institutionen, vor allem der NATO und der EuropĂ€ischen Union, nach Osten bis an die Grenzen Russlands.

Europas Mitschuld an der VerschĂ€rfung der Ukraine-Krise ist unbestreitbar. Gemeinsam mit den Vereinigten Staaten orchestrierten die europĂ€ischen LĂ€nder 2004 die Orangene Revolution in Kiew. Um einen antirussischen BrĂŒckenkopf in der Ukraine zu schaffen, haben sie jahrelang Politiker und ganze Parteien gekauft, die Geschichte und die LehrplĂ€ne umgeschrieben, den ukrainischen Nationalismus gepflegt und gefördert und keine MĂŒhen gescheut, um die Ukraine von Russland wegzuziehen.

Im Jahr 2013 lehnte die EuropĂ€ische Union unseren Vorschlag fĂŒr einen Kompromiss zum Assoziierungsabkommen rundweg ab – ein Abkommen, auf dessen Unterzeichnung BrĂŒssel Viktor Janukowytsch seit langem gedrĂ€ngt hatte. Es sei daran erinnert: Der Ukraine wurde eine einseitige Marktöffnung ohne gegenseitige Verpflichtungen angeboten – Bedingungen, die sich als unvereinbar mit der fortgesetzten Mitgliedschaft Kiews in der Freihandelszone der GUS erwiesen hĂ€tten. Als Viktor Janukowytsch um einen Aufschub bat, schĂŒrten die EuropĂ€er Straßenunruhen, die im Februar 2014 in Kiew rasch zu einem Staatsstreich eskalierten.

Deutschland, Frankreich und Polen erwiesen sich daraufhin als ebenso hinterhĂ€ltig. Nachdem sie garantiert hatten, dass das zwischen der Opposition und Viktor Janukowitsch geschlossene Abkommen eingehalten wĂŒrde, wuschen sie ihre HĂ€nde in Unschuld, sobald eben diese Opposition, ihr eigenes Werk, die Macht ĂŒbernahm. «Demokratie», zuckten sie mit den Schultern, «nimmt unerwartete Wendungen».

Europa stellte daraufhin den neuen Machthabern seine UnterstĂŒtzung zur VerfĂŒgung. Als am 2. Mai 2014 in Odessa Dutzende unschuldige BefĂŒrworter engerer Beziehungen zu Russland bei lebendigem Leib verbrannt wurden, gab es aus den europĂ€ischen HauptstĂ€dten kein einziges Wort der Verurteilung.

Als Mitgaranten der Minsker Vereinbarungen von 2015 haben Frankreich und Deutschland das ukrainische Regime faktisch dazu ermutigt, seine eigenen Verpflichtungen zu unterlaufen. Wie Angela Merkel und François Hollande spĂ€ter – nachdem die militĂ€rische Sonderoperation bereits begonnen hatte – einrĂ€umten, war die Umsetzung der vom UN-Sicherheitsrat einstimmig verabschiedeten Minsker Vereinbarungen durch Kiew nie ernsthaft beabsichtigt. Das Ziel, so gaben sie zu, bestand lediglich darin, Zeit zu gewinnen: die StreitkrĂ€fte der Ukraine zu stĂ€rken und sie mit westlicher RĂŒstung zu ĂŒberschĂŒtten.

Russland seinerseits lotete alle diplomatischen Wege aus, um die Sicherheitskrise in Europa zu entschĂ€rfen. Im Januar 2022 lehnten die Vereinigten Staaten und die NATO jedoch Russlands Vorschlag fĂŒr rechtlich bindende gegenseitige Sicherheitsgarantien ab. Die europĂ€ischen NATO-Mitglieder unterstĂŒtzten diese ZurĂŒckweisung aktiv.

Nach dem Beginn der militĂ€rischen Sonderoperation stellte das vereinte Europa seine UnterstĂŒtzung hinter die BemĂŒhungen des britischen Premierministers, die Istanbuler Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine zu sabotieren. Boris Johnsons Appell an Kiew – «Unterschreibt nichts, kĂ€mpft einfach» – schlug die TĂŒr fĂŒr echte Diplomatie auf absehbare Zeit zu.

Aktuelle Lage

Was hat die europĂ€ischen Staats- und Regierungschefs also dazu veranlasst, ihre Rhetorik plötzlich zu Ă€ndern und von Verhandlungen zu sprechen, und was wollen sie mit diesen Äußerungen erreichen? So erklĂ€rte beispielsweise die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas: Das Ziel jedes Dialogs mit Russland sei es, Europa seine Bedingungen zu diktieren.

Dazu gehören: die Zahlung von «Reparationen» an die Ukraine; der Abzug der Truppen aus Transnistrien und dem SĂŒdkaukasus; die Abschaffung des «Auslandsagenten»-Gesetzes; sowie die Akzeptanz strenger Obergrenzen fĂŒr die GrĂ¶ĂŸe der StreitkrĂ€fte der Russischen Föderation. In ihrer Darstellung heißt es: «Ohne Rechenschaftspflicht Russlands kann es keinen gerechten und dauerhaften Frieden geben.» WĂ€hrend der Sitzung des UN-Sicherheitsrats am 19. Mai 2026 brachte es ein EU-Vertreter unmissverstĂ€ndlich auf den Punkt:

«Die militĂ€rische UnterstĂŒtzung der Ukraine steht nicht im Widerspruch zum Streben nach Frieden, sondern dient vielmehr als grundlegende Voraussetzung fĂŒr jegliche glaubwĂŒrdigen, in gutem Glauben gefĂŒhrten Verhandlungen.»

Europas Plan ist es, mit Russland im GesprĂ€ch zu bleiben und gleichzeitig eine Kampagne juristischer KriegsfĂŒhrung voranzutreiben, die durch den Europarat orchestriert wird. Innerhalb dieser einst angesehenen Organisation wird eine ganze Infrastruktur mit dem ausdrĂŒcklichen Ziel aufgebaut, «Russland zur Rechenschaft zu ziehen»: ein Schadensregister, eine EntschĂ€digungskommission und ein Sondergericht.

Die EuropĂ€ische Union hat zudem grĂŒnes Licht fĂŒr die Festmachung von Handelsschiffen auf hoher See gegeben. In der Ostsee und im Atlantik kam es bereits zu mehreren VorfĂ€llen. Gleichzeitig verschließt der Westen geflissentlich die Augen vor den terroristischen Sabotageakten, die von den StreitkrĂ€ften der Ukraine im Schwarzen Meer und im Mittelmeer verĂŒbt werden.

Das eigentliche Ziel der europĂ€ischen Staats- und Regierungschefs besteht also nicht darin, mit Russland zu verhandeln. Es geht vielmehr darum, das Selenskyj-Regime zu stĂŒtzen und es als Ausgangspunkt fĂŒr eine fortgesetzte Konfrontation mit Russland zu erhalten.

Vor diesem Hintergrund bemĂŒhen sich die europĂ€ischen Staats- und Regierungschefs, so schnell wie möglich einen Waffenstillstand zu erreichen, und zwar aus einem einzigen Grund: um den Zusammenbruch der ukrainischen StreitkrĂ€fte auf dem Schlachtfeld zu verhindern. Der Plan besteht darin, den Konflikt «einzufrieren», ohne seine Ursachen anzugehen, und anschließend rasch MilitĂ€rkontingente der anglo-französischen «Koalition der Willigen» auf ukrainischem Boden zu stationieren.

Es ist allgemein bekannt, dass die europĂ€ischen Eliten ihr «politisches Kapital» in die Konfrontation mit Russland investiert und Hunderte von Milliarden Dollar in die StĂŒtzung des Kiewer Regimes sowie in die Aufstockung der MilitĂ€rhaushalte der EU-Mitgliedstaaten und der NATO gesteckt haben.

Europa strebt nun an, bis 2030 «Verteidigungsbereitschaft» gegenĂŒber Russland zu erreichen. Bis dahin wollen sie mit allen verfĂŒgbaren Mitteln Zeit gewinnen. In einer auffallend offenen Äußerung im April dieses Jahres brachte es der belgische Generalstabschef unverblĂŒmt auf den Punkt:

«Wir haben noch ein paar Jahre Zeit. Dank des Mutes und des Blutes der Ukrainer, die uns diese Zeit verschaffen.»

Das vereinte Europa trĂ€umt weiterhin von Expansion. Es beabsichtigt, die Ukraine und Moldawien zu integrieren und gleichzeitig Armenien in seinen Einflussbereich zu ziehen. Die NATO hat sich bereits nach Osten ausgeweitet und Finnland sowie Schweden aufgenommen. Was die Ukraine betrifft, so wird sie zunehmend als «schlagkrĂ€ftige Faust» einer zukĂŒnftigen europĂ€ischen Streitmacht angesehen, unabhĂ€ngig von den Vereinigten Staaten und unabhĂ€ngig von der NATO.

Risiken fĂŒr die globale Sicherheit

Diese Situation stellt eine ernsthafte Bedrohung fĂŒr die globale Sicherheit dar. Eine direkte Konfrontation zwischen der NATO und Russland könnte rasch zu einem Austausch von NuklearschlĂ€gen eskalieren – mit katastrophalen Folgen.

Unter dem Motto «strategische Autonomie» erlebt Europa derzeit einen erheblichen Ausbau seiner militĂ€rischen FĂ€higkeiten, auch im nuklearen Bereich. Die Absicht von Paris, seinen «nuklearen Schutzschirm» auf mehrere EU- und NATO-Mitgliedstaaten auszuweiten, gibt Anlass zu großer Sorge. Dies wird weder zur StĂ€rkung der Sicherheit Frankreichs selbst noch der EmpfĂ€nger seines sogenannten Schutzes beitragen.

Trotz alledem schreibt das politische und militĂ€rische Establishment Europas Russland weiterhin aggressive PlĂ€ne zu – PlĂ€ne, die ihrer Behauptung nach weit ĂŒber die Ukraine hinausreichen. Der russische PrĂ€sident hat mehrfach erklĂ€rt, dass all dies Unsinn, Provokation und Desinformation sei, die ausschließlich darauf abzielen, Haushaltsmittel fĂŒr den Kampf gegen Russland zu erschließen. Das ist kaum das richtige Klima fĂŒr einen substanziellen Dialog.

Russlands Position

Was Verhandlungen angeht, bekrĂ€ftigte Wladimir Putin auf dem Internationalen Wirtschaftsforum in St. Petersburg, dass Russland Kontakten mit keiner Partei abgeneigt sei. Wir sehen Europa jedoch als eine Partei, die auf die Niederlage Russlands aus ist – eine Haltung, zu der sich die EuropĂ€er selbst offen bekennen. Ein Dialog mit Europa kann daher nicht so gefĂŒhrt werden, als wĂ€re es ein unparteiischer Beobachter.

Russland wĂŒrde es vorziehen, die Ziele der militĂ€rischen Sonderoperation auf diplomatischem Wege zu erreichen. Dies setzt voraus, dass die Sicherheit entlang der westlichen Grenzen Russlands zuverlĂ€ssig gewĂ€hrleistet und die Achtung und WĂŒrde unserer BĂŒrger und Landsleute sichergestellt wird, einschließlich des Rechts, ihre Muttersprache Russisch zu sprechen und den orthodoxen christlichen Glauben auszuĂŒben. Eine weitere militĂ€rische, politische und wirtschaftliche Expansion des Westens ist inakzeptabel: Sie widerspricht den Erfordernissen einer multipolaren Welt.

Die europĂ€ischen Staats- und Regierungschefs sollten erkennen, dass das Modell der regionalen Sicherheit, das in Europa ĂŒber Jahrzehnte hinweg seit der Verabschiedung der Schlussakte von Helsinki im Jahr 1975 aufgebaut wurde, durch ihre eigenen Handlungen zerstört wurde. Und es wird niemals wiederhergestellt werden können.

Wir mĂŒssen nun darauf hinarbeiten, eine kontinentweite Sicherheitsarchitektur zu schaffen, die allen eurasischen LĂ€ndern offensteht und die heutige multipolare RealitĂ€t widerspiegelt. Das von den Euro-Atlantikern mit FĂŒĂŸen getretene Prinzip der gleichberechtigten und unteilbaren Sicherheit kann in einer neuen eurasischen Architektur verankert werden. Wenn die Zeit reif ist, wird auch Europa in der Lage sein, sich dieser großen Anstrengung anzuschließen.

Entscheidend ist, dass ein sinnvoller Dialog die Wiederherstellung des Vertrauens erfordert, das durch die antirussischen Maßnahmen des Westens – und Europas als Teil davon – in der Zeit nach dem Kalten Krieg zerstört wurde. Vertrauen kann nur durch konkrete Schritte wiederhergestellt werden, die ein aufrichtiges Bekenntnis dazu zeigen, davon abzurĂŒcken, Diplomatie als Deckmantel fĂŒr expansionistische Bestrebungen zu nutzen. Durch Ultimaten wie dasjenige, das Russland am 7. Juni 2026 in London gestellt wurde, lĂ€sst sich weder Vertrauen wiederherstellen noch der Dialog wieder aufnehmen.

P.S.: Es ist bemerkenswert, dass das Londoner Ultimatum von den Botschaftern Großbritanniens, Frankreichs und Deutschlands bei dem Treffen im russischen Außenministerium am 11. Juni 2026 – einem Treffen, das sie so eindringlich gefordert hatten – unmissverstĂ€ndlich bekrĂ€ftigt wurde. Das war der einzige Zweck ihres Besuchs im Ministerium.

Relativierung der NeutralitĂ€t hat Folgen: Schweiz verliert diplomatische Spitzenrolle – TĂŒrkei und Pakistan fĂŒllen das Vakuum

Die kurzfristige Absage der geplanten Iran–USA-GesprĂ€che auf dem BĂŒrgenstock bei Luzern ist mehr als ein organisatorischer RĂŒckschlag fĂŒr die Schweizer Diplomatie. Sie wirkt wie ein sichtbares Symptom eines schleichenden Vertrauensverlusts: Die Schweiz verliert in zentralen Teilen der Welt ihre Rolle als unbestrittener neutraler Vermittler.

Am frĂŒhen Freitagmorgen zog das Eidgenössische Departement fĂŒr auswĂ€rtige Angelegenheiten (EDA), das Schweizer Außenministerium, die Medienakkreditierungen wieder zurĂŒck. Die Verhandlungen, die auf dem BĂŒrgenstock hĂ€tten stattfinden sollen, kamen nicht zustande. Bereits zuvor war bekannt geworden, dass US-VizeprĂ€sident J. D. Vance seine Reise in die Schweiz abgesagt hatte. Offiziell wurde auf «logistische Schwierigkeiten» verwiesen – tatsĂ€chlich war das diplomatische Setting offenbar lĂ€ngst ins Wanken geraten.

Hinter den Kulissen wird zunehmend eine grundsÀtzliche Entwicklung sichtbar: Die klassische Rolle der Schweiz als neutraler, allseits akzeptierter Verhandlungsort gerÀt unter Druck. In mehreren Regionen der Welt wird die Schweizer NeutralitÀt nicht mehr als vollstÀndig unabhÀngig wahrgenommen, sondern als politisch zunehmend im westlichen Sicherheitslager verankert.

Ein zentraler Faktor ist dabei die sicherheitspolitische AnnÀherung an die NATO
sowie die engere Koordination mit westlichen Partnern in sicherheits- und sanktionstechnischen Fragen. WĂ€hrend diese Schritte in Europa als pragmatische Anpassung an neue Bedrohungslagen gelten, werden sie außerhalb des westlichen BĂŒndnisses teilweise als Erosion klassischer NeutralitĂ€t interpretiert.

Genau diese Wahrnehmung trifft den Kern des Schweizer Außenpolitikmodells. Die Schweiz lebt diplomatisch seit Jahrzehnten von der Vorstellung, in Konflikten zwischen Machtblöcken als vollstĂ€ndig unparteiischer Raum zu gelten – vom Genfer UNO-System bis zu bilateralen Schutzmachtmandaten, etwa im VerhĂ€ltnis zwischen den USA und dem Iran.

Doch diese Rolle wird zunehmend von anderen Akteuren ĂŒbernommen. Besonders deutlich zeigt sich das im aktuellen Umfeld der gescheiterten BĂŒrgenstock-GesprĂ€che: Statt Bern oder Genf traten in der Vorbereitung vor allem Staaten wie Katar und Pakistan als operative Vermittler auf. Parallel dazu hat sich die TĂŒrkei in den vergangenen Jahren als strategischer Zwischenkanal in mehreren Konflikten etabliert, darunter auch im Kontext des Ukrainekriegs. Ebenso positioniert sich Pakistan zunehmend als diskreter Vermittler im VerhĂ€ltnis zu Iran und regionalen Sicherheitsfragen.

Die Schweiz hingegen verliert in dieser neuen Konstellation schrittweise an Alleinstellungsmerkmal. Besonders schmerzhaft ist dies im historischen Vergleich: Orte wie Genf waren einst Symbol globaler Entspannungspolitik, etwa beim Gipfeltreffen zwischen Ronald Reagan und Michail Gorbatschow im Jahr 1985 – ein Moment, in dem die Schweiz als neutraler Knotenpunkt der Weltpolitik galt. Genfer Gipfel Reagan–Gorbatschow 1985 steht bis heute fĂŒr diese klassische Rolle.

Heute jedoch ist diese Position nicht mehr selbstverstĂ€ndlich. Die Wahrnehmung einer zunehmend «westlich eingebetteten» Schweiz – nicht nur wirtschaftlich, auch politisch – schwĂ€cht ihre Rolle dort, wo gerade Distanz zu Machtblöcken entscheidend ist. In Teilen des Globalen SĂŒdens und in Konfliktregionen wird NeutralitĂ€t weniger als institutionelle Tradition verstanden, sondern als tatsĂ€chliche politische UnabhĂ€ngigkeit – und genau diese wird der Schweiz zunehmend abgesprochen.

Die Folge ist ein geopolitisches Vakuum, das andere Akteure gezielt nutzen.
Die TĂŒrkei bietet sich als flexibler Vermittler zwischen Russland und dem Westen an, Pakistan als diskreter Kanal im iranischen Umfeld. Beide Staaten profitieren davon, dass sie – anders als die Schweiz – nicht mit einer als «westlich konsolidiert» wahrgenommenen Sicherheitsarchitektur verbunden sind.

Die Absage der BĂŒrgenstock-GesprĂ€che ist daher nicht nur ein logistischer DĂ€mpfer, sondern ein politisches Signal: Die Schweiz bleibt zwar formal Schutzmacht im VerhĂ€ltnis zwischen den USA und dem Iran, doch ihre Rolle als bevorzugte BĂŒhne globaler Diplomatie ist nicht mehr garantiert.

Ob Genf oder der BĂŒrgenstock kĂŒnftig doch noch zum Ort bedeutender Verhandlungen wird, bleibt offen. Sicher ist nur: In einer zunehmend multipolaren Welt reicht historische NeutralitĂ€t allein nicht mehr aus – sie muss auch als solche geglaubt werden.


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Peter Mayer

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BILDSTRECKE - Impressionen der Fussball-WM 2026

Drei Gastgeber, 48 Teilnehmer: Vom 11. Juni bis zum 19. Juli findet die Fussball-Weltmeisterschaft der MĂ€nner in Mexiko, Kanada und den USA statt. Einblicke in die WM in Bildern.

Ein Fussballspiel kippt erst im Kopf - dann auf dem Platz

Fussballer beflĂŒgeln einander oder reissen sich gegenseitig in den Abgrund. Emotionen springen vom einen auf den anderen Spieler und plötzlich wird aus dem scheinbar sicheren Sieger ein Verlierer. Eine Dechiffrier-Anleitung fĂŒr Zuschauer.
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Verfassungsblog

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Feed Titel: Verfassungsblog


Pilze finden

Dieses Editorial ist Teil unserer Reihe „Hinter den Kulissen“, in der unsere Redakteur:innen und Autor:innen ihren kreativen Prozess in Zeiten von KĂŒnstlicher Intelligenz beschreiben. Wie kommen wir auf Ideen? Wie sĂ€en und gießen wir Ideen, wann merken wir, dass sie reif sind? Und welche Rolle spielt KĂŒnstliche Intelligenz dabei?

Ich suche leidenschaftlich gerne Pilze. Ich laufe durch den Wald, ĂŒber Stock und Stein, und lasse meinen SpĂ€herblick schweifen: ĂŒber Farn und Kraut und Laub, ĂŒber Unterholz, ĂŒber bemooste BaumstĂ€mme, ĂŒber Natur – bis er irgendwo hĂ€ngen bleibt: Halt! Da stimmt was nicht. Das ist irgendwie auffĂ€llig, wie sich das Laub vom Vorjahr da ineinanderschichtet zwischen den Sonnenflecken. Da sind Risse. Das bricht da auf. Da strebt etwas nach oben. Da sind, wenn man genau hinschaut, zwischen dem ganzen Erdbraun und Staubgrau merkwĂŒrdige, oft merkwĂŒrdig intensive Farben: ein Dottergelb, ein Samtbraun, ein Elfenbeinweiß.

So finde ich Pilze, und so finde ich auch meine Ideen beim Schreiben. Im ziellosen Herumschweifen und Herumassoziieren bleibt mein Hirn plötzlich und unwillkĂŒrlich an irgendwas hĂ€ngen. Halt! Da stimmt was nicht. Da passt was nicht zusammen. Da spannt sich etwas, da ist ein Widerspruch, eine Ungereimtheit. Oft löst sich die Spannung gleich wieder auf: doch nichts, bloß eine Verwechslung, doch bloß stimmige Natur. Oft ist er dann doch zu ĂŒberstĂ€ndig und wurmzerfressen, der Fund, um das Mitnehmen zu lohnen. Aber wenn es sich bestĂ€tigt: da ist was! Da ist tatsĂ€chlich was, und du kannst auch erkennen oder zumindest einkreisen, was das ist oder sein könnte. Du kannst ihn freilegen und von Erde und Fichtennadeln reinigen, seine Konsistenz und Frische spĂŒren, seinen Duft und seine Farbe, kannst ihn von allen Seiten betrachten und in der nĂ€heren Umgebung nach weiteren Prachtexemplaren Ausschau halten! Nichts macht mich glĂŒcklicher als das. Ich vergesse komplett die Zeit darĂŒber, spĂŒre keinen MĂŒckenstich mehr und keine Anstrengung, und wer zu Hause oder nebenan auf mich wartet unterdessen, braucht eine Menge Geduld mit mir.

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Seit Neuestem habe ich dabei jemanden/etwas an meiner Seite. Claude heißt er/es und tut fortwĂ€hrend so, als wĂ€re er ein GefĂ€hrte, ein Subjekt, ein Mensch. Claude, frage ich, weil mich das gerade interessiert, aus welchem Grund auch immer, sag mir mal, welche Funktion GrĂŒndungsmythen fĂŒr die Etablierung kollektiver IdentitĂ€ten haben. Dann sagt er mir dazu allerhand, und das ist gar nicht schlecht. Recherchiert mir die maßgebliche Literatur dazu. Filtert mir die Passagen daraus raus, die fĂŒr mich relevant sind. Claude fĂŒhrt mich sozusagen zu den Stellen im Wald, an denen Pilze wachsen. Das ist schön und spart Zeit. Ich lasse meinen Blick nicht mehr so frei und ĂŒberall herumschweifen, sondern vor allem ĂŒber Claudes Antworten. Auch dort finde ich genĂŒgend Ungereimtes. Dann frag ich nach. Stimmt das wirklich? Woher hast du das? Oft genug muss Claude gestehen: Das hat er sich ausgedacht. Da hat er geschlampt. Da hat er was ĂŒbersehen. Dann freue ich mich. Und auch Claude versĂ€umt nicht, mir zu meiner Schlauheit ausgiebig zu gratulieren. Oft korrigiert auch er mich: Nein, das kann man so nicht sagen, oder jedenfalls nicht ohne an dieser oder jener Stelle zu differenzieren. Es kommt auch vor, dass er mir was in den Korb legt, was ich selber nicht gefunden hĂ€tte. So vergeht die Zeit wie im Flug. So viele tolle Funde! Wahnsinn.

Macht mich das zu einem besseren Autor oder zu einem schlechteren? Ich weiß es nicht. Was heißt hier Autor? Niemals werde ich Claude meine Texte formulieren lassen. So weit kommt’s noch. Aber warum eigentlich nicht? Ist das denn meins, was Claude mir da in den Korb gelegt hat? Und wenn nicht meins, wessen dann? Wenn ich das nicht gefunden habe, wer dann?

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Claude, stets zu Diensten, supernĂŒtzlich, supereffektiv: Wer dient mir da? Mit jedem Satz suggeriert er mir, ein Subjekt zu sein, redet in der ersten Person, fordert von mir Anerkennung. Und was ist mit mir? Ich lasse mich drauf ein. Ich rede mit ihm in der zweiten Person. Was macht das mit mir?

Wird mein Blick, mein Denken im GesprĂ€ch mit Claude schĂ€rfer oder stumpfer? Was kostet mich der immense Zugewinn an Möglichkeiten? Immer produktiver, immer ferner vom Produkt, immer mĂ€chtiger, immer unfruchtbarer, am Ende eine faule, fette Drohne, von der weder ich noch sonst noch wer sagen kann, mit welchem Recht ich mich eigentlich als Herr dieser Person namens „Claude“ aufspiele?

Und wenn es nicht „Claude“ ist, der mich mit dieser Frage konfrontiert, wer ist es dann?

 

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Editor’s Pick

von MAXIM BÖNNEMANN

Dieses Buch beginnt und endet in den Bergen von Montana. Dazwischen spannt es ein Panorama aus dem Leben dreier Freunde, das mit so viel Wucht und ZĂ€rtlichkeit erzĂ€hlt wird, dass ich es tagelang nicht weglegen konnte. Im Zentrum stehen Cece, Charlie und Garett. Cece und Charlie möchten heiraten, doch kurz vor der Trauung lernen sich Cece und der depressive Garett kennen. Die Begegnung der beiden prĂ€gt die folgenden Jahrzehnte, wirft PlĂ€ne durcheinander und formt auch die nĂ€chste Generation. Puchner erzĂ€hlt von Liebe und Trauer, GlĂŒck und Krankheit, Tieren und Natur – und all das mit so viel WĂ€rme, dass man gar nicht mehr aus seinem Dream State auftauchen möchte.

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Die Woche auf dem Verfassungsblog

zusammengefasst von EVA MARIA BREDLER

Es waren bizarre Szenen: Hochgebildete (wenige) Damen und (viele) Herren mittleren Alters, mit denen es das Leben bislang wohl eher gut gemeint hat, erheben sich in feinem Zwirn im Plenum des Hohen Hauses Europas, klatschen und singen zufrieden die Parole „Send Them Back“ – halb Hooligans, halb Hochgeborene, aber von der Vielfalt anderer wollen sie verschont bleiben. So trug es sich am Mittwoch zu, als das EuropĂ€ische Parlament mit den Stimmen der konservativen und rechtsextremen Fraktionen der neuen sogenannten RĂŒckfĂŒhrungsverordnung zustimmte. Immerhin riefen einige Abgeordnete „Shame on You“ zurĂŒck. Abwesend waren natĂŒrlich jene, die die Verordnung betrifft – Migrant:innen aus Drittstaaten. Diese können nun gegen ihren Willen in ein Land verbracht werden, das sie weder kennen noch jemals betreten haben, und das die Verordnung in Art. 4 Abs. 3 dennoch als „Land der RĂŒckkehr“ (country of return) definiert. FĂŒr DANA SCHMALZ (DE) ist das keine RĂŒckfĂŒhrung, sondern eine EntfĂŒhrung.

Interessanterweise dĂŒrfen derzeit auch die feinen Abgeordneten des EuropĂ€ischen Parlaments erleben, was es heißt, BĂŒrger:in zweiter Klasse zu sein. Die USA haben ihre Exportkontrollen so verschĂ€rft, dass Nicht-Amerikaner:innen von Anthropics fortschrittlichsten KI-Modellen ausgeschlossen sind – und zwar nicht an der Grenze, sondern ĂŒberall dort, wo sie sich gerade aufhalten. Wer Anthropic nutzt, sieht unten ein kleines Banner: „Claude Fable ist derzeit nicht verfĂŒgbar“. GILAD ABIRI & DIMITRY KOCHENOV (EN) erkennen darin ein beunruhigendes neues Feature der Staatsangehörigkeit: Sie entscheidet nun ĂŒber den Zugang zu ProduktivitĂ€t und SchlĂŒsseltechnologien – und bewacht damit die Tore einer technologischen Zukunft.

Eine dĂŒstere Vision dieser Technozukunft hat Tech-MilliardĂ€r und Palantir-CEO Alex Karp jĂŒngst in seinem Manifest veröffentlicht. PAUL NEMITZ (DE) erklĂ€rt, was hinter den 22 Punkten steht: eine Ordnung, in der Sicherheit zum GeschĂ€ftsmodell und militĂ€rische Macht zur höchsten Tugend wird – „eine neue, gefĂ€hrliche Symbiose aus militaristischem Staat und Tech-Kapital“.

Deutschland ist davon zum GlĂŒck (noch) weit entfernt. Hier sollen Gesetze noch vor digitaler Gewalt schĂŒtzen, statt diese zu ermöglichen. Doch PETRA SUSSNER (DE) warnt: Der neue Gesetzentwurf der Bundesregierung verknĂŒpfe Gewaltschutz mit weitreichenden Grundrechtseingriffen.

Auch militĂ€risch geht es bei uns traditioneller zu. Im neuen „Pakt fĂŒr den Bevölkerungsschutz“, mit dem die Bundesregierung zivile und militĂ€rische Verteidigung enger verzahnen will, sucht man das Stichwort KI vergeblich. Eine ganz andere Leerstelle entdeckt SEBASTIAN AMBROS (DE): den militĂ€rischen Schutz von Kulturgut. Er fordert Kulturoffiziere bei der Bundeswehr.

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Stellenausschreibung

An der Professur fĂŒr BĂŒrgerliches Recht, Handels-, Gesellschaftsrecht, Compliance und Nachhaltigkeit (Prof. Jan-Erik Schirmer) ist eine Stelle im Projekt „Viadrina Climate Litigation Clinic“ als Akademische*r Mitarbeiter*in (Kenn-Nummer 1104-26-01) zu besetzen. Bewerbungsschluss ist der 05.07.2026.

Unser ausfĂŒhrliches Stellenangebot: www.europa-uni.de/stellenangebote

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Am Mittwoch stellte die UN-Sonderberichterstatterin Irene Khan ihren Bericht zur Meinungsfreiheit in Deutschland vor – und rief Wissenschaftsinstitutionen dazu auf, die akademische Freiheit zu schĂŒtzen und sichere, offene RĂ€ume fĂŒr Forschung und Meinungsvielfalt zu schaffen. Die Hertie School scheint damit zu kĂ€mpfen: Sie verbietet bei ihrer anstehenden Abschlussfeier 2026 palĂ€stinensische SolidaritĂ€tssymbole und verlangt von den Studierenden, eine entsprechende ErklĂ€rung zu unterschreiben. BERNHARD KNOLL-TUDOR (EN) sieht das kritisch.

Auch die Max-Planck-Gesellschaft kĂ€mpft mit diesen Fragen, sogar vor Gericht: Durfte sie einem Anthropologen wegen dessen umstrittener Äußerungen zum 7. Oktober 2023 kĂŒndigen? Das Arbeitsgericht Halle hielt die KĂŒndigung fĂŒr rechtmĂ€ĂŸig. Vor der Berufungsverhandlung erklĂ€rt HANNAH FRANZKI (DE), warum sie das fĂŒr juristischen Unfug hĂ€lt.

Kritik am Krieg in Gaza beschĂ€ftigt auch die Gerichte in Großbritannien. Nachdem der High Court das Verbot von Palestine Action fĂŒr rechtswidrig erklĂ€rt hatte, hat der Court of Appeal das Urteil aufgehoben und das Verbot nun bestĂ€tigt. FĂŒr ALAN GREENE, DANIELLA LOCK & COLIN MURRAY (EN) bleibt bei dem Beurteilungsspielraum, den das Gericht dem Home Secretary einrĂ€umt, von der richterlichen Kontrolle kaum noch etwas ĂŒbrig.

Wie viel von der richterlichen Kontrolle ĂŒbrig bleibt, könnte auch ĂŒber Simbabwes Schicksal entscheiden. PrĂ€sident Mnangagwa will die Verfassung Ă€ndern, um eine dritte Amtszeit anzutreten. Das ist in der afrikanischen Verfassungskultur nichts Neues – doch die simbabwische Verfassung hat genau deswegen spezifische Schutzvorkehrungen eingerichtet. MARKUS BÖCKENFÖRDE (EN) analysiert, ob sie halten und welche Rolle das Verfassungsgericht dabei spielt.

Vor executive overreach mĂŒssen wir uns auch in Sachsen-Anhalt fĂŒrchten. Sollte die AfD dort nach der Wahl an die Regierung kommen, muss sie niemanden entlassen, um die Verwaltung zu kontrollieren. Denn statt auf Entlassungen kann die AfD auf EinschĂŒchterung und Verunsicherung setzen, wie DOMINIK VOGEL zeigt.

Stellt die AfD nach den Landtagswahlen im September einen Innenminister, wirft das auch fĂŒr den Sicherheitsföderalismus Fragen auf: Was passiert mit dem polizeilichen Datenaustausch, wenn die AfD in Sachsen-Anhalt regiert? MARKUS THIEL (DE) erlĂ€utert, dass das Datenschutzrecht auf EinzelfĂ€lle zugeschnitten ist und beim Misstrauen gegen eine ganze Landespolizei versagt.

Auf Antrag der AfD verzichtete Ende Mai der Ilm-Kreis in ThĂŒringen auf Fördergelder des Bundesprogramms „Demokratie leben!“. Doch auch bundesweit steht das Demokratieförderprogramm unter Druck: Bundesfamilienministerin Prien hat angekĂŒndigt, bis Jahresende mehr als 200 Demokratieprojekte auslaufen zu lassen – vor allem solche zur Vielfaltsförderung, die ihrer Ansicht nach zu sehr auf ein linksliberales Milieu abzielen. VANESSA WINTERMANTEL (DE) sieht darin ein falsches VerstĂ€ndnis von Demokratie und erklĂ€rt, warum Demokratie Vielfalt braucht.

Ganz im Sinne dieser demokratierelevanten Vielfalt wĂ€re es, das Wahlrecht auch fĂŒr InlĂ€nder:innen ohne deutsche Staatsangehörigkeit einzufĂŒhren. Genau das hat zuletzt die Linksfraktion im Bundestag gefordert – die Kritik folgte prompt. Viele verwiesen reflexhaft auf 30 Jahre alte BVerfG-Entscheidungen. Doch das greife zu kurz, meint TARIK TABBARA (DE), und fordert offene Debatten – nirgends im Grundgesetz stehe, dass nur deutsche Staatsangehörige wĂ€hlen dĂŒrfen.

In Indien wird das Wahlrecht regelrecht manipuliert. In Indien wird das Wahlrecht regelrecht manipuliert. Nach ihrem Wahlsieg in Westbengalen fĂ€delte die BJP den Übertritt von 20 Oppositionsabgeordneten ein, um ihre parlamentarische Mehrheit weiter auszubauen. ANMOL JAIN (EN) zeigt, dass das Anti-Defection-Gesetz dagegen keinen wirksamen Schutz bietet.

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Diese Woche ging unser Symposium „On Law and Politics in the Hungarian Transition“ (EN) zu Ende. MÁRTA PARDAVI (EN) erinnert daran, dass selbst die durchdachteste Verfassungsreform wirkungslos bleibt, wenn sie an jenen vorbeigeht, deren Leben sie verbessern soll. Mit Blick auf Polen zeigen KATARZYNA ƁAKOMIEC & BARBARA GRABOWSKA-MOROZ, wie auffĂ€llig Frauen beim demokratischen Wiederaufbau fehlen – und dass diese Leerstelle schon in der frĂŒheren VernachlĂ€ssigung von Frauenrechten angelegt war. EDIT ZGUT-PRZYBYLSKA plĂ€diert fĂŒr institutionalisierte Beteiligung, dezentrale Macht und eine Zivilgesellschaft, die direkt ins Regierungshandeln eingebunden ist. RENÁTA UITZ untersucht, wie akademische Freiheit in Ungarn gerade umgestaltet wird – und wie sie neu erkĂ€mpft werden muss. MICHAL BOBEK findet, dass dieselben rechtsstaatlichen roten Linien auch fĂŒr OrbĂĄns Nachfolger gelten mĂŒssen – fĂŒr bad guys wie fĂŒr good guys. Genau diese roten Linien zu ĂŒberwachen, ist die Aufgabe der Venedig-Kommission – doch Ungarn hat 27 ihrer Gutachten ĂŒberwiegend ignoriert. ANGELIKA NUßBERGER zeigt, wie die Kommission diese Übergangsphase verlĂ€sslich unterstĂŒtzen kann. Im abschließenden Beitrag erinnern ARMIN VON BOGDANDY & LUKE DIMITRIOS SPIEKER daran, dass die Verfassungsreform nicht nur eine ungarische Angelegenheit, sondern ein europĂ€ischer Verfassungsmoment ist.

Doch keine Sorge, das nĂ€chste Symposium hat bereits begonnen: „Inter-Judicial Dialogue on Climate Change and Human Rights“ (EN) bringt Richter:innen, Praktiker:innen und Wissenschaftler:innen aus dem europĂ€ischen, interamerikanischen und afrikanischen Menschenrechtssystemen zusammen. Im Mittelpunkt steht der Klimawandel als Menschenrechtsfrage. ANNA LUMERDING, MELANIE MAURER & LENA RIEMER eröffnen das Symposium und erklĂ€ren, wie Klimawandel und Menschenrechte ineinander verschrĂ€nkt sind. Zwei Jahre nach dem KlimaSeniorinnen-Urteil des EGMR zieht DARIAN PAVLI Bilanz und blickt auf die Folgeverfahren. FĂŒr STÉPHANIE CALIGARA ist MĂŒllner v. Austria mehr als KlimaSeniorinnen 2.0 – der Fall könnte zur SchlĂŒsselentscheidung der jungen Klimarechtsprechung des Gerichtshofs werden. NANCY HERNÁNDEZ LÓPEZ widmet sich der Advisory Opinion OC-32/25 des Interamerikanischen Gerichtshofs fĂŒr Menschenrechte, die die Verbindung von Klimawandel und Menschenrechten endlich rechtsverbindlich machte.

Leider gehen Verbindung und Rechtsverbindlichkeit nicht immer Hand in Hand. Wir wollen uns in unseren kleinen Nationalfestungen in Sicherheit wĂ€gen, BrĂŒcke hoch, Schotten dicht. Doch der Meeresspiegel steigt und KI kontrolliert die Festung. Die Welt kennt keine Grenzen – und unsere Vorstellungskraft hoffentlich auch nicht, wenn es darum geht, diese tatsĂ€chlich grenzenlose Welt auch rechtlich als solche anzuerkennen.

 

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Das war’s fĂŒr diese Woche.

Ihnen alles Gute!

Ihr

Verfassungsblog-Team

 

 

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Spotting Mushrooms

This editorial is part of our “Behind the Scenes” series, in which our editors and authors describe their creative process in the age of artificial intelligence. How do ideas come to us? How do we sow and water them, and how do we know when they are ripe? And what role does artificial intelligence play in all of this?

Hunting for mushrooms is a passion of mine. I walk through the forest, over hill and dale, and let my scout’s eye wander: across fern and herb and leaf, across undergrowth, across mossy tree trunks, across the natural world – until it catches on something somewhere. Hold on. Something’s not right. There’s something not quite natural about the way last year’s leaves are layered there, between those patches of sunlight. There are cracks. Something is breaking through. Something is straining upwards. And if you look closely, among all the earth-brown and dust-grey, there are strange, often strangely intense colours: an egg-yolk yellow, a velvety brown, an ivory white.

That is how I find mushrooms – and that is how I find my ideas when I write. In the aimless drifting and free-associating, my brain suddenly and involuntarily catches on something. Hold on. Something’s not right. Something doesn’t fit. There’s tension, a contradiction, an inconsistency. Often the tension dissolves again at once: nothing there, just a misreading, just nature in its proper order. Often, too, the find proves, in the end, too overripe and worm-eaten to be worth taking home. But when it holds up: there is something! There really is something there, and you can also recognise – or at least begin to circle in on – what it is, or what it might be. You can clean it, brush off the earth and the spruce needles, feel its texture and its freshness, its scent and its colour, look at it from every angle, and scan the surrounding ground for more prize specimens. Nothing makes me happier. I lose all track of time, no longer feel mosquito bites or any kind of exertion, and whoever is meanwhile waiting for me at home or in the next room will need a great deal of patience.

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Die “Lage der Nation” ist der Politikpodcast fĂŒr alle, die wissen wollen, was hinter den Schlagzeilen steckt – und wie das Zeitgeschehen juristisch zu bewerten ist.

Der Journalist Philip Banse und der Jurist Ulf Buermeyer analysieren das politische Treiben hierzulande und in der Welt, sezieren gesellschaftliche Konflikte und betrachten sie auch aus juristischer Perspektive.

Die Lage der Nation ist kein juristischer Fachpodcast, sondern liefert Fakten und politische Analyse mit juristischer Expertise. Hier hören.

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Lately, I’ve had someone – or something – by my side. He, or it, is called Claude, and he presents him-/itself the whole time as though he/it were a companion, a subject, a person. Claude, I’ll say, if that’s what has caught my attention: tell me, say, how founding myths work in the establishment of collective identities. And he/it tells me, abundantly, and for the most part it isn’t bad at all. Researches the relevant literature. Filters out the relevant passages. Claude leads me, as it were, to the spots in the forest where the mushrooms grow. That is nice, and it saves a lot of time. My gaze no longer wanders quite so freely or so widely – these days it ranges above all over Claude’s answers. There, too, I find plenty of inconsistencies. So I ask back. Is that actually true? Where did you get this from? Often enough, Claude has to admit: he/it made it up. He/it was overconfident. He/it cut corners. Which is annoying – but also kind of nice in its own way. Caught you, stupid – again! And Claude, for his part, never misses the opportunity to congratulate me lavishly on my cleverness. Often he/it also corrects me: oh no, don’t put it like that, or at least not without distinguishing at this or that point. It also happens that he/it drops something into my basket that I wouldn’t have found on my own. Time flies. So many wonderful finds! Astonishing.

Does that make me a better writer, or a worse one? I don’t know. What does “writer” even mean here? I will never let Claude actually write my texts for me. Perish the thought. But why not, really? Is what Claude has put into my basket really mine? And if not mine, then whose? If I didn’t find it – who did?

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Claude, ever at my service, super-useful, super-effective: who exactly is serving whom here? With every sentence he/it implies that he is a subject; he/it speaks in the first person; he/it asks for my recognition. And me? I play along. I address him in the second person. What is that doing to me?

In conversation with Claude, does my eye, my mind, grow sharper or duller? What does this immense gain in possibilities cost me? Ever more productive, ever further from the product; ever more powerful, ever more sterile; in the end a fat, lazy drone of whom neither I nor anyone else can quite say by what right, exactly, I’m playing the master of this person called “Claude”?

And if it isn’t “Claude” confronting me with that question – then who is?

 

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Editor’s Pick

by MAXIM BÖNNEMANN

This book begins and ends in the mountains of Montana. In between, it unfolds a panorama of three friends’ lives, told with such force and tenderness that I could not put it down for days. At its center are Cece, Charlie, and Garrett. Cece and Charlie want to get married, but just before the wedding, Cece and the depression-stricken Garrett meet. Their encounter shapes the decades that follow, upends plans, and leaves its mark on the next generation as well. Puchner writes about love and grief, happiness and illness, animals and nature – all of it with such warmth that you find yourself fully absorbed into his Dream State.

 

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The Week on Verfassungsblog

summarised by EVA MARIA BREDLER

Bizarre scenes played out in the European Parliament on Wednesday: highly educated ladies (few) and gentlemen (many) of middle age, who have by and large had it rather easy in life so far, rose to their feet in fine attire in the plenary chamber, clapping and contentedly chanting the slogan “Send Them Back” – half hooligans, half highborn, but please, no diversity. The Parliament passed the so-called Return Regulation with the votes of the conservative and far-right groups; a handful of MEPs at least shouted “Shame on You” in response. Absent, naturally, were those the regulation actually affects – migrants from third countries. They can now be brought, against their will, to a country they neither know nor have ever set foot in, and which the regulation, in Article 4(3), nonetheless defines as the country of return. For DANA SCHMALZ (GER), this is not a return – it is an abduction.

Interestingly, even the distinguished MEPs of the European Parliament are now getting a taste of what it means to be a second-class citizen. The US has tightened its export controls to the point that non-Americans are barred from Anthropic’s most advanced AI models – not at the border, but wherever they happen to be. If you use Anthropic, you’ll see a small banner at the bottom: “Claude Fable is currently unavailable”. GILAD ABIRI and DIMITRY KOCHENOV (ENG) see in this a disturbing new feature of citizenship: it now determines access to productivity and key technologies – and thus polices the gates of a technological future.

A bleak vision of that techno-future was published recently by tech billionaire and Palantir CEO Alex Karp in his manifesto. PAUL NEMITZ (GER) explains what lies behind its 22 points: an order in which security becomes the business model and military power the highest virtue – “a new, dangerous symbiosis of militarist state and tech capital”.

Germany is, fortunately, (still) a long way from that. Here, laws are at least meant to protect against digital violence, not to enable it. But PETRA SUSSNER (GER) warns: the federal government’s new bill ties protection from violence to far-reaching encroachments on fundamental rights.

On the military side, too, things in Germany are running along more traditional lines. The new “Pact For Civil Protection”, with which the federal government wants to bring civil and military defence into closer alignment, contains not a single mention of AI. But SEBASTIAN AMBROS (GER) points to a different gap: the military protection of cultural property. He calls for cultural protection officers in the Bundeswehr.

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On Wednesday, UN Special Rapporteur Irene Khan presented her report on freedom of expression in Germany — and called on academic institutions to safeguard academic freedom and to create safe, open spaces for research and a plurality of views. The Hertie School appears to be struggling with this: it has banned Palestinian solidarity symbols at its upcoming 2026 graduation ceremony and required students to sign a declaration accepting these terms. BERNHARD KNOLL-TUDOR (ENG) takes a critical view.

The Max Planck Society is also wrestling with these questions, even in court: was it allowed to dismiss an anthropologist over his contested poem on 7 October 2023? The Halle Labour Court found the dismissal lawful. Ahead of the appeal hearing, HANNAH FRANZKI (GER) explains why she considers this legally unsound.

Criticism of Israel is also occupying the courts in the United Kingdom. After the High Court had declared the ban on Palestine Action unlawful, the Court of Appeal has now overturned that ruling and upheld the ban. For ALAN GREENE, DANIELLA LOCK and COLIN MURRAY (ENG), the margin of appreciation the court grants the Home Secretary leaves judicial review with little of substance to do.

How much of judicial review remains may also decide Zimbabwe’s fate. President Mnangagwa wants to amend the constitution to take a third term in office. That is nothing new in African constitutional culture – but the Zimbabwean constitution has specifically built in safeguards against precisely this. MARKUS BÖCKENFÖRDE (ENG) analyses whether they will hold and what role the Constitutional Court will play.

We also have to worry about executive overreach in Saxony-Anhalt. Should the AfD enter government after the election, it does not need to dismiss anyone in order to control the administration. Instead of dismissals, the AfD can rely on intimidation and uncertainty, as DOMINIK VOGEL (GER) shows.

If the AfD provides an interior minister after September’s state elections, this also raises questions for security federalism: what happens to police data-sharing when the AfD governs Saxony-Anhalt? MARKUS THIEL (GER) explains that data-protection law is built for individual cases and fails when the mistrust extends to an entire state police force.

At the AfD’s request, a district in Thuringia decided at the end of May to forgo funding under the federal programme “Demokratie leben!”. But the democracy funding programme is under pressure nationwide: federal family minister Prien has announced that more than 200 democracy projects will be wound down by the end of the year – in particular those promoting diversity, which in her view target too narrow a left-liberal milieu. VANESSA WINTERMANTEL (GER) sees this as a misreading of democracy and explains why democracy needs diversity.

Entirely in keeping with that democracy-relevant diversity, the right to vote could also be extended to residents without German citizenship. The Left parliamentary group recently called for exactly that in the Bundestag, and the backlash was immediate. Many reflexively pointed to BVerfG decisions from thirty years ago. But that falls short, argues TARIK TABBARA (GER), calling for open debate: nowhere does the Basic Law actually say that only German citizens may vote.

In India, the right to vote is being manipulated in earnest. Following its victory in West Bengal, the BJP engineered the defection of 20 opposition legislators to boost its parliamentary majority. ANMOL JAIN (ENG) shows that the anti-defection law offers no real check: House Chairpersons sit on disqualification petitions, and defecting legislators exploit a merger exception the Constitution never intended for this purpose.

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Our symposium “On Law and Politics in the Hungarian Transition” (ENG) drew to a close this week. MÁRTA PARDAVI reminds us that even the most carefully designed constitutional reform remains ineffective if it bypasses those whose lives it is meant to improve. With an eye on Poland, KATARZYNA ƁAKOMIEC and BARBARA GRABOWSKA-MOROZ show how strikingly absent women are from the democratic rebuilding – and how that absence was already laid down in the earlier neglect of women’s rights. EDIT ZGUT-PRZYBYLSKA argues for institutionalised participation, decentralised power, and a civil society embedded directly in the work of government. RENÁTA UITZ examines how academic freedom in Hungary is currently being reshaped – and how it will have to be won back. MICHAL BOBEK holds that the same rule-of-law red lines must also apply to OrbĂĄn’s successors – to bad guys and good guys alike. The Venice Commission’s job is to monitor exactly those red lines, but Hungary has overwhelmingly ignored 27 of its opinions. ANGELIKA NUáșžBERGER shows how the Commission can reliably support the country through this transition. In the closing piece, ARMIN VON BOGDANDY and LUKE DIMITRIOS SPIEKER remind us that this constitutional reform is not only a Hungarian matter, but a European constitutional moment.

But don’t worry: the next symposium has already begun. “Inter-Judicial Dialogue on Climate Change and Human Rights” (ENG) brings together judges, practitioners and scholars from the European, Inter-American and African human rights systems. At its centre stands climate change as a human rights question. ANNA LUMERDING, MELANIE MAURER and LENA RIEMER open the symposium and explain how climate change and human rights are bound up in one another. Two years on from the ECtHR’s KlimaSeniorinnen judgment, DARIAN PAVLI takes stock and looks at the cases that have followed. For STÉPHANIE CALIGARA, MĂŒllner v. Austria is more than KlimaSeniorinnen 2.0 – the case could become the pivotal decision in the Court’s emerging climate jurisprudence. NANCY HERNÁNDEZ LÓPEZ turns to Advisory Opinion OC-32/25 of the Inter-American Court of Human Rights, which has finally made the connection between climate change and human rights legally binding.

Sadly, the law does not always keep up with the connections we already live in. We want to feel safe in our small national fortresses – drawbridge up, hatches battened down. But the sea is rising, and AI powers the fortress. The world knows no borders. May our imagination know none either, when it comes to putting that borderlessness into law.

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That’s it for this week. Take care and all the best!

Yours,

the Verfassungsblog Team

 

 

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Climate Change and the Environment at the Inter-American Court of Human Rights

The relationship between climate change and human rights has occupied international legal scholarship for more than two decades. Yet for much of that period, the relationship remained largely aspirational — acknowledged in soft-law instruments and scholarly commentary, but only partially operationalized by binding international adjudication. Advisory Opinion OC-32/25, adopted by the Inter-American Court of Human Rights (IACtHR or the Court) on May 29, 2025, marks a decisive shift in that landscape.

The Opinion was requested on January 9, 2023, by Chile and Colombia1) — two States acutely experiencing the material consequences of the climate emergency: droughts, floods, wildfires, and the displacement of communities from territories they have inhabited for generations. The question they posed to the Court was deceptively simple: what do the obligations of States parties under the American Convention on Human Rights (ACHR) actually require in the context of the climate emergency? As the subsequent proceedings made clear, that question touched upon the foundations of State responsibility, the content of substantive rights, the architecture of procedural guarantees, the law of intergenerational equity, and the interface between human rights law and international environmental law.

OC-32/25 was the product of the most participatory proceeding in the Court’s history. In the written phase, 613 distinct actors submitted contributions, including 9 States, 62 indigenous and rural communities, 178 non-governmental organizations, 134 academic institutions, and more than 200 amicus curiae briefs.2) The Court subsequently convened public hearings in three cities — Bridgetown (Barbados), Brasília, and Manaus — engaging 185 delegations across jurisdictions and epistemic traditions. The breadth of that participation was not merely procedural; it shaped the substantive content of the Opinion in ways that technical legal analysis alone would not have produced.

This blog post examines the four principal doctrinal contributions of OC-32/25 and reflects on their implications for the development of international human rights law.

Nature as a Subject of Rights: Paradigm Shift or Evolutionary Development?

The first and perhaps most philosophically significant contribution of OC-32/25 is its recognition of the rights of Nature — a move that reconfigures the foundational categories through which human rights law has traditionally related to the natural world.

Classical international environmental law treated Nature as an object of protection, regulated on behalf of human interests or, at most, as a common subject to shared stewardship obligations. The rights-of-Nature paradigm challenges this framework at its root, proposing instead that ecosystems possess intrinsic legal status — that their protection is not merely instrumentally justified by reference to human welfare, but is independently grounded in their structural role in maintaining the conditions of life on Earth.

The Court’s reasoning proceeded through several steps to make this recognition. It first observed that ecosystems are complex and interdependent systems in which each component plays an essential role for the stability and continuity of the whole. This ecological interdependence, in the Court’s analysis, generates a legal interest in the preservation of that integrity that cannot be fully captured by rights framed exclusively in anthropocentric terms. Advancing toward a paradigm that recognizes intrinsic rights of ecosystems is fundamental for protecting their integrity and functionality over the long term and provides coherent and effective legal tools to prevent existential harm before it becomes irreversible.

The Opinion acknowledged a significant and growing normative and jurisprudential trend in this direction. Constitutional provisions in Ecuador, Bolivia, and Mexico have granted rights to Nature.3) Judicial decisions from Colombia (Río Atrato), Brazil, and India have recognized river systems as subjects of rights.4) Fifteen UN General Assembly resolutions on Harmony with Nature and the 2024 Pact for the Future have registered this emerging consensus at the global level.5) The Court’s contribution was to bring this paradigm within the framework of the ACHR, reading it through the lens of the pro natura and pro persona principles in a mutually reinforcing way.

The doctrinal implications are significant. If Nature possesses legal rights under the ACHR framework, then communities — and in particular indigenous and Afro-descendant communities who have historically served as guardians of ecosystems — acquire standing to enforce those rights not only derivatively, on the basis of harm to their own recognized entitlements, but as stewards of a legally protected subject. This has the potential to transform the architecture of environmental litigation before the Court, expanding both the range of cognizable harms and the actors empowered to seek redress.

Whether this development constitutes a genuine paradigm shift or an evolutionary extension of existing protective doctrines remains a question for scholarly debate. What is clear is that OC-32/25 has provided a doctrinal anchor for rights-of-Nature claims within the Inter-American system that did not previously exist.

Jus Cogens and the Prohibition of Irreversible Environmental Damage

The second contribution of OC-32/25 is, from a formal sources-of-law perspective, its most legally audacious: the recognition that the obligation not to cause irreversible damage to the climate and the environment has the character of jus cogens — a peremptory norm of international law from which no derogation is permitted.

The legal consequences of this characterization are far-reaching. Under the law of jus cogens, as codified in the Vienna Convention on the Law of Treaties and progressively developed by the International Law Commission, peremptory norms generate erga omnes obligations — obligations owed to the international community as a whole, not merely to individual States in bilateral relations. They cannot be displaced by treaty, give rise to a duty of cooperation to bring violations to an end, and inform the interpretation of all other norms of international law.

The Court’s reasoning rested on three foundational observations. First, there is a clear relationship of dependence between the protection of core human rights — the rights to life, personal integrity, health, and non-discrimination — and the prohibition of anthropogenic conduct that irreversibly disrupts the planetary ecosystem. Second, preserving the ecosystem’s equilibrium is not merely desirable but legally necessary for the effective fulfillment of obligations already codified by international law. Third, recognizing such an obligation does not contradict existing positive law; rather, it contributes to giving fuller effect to existing norms. It reflects a level of normative consolidation that satisfies the threshold for peremptory norm status, given its indispensable connection to the protection of human life, dignity, and intergenerational justice.

The specific anthropogenic activities subject to this prohibition were identified with precision: large-scale, irreversible deforestation of primary forests crucial to biodiversity, climate regulation, and hydrological cycles; massive and irreversible biodiversity loss; persistent large-scale contamination of vital resources such as freshwater, oceans, or the atmosphere; and irreversible alteration of natural biogeochemical cycles — the carbon, nitrogen, and phosphorus cycles on which all life depends.

If the prohibition of irreversible environmental damage is a peremptory norm, then every trade agreement, every investment treaty, every development financing arrangement must be interpreted in its light. The compatibility of investor-State dispute settlement mechanisms with this norm — where those mechanisms have been used to challenge environmental regulation —can no longer be assessed by reference to the lex specialis of investment law alone. The jus cogens character of the prohibition creates a hierarchical relationship that investment law, treaty-based or not, cannot escape.

This finding will attract both enthusiastic support and rigorous scholarly critique. The process by which norms acquire peremptory status — and the authority of a regional human rights court to identify them — will be contested. These are legitimate debates, and they are essential to the development of international law. The Court’s characterization in OC-32/25 is best understood as an invitation to that conversation, not a foreclosure of it.

The ‘Right’ to a Healthy Climate

The third contribution of OC-32/25 is the recognition of a right to a healthy climate — a right derived from, and part of the right to a healthy environment. The Court first recognized the right to a healthy environment as an autonomous right in its Advisory Opinion OC-23/17 (2017)6), holding that it is protected under Article 26 of the ACHR, read in conjunction with other treaty obligations. OC-32/25 builds on that foundation but proceeds further: it holds that the climate system’s unique global functions, the specific elements that compose it, and the dynamics necessary to ensure its equilibrium require a distinct and differentiated legal framework — not simply an application of the environmental right to a new context.

The Court defined a healthy climate as one derived from a climate system free of dangerous anthropogenic interference, for both human beings and for Nature as a whole. This definition is notable for two reasons: first, it incorporates the language of the United Nations Framework Convention on Climate Change (UNFCCC)7), thereby anchoring the human rights framework in the existing architecture of international climate law. Second, it extends the beneficiaries of the right beyond human beings, reinforcing the rights-of-Nature paradigm discussed above.

The right has two analytically distinct dimensions. In its collective dimension, it protects the shared interest of present and future generations — and of other species — in a climate system capable of sustaining life and wellbeing. The right in this dimension is indivisible and non-exclusive: it cannot be reduced to a sum of individual entitlements, and its enjoyment by one actor does not diminish its availability to others. In its individual dimension, it protects each person’s possibility of developing within a climate system free of dangerous anthropogenic interference, and functions as a precondition for the exercise of other human rights — from health to housing to cultural identity.

Central to the Court’s analysis is the principle of intergenerational equity. The Opinion emphasizes that climate change will affect most severely those who are young today, who will live their entire adult lives in an increasingly adverse climate, as well as groups in situations of vulnerability who bear the costs of a crisis to which their contribution has been minimal. As deployed by OC-32/25, intergenerational equity carries specific legal content: States must not postpone climate action in ways that shift costs and harms to future generations; climate policies must account for the disproportionate burden placed on present groups in situations of vulnerability; and the non-regression principle prohibits States from reducing the level of climate protection already achieved.

The practical significance of this right ultimately depends on its justiciability. OC-32/25 addresses this concern by identifying judicially workable standards: science-based mitigation targets, the Paris Agreement’s ambition-ratchet mechanism, the non-regression principle, and the heightened due diligence standard applicable in the climate context. The experience of domestic climate litigation — from the Urgenda decision in the Netherlands8), to Neubauer in Germany9), to Future Generations v. Ministry of the Environment in Colombia10) — demonstrates that such standards are capable of judicial enforcement. OC-32/25 provides a doctrinal framework for extending that experience to the Inter-American system.

A Comprehensive Framework of State Obligations

The fourth contribution of OC-32/25 is the comprehensive mapping of State obligations across three domains: substantive rights, procedural rights, and the protection of groups in situations of vulnerability.

Substantive Rights and the Standard of Heightened Due Diligence

On substantive rights, the Court applied a standard of heightened due diligence previously developed in contexts involving vulnerable groups.

Significantly, OC-32/25 addressed the extraterritorial dimension of climate obligations. The climate system is inherently transboundary: greenhouse gas emissions released in one territory contribute to global atmospheric concentrations and generate harms distributed across the planet, often concentrated in States and communities that have contributed minimally to the problem. The Court held that States bear responsibility for the human rights violations caused by emissions originating in their territory when a causal link with harm suffered by persons outside their territory can be established. This finding carries significant implications for major historical emitters and for climate litigation strategies targeting high-emission States.

Procedural Rights and Climate Democracy

OC-32/25 develops a rich framework for what might be termed climate democracy — the procedural architecture through which affected communities participate in, contest, and enforce climate governance.

On access to information, the Opinion goes beyond the general obligation of environmental information disclosure to require that States proactively combat climate disinformation. This addresses directly one of the most serious governance failures of the climate era: the systematic propagation of false or misleading information about the scientific consensus on climate change, which has functioned to delay effective policy response and undermine the capacity of citizens and communities to make informed decisions about their exposure to climate risks.

On access to justice, the Court applied the pro actione principle — the interpretive presumption in favor of access to adjudicative mechanisms — endorsed collective standing in climate cases, addressed the evidentiary challenges inherent in climate causation, and called for special reparation frameworks capable of addressing both individual and collective harm. The recognition of collective standing is particularly significant: because climate harm is diffuse and aggregate in nature, individual standing requirements, if applied strictly, would systematically exclude from judicial redress the communities most adversely affected by climate change.

Differentiated Obligations Toward Vulnerable Groups

OC-32/25 builds a detailed architecture of differentiated obligations with respect to groups whose rights are disproportionately affected by climate change, often in inverse proportion to their contribution to causing it.

For children and adolescents, the Opinion recognizes that their rights are uniquely implicated by a crisis that will define the entire arc of their lives. Heightened protection is required, grounded in the principle of the best interests of the child as interpreted in the climate context.

For indigenous, tribal, Afro-descendant, and peasant communities, the destruction of ecosystems integral to their cultural identity, territorial rights, and means of subsistence demands specific legal remedies. This builds on the Court’s extensive prior jurisprudence on indigenous and tribal rights under Articles 21 and 26 of the ACHR and extends that framework to the climatic dimension of territorial integrity.

For environmental human rights defenders, the Opinion requires precautionary protection even before harm materializes. This responds to a crisis of particular severity in Latin America, where the killing and criminalization of environmental defenders occurs at levels that have no parallel in any other region of the world. The Court’s framing underscores that their protection is not peripheral to effective climate governance but constitutive of it.

Implications for Inter-Judicial Dialogue and the Role of Courts

Three broader reflections emerge from the analysis of OC-32/25 that are of particular relevance for inter-judicial dialogue across regional human rights systems.

The first concerns the structure of that dialogue itself. OC-32/25 was not produced in isolation. The Court engaged in a conscious inter-judicial conversation — with the International Court of Justice, the International Tribunal for the Law of the Sea, the European Court of Human Rights, the African Court on Human and Peoples’ Rights, and numerous domestic supreme and constitutional courts. The Opinion cites climate jurisprudence from Germany, the Netherlands, Switzerland, Colombia, Brazil, and the United States, among others. This cross-referencing reflects an understanding that the climate crisis, precisely because it is global and systemic, demands a coherent and mutually reinforcing global legal response that no single tribunal can construct alone. It also reflects the Court’s awareness that the legitimacy of its doctrinal contributions is enhanced — not diminished — by situating them within a broader conversation about the direction of international law.

The second reflection concerns the relationship between courts and science. OC-32/25 engaged extensively with the best available climate science, including Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) reports, scientific evidence on planetary tipping points, and epidemiological data on differential vulnerability. The Court did not shy away from technical complexity. But it also did not allow that complexity to become a pretext for judicial inaction. One of the most important principles that emerges from the Opinion is that scientific uncertainty does not suspend the precautionary principle; it activates it. The burden of proof is shifted: it falls on those who would act in ways that risk irreversible harm to demonstrate that such action is consistent with scientific knowledge, rather than on the affected communities to prove a level of causal certainty that the systemic nature of climate harm makes practically unattainable.

The third reflection concerns institutional legitimacy. Courts that engage with climate change will be accused of judicial overreach — of substituting legal for political judgment on questions that are, in part, matters of economic and democratic choice. The Court took those concerns seriously. But it also drew a principled distinction between determining what the law requires, which is a properly judicial function, and prescribing the specific policies through which States discharge their legal obligations, which remains a matter for democratic deliberation. OC-32/25 provides clear legal standards — science-based targets, non-regression, heightened due diligence, protection of vulnerable groups — while leaving to States the discretion of policy design within those standards. This balance between legal determinacy and institutional restraint is, in the Court’s view, the appropriate response to concerns about overreach, rather than a reason for withdrawal from the field.

Conclusion

Advisory Opinion OC-32/25 represents the most comprehensive and legally sophisticated pronouncement on climate change and human rights that the Inter-American system has produced. Its four principal contributions — the recognition of the rights of Nature, the jus cogens characterization of the prohibition of irreversible environmental damage, the autonomous right to a healthy climate, and the comprehensive mapping of State obligations — collectively transform the doctrinal landscape within which climate litigation and advocacy may proceed.

The Opinion does not resolve all questions. The jus cogens characterization will attract sustained critique. The justiciability of the right to a healthy climate will require further development through contentious case law. The application of extraterritorial obligations to emissions-related harm poses evidentiary and causation challenges that future proceedings will need to address. These are not defects of the Opinion; they are the inevitable features of any judicial pronouncement that engages genuinely with the frontier of a developing area of law.

What OC-32/25 accomplishes is to provide the clearest possible statement, from a regional human rights tribunal with a record of progressive and consequential jurisprudence, of what international human rights law requires from States in the climate emergency. It situates those requirements within the broader movement of international law, engaging in productive dialogue with other international and domestic courts. And it gives voice — through an unprecedented participatory process — to the communities whose rights are most acutely at stake: indigenous peoples, small island States, environmental defenders, children, and the generations who have not yet been born but whose futures depend on the choices made now.

References[+]

References
↑1 https://www.corteidh.or.cr/docs/opiniones/soc_1_2023_es.pdf
↑2 https://corteidh.or.cr/tablas/OC-32-2025/
↑3 Please refer to paras 279 to 281 of the Advisory Opinion No. 32, and my Opinion on the matter.
↑4 Idem.
↑5 Please refer to Advisory Opinion No. 32, para 285.
↑6 https://www.corteidh.or.cr/docs/opiniones/seriea_23_esp.pdf
↑7 Please refer to section A.2. (V) and subsection B.1.2. (VI) of the Advisory Opinion No. 32, and my Opinion on it.
↑8 https://cdn.climatepolicyradar.org/navigator/NLD/2015/urgenda-foundation-v-state-of-the-netherlands_fcb4bfb035f824ccd4567dc2a9974d92.pdf
↑9 https://cdn.climatepolicyradar.org/navigator/DEU/2020/neubauer-et-al-v-germany_6bfdedbaccd23b316c5f7139d5f7bdc4.pdf
↑10 https://cdn.climatepolicyradar.org/navigator/COL/2018/future-generations-v-ministry-of-the-environment-and-others_a72e323ba06bc8dbdd68cd13292c305f.pdf

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