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Corona Transition

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Feed Titel: Transition News


Kriegsvorbereitung: NATO baut Lager für russische Kriegsgefangene auf

Bei der Übung «Fighter Lion» bereitet sich die niederländische Armee derzeit auf einen möglichen Krieg gegen Russland vor. Den ganzen Monat Juni lang wird laut einem Bericht der Zeitung Het Financieele Dagblad geübt, Truppen nach Osten zu verlegen, die zu versorgen – und auch, russische Kriegsgefangene in Lagern unterzubringen.

Der Zeitung zufolge sind an dem Manöver rund 7.000 Soldaten beteiligt, die auch an Standorten in Deutschland trainieren. Es handelt sich demnach um die größte Übung der niederländischen Landstreitkräfte seit mindestens 20 Jahren. Dabei wird laut dem Blatt zum ersten Mal seit 30 Jahren wieder die Aufnahme von Kriegsgefangenen in einem Lager geübt.

Die beteiligten Truppen bereiten sich auf einen «Konflikt mit Russland» vor, heißt es. Die Übung wird von der Zeitung mit der «rapide» zunehmenden russischen Bedrohung begründet. Diese würde laut Geheimdiensten «in den kommenden Jahren zu einem bewaffneten Konflikt zwischen Russland und der NATO führen».

Und so trainieren die niederländischen Soldaten auch, russische Kriegsgefangene in Lagern unterzubringen – weit entfernt von der potenziellen Front im Baltikum und gemeinsam mit niederländischen Unternehmen. Die müssen der Armee unter die Arme greifen, weil nach dem Ende des Kalten Krieges vieles eingespart worden sei. Und so helfen Firmen, die sonst bei Festivals Zelte und Toiletten aufbauen, ein Lager für Kriegsgefangene nach den Vorgaben der Genfer Konvention über deren menschenwürdige Behandlung vorzubereiten.

Für diese Aufgabe haben sich die Unternehmen sogar in einem Verbund aus dreißig niederländischen Unternehmen zusammengeschlossen, der Infra Capacity Alliance (ICA), berichtet die Zeitung. Und sie suchen nach «kreativen Lösungen für das Lager für zweitausend Kriegsgefangene im niederländischen Marnehuizen», wird ein erfreuter Militär zitiert.

Der Bericht zeigt, wie weit die Vorbereitungen auf einen Krieg gegen Russland gehen, der von den westlichen Regierungen herbeigeredet und provoziert wird. Die mit ihnen verbundenen Medien scheinen ihn kaum erwarten zu können und helfen, die Gesellschaft «kriegstüchtig» zu machen.

Auch in Deutschland werden bereits Lager für russische Kriegsgefangene geplant und vorbereitet. Das wurde zwar in einer öffentlichen Veranstaltung im Mai bekannt, aber noch nicht medial begleitet. Laut einer Meldung des Onlinemagazins Multipolar rechnet die Bundeswehr im Kriegsfall mit mehreren tausend russischen Kriegsgefangenen und plant deren Haft in Deutschland.

Das Magazin beruft sich auf Aussagen des Kommandeurs des Landeskommandos Hamburg, Kurt Leonards, am 13. Mai auf dem «Interdisziplinären Symposium zu Krieg und Frieden auf See» der Reederei Hapag-Lloyd. In einem von einem der Teilnehmer aufgenommenen kurzen Audio- und Videomitschnitt des Vortrags beschreibe der Marineoffizier, wie «Tausende von Kriegsgefangenen» zunächst in Deutschland und dann in Europa verteilt werden müssten.

Auch in dem Fall sind zivile Unternehmen beteiligt: Die Veranstaltung fand in der Kühne Logistics University des Logistik-Unternehmens Kühne + Nagel in Hamburg statt. Auch bei einer Veranstaltung des norddeutschen Unternehmensverbands AGA Anfang Juni sprach Leonards über mögliche Kriegsgefangene. Auch in Deutschland werde die Verlegung von Truppen an die potenzielle Front im Baltikum vorbereitet, so Multipolar.

In der Meldung macht das Magazin darauf aufmerksam, dass es keinerlei Belege für eine wachsende russische Bedrohung gebe. Doch mit dieser wird von den niederländischen und deutschen sowie anderen NATO-Militärs die eigene Kriegsvorbereitung begründet, einschließlich des Aufbaus von Kriegsgefangenenlagern. In drei Jahren soll der Krieg gegen Russland beginnen, erklärte der bundesdeutsche «Verteidigungsminister» Boris Pistorius (SPD) wieder im Mai, und seine westlichen Kollegen stimmten ihm Medienberichten zufolge zu.

«KI wird Menschen bei der Arbeit unterstützen, anstatt Arbeitsplätze zu ersetzen»

Jahrelang klang die Botschaft aus dem Silicon Valley wie eine Mischung aus Zukunftsvision und Drohung: Künstliche Intelligenz (KI) werde die meisten menschlichen Jobs überflüssig machen. Millionen Menschen würden ihre Arbeit verlieren, während KI-Konzerne die Produktivität der Weltwirtschaft übernehmen würden. Als Trostpflaster kursierte die Idee eines bedingungslosen Grundeinkommens.

Heute hört man von denselben Akteuren plötzlich etwas ganz anderes. OpenAI, Anthropic und andere KI-Schwergewichte sprechen nun bevorzugt von «Assistenzsystemen», «Produktivitätssteigerungen» und der Zusammenarbeit von Mensch und Maschine. Die KI soll nicht mehr ersetzen, sondern unterstützen. Nicht vernichten, sondern befähigen.

Der abrupte Kurswechsel wirft Fragen auf

Der US-Journalist Zach Laidlaw formuliert die sich aufdrängenden Fragen in einem Kommentar für The Blaze besonders scharf (siehe hier):

«Warum sollten die KI-Chefs, die einst die Vorherrschaft am Arbeitsplatz planten, plötzlich von ihren gierigen Ambitionen abrücken? Haben sie sich plötzlich daran erinnert, dass die Menschheit irgendwie weiterleben muss, nachdem alle Jobs verschwunden sind? Dass ihre Unternehmen Geld verlieren werden, wenn es keine Konsumenten mehr gibt, die Produkte und Dienstleistungen kaufen? Dass es schlicht böse ist, Menschen durch eine feindliche Übernahme der gesamten Wirtschaft in die Arbeitslosigkeit zu treiben?»

Laidlaw glaubt nicht an eine plötzliche moralische Erweckung. Stattdessen verweist er auf eine Entwicklung, die den eigentlichen Hintergrund der Kehrtwende erklären könnte:

«Die öffentliche Stimmung gegenüber KI ist auf einem historischen Tiefpunkt und sinkt weiter. Vielleicht ist das der Grund. Oder vielleicht gibt es Kräfte, die ihnen schlicht keine andere Wahl lassen.»

Genau diese Frage ist interessant: Was zwingt die KI-Elite plötzlich zum Umdenken?

Die Realität ist weniger beeindruckend als die Werbeprospekte

Ein erster Grund liegt in der Praxis. Während die Branche jahrelang eine Revolution des Arbeitsmarktes versprach, liefern viele reale Anwendungen bislang erstaunlich bescheidene Ergebnisse.

Laut einer von The Blaze zitierten Gartner-Studie erzielten rund 80 Prozent der Unternehmen, die Mitarbeiter durch KI ersetzt haben, keine besseren Resultate. Die größten Produktivitätsgewinne verzeichneten stattdessen Firmen, die KI als Werkzeug für bestehende Mitarbeiter einführten. Die Botschaft ist unerquicklich für die Branche: Der Mensch erweist sich als deutlich schwerer ersetzbar als erwartet.

Auch prominente Fehlschläge häufen sich. Starbucks stellte im Frühjahr sein KI-gestütztes Inventarsystem wieder ein. Mitarbeiter begrüßten dessen Abschaffung ausdrücklich. Die Idee sei interessant gewesen, die Umsetzung habe jedoch nicht funktioniert.

Meta wiederum musste erfahren, dass KI menschliches Urteilsvermögen nicht automatisch ersetzt. Nachdem Hacker den KI-Kundendienst des Konzerns manipulierten und Zugriff auf prominente Instagram-Konten erhielten, wurde aus dem Automatisierungstraum ein PR-Desaster. Die Realität sieht also deutlich weniger revolutionär aus als die Präsentationen der KI-Unternehmen.

Die Börse braucht Hoffnung statt Weltuntergang

Noch wichtiger dürfte jedoch das Geld sein. «Follow the money», könnte man auch hier sagen. OpenAI und Anthropic stehen vor entscheidenden Finanzierungsphasen. Beide Unternehmen verschlingen weiterhin Milliardenbeträge und schreiben bislang keine nachhaltigen Gewinne.

Erschwerend kommt hinzu, dass Florida OpenAI und dessen CEO Sam Altman verklagt hat. Der Vorwurf: ChatGPT fördere Gewalt, Suizidgedanken und Sucht bei Jugendlichen (wir berichteten).

Für Investoren ergibt sich daraus ein Problem: Wer soll die Produkte und Dienstleistungen der Zukunft kaufen, wenn die eigene Technologie tatsächlich Millionen Menschen arbeitslos macht? Genau deshalb wirkt die neue Rhetorik wie eine strategische Notwendigkeit. Eine Firma, die verspricht, die Wirtschaft produktiver zu machen, verkauft sich besser als eine Firma, die offen vom Ende menschlicher Arbeit spricht.

Die dystopische Job-Apokalypse war möglicherweise gutes Marketing für die erste Wachstumsphase. Für Börsengänge und Massenakzeptanz könnte sie sich nun als Belastung erweisen.

Die Bevölkerung macht nicht mehr mit

Damit sind wir bei jenem Faktor, den Laidlaw vermutlich meint, wenn er von Kräften spricht, die den KI-Konzernen «keine andere Wahl lassen». Die öffentliche Stimmung hat sich gedreht. Noch vor wenigen Jahren wurde KI überwiegend als faszinierende Zukunftstechnologie wahrgenommen. Inzwischen dominiert Skepsis. In den USA wurden zuletzt Universitätsredner ausgebuht, sobald sie KI als Heilsversprechen anpriesen. Gerade junge Menschen sehen die Technologie zunehmend als Bedrohung ihrer beruflichen Zukunft.

Das überrascht kaum. Einstiegspositionen gehören zu den Tätigkeiten, die sich besonders leicht automatisieren lassen. Ausgerechnet jene Generation, die später die Produkte und Dienste der KI-Konzerne kaufen soll, fürchtet inzwischen um ihre wirtschaftliche Perspektive. Die öffentliche Akzeptanz schwindet also genau in dem Moment, in dem die Branche auf breite gesellschaftliche Unterstützung angewiesen ist.

Mit anderen Worten: Nicht Moral zwingt die KI-Unternehmen zur Mäßigung, sondern die Aussicht auf politischen Widerstand, regulatorische Eingriffe und sinkende gesellschaftliche Akzeptanz.

Selbst Jeff Bezos widerspricht inzwischen den Untergangspropheten

Wie weit die neue Erzählung inzwischen reicht, zeigt eine aktuelle Aussage von Amazon-Gründer Jeff Bezos, dessen KI-Start-up Prometheus eine Finanzierungsrunde über zwölf Milliarden USD zu einer Bewertung von 41 Milliarden USD bekannt gab. In einem Interview widerspricht er ausdrücklich den Prognosen, wonach KI zwangsläufig zu Massenarbeitslosigkeit führen werde. Stattdessen werde die Technologie die Produktivität und den Lebensstandard erhöhen. Bezos sagt:

«Künstliche Intelligenz wird die Menschen bei der Arbeit unterstützen, anstatt Arbeitsplätze zu ersetzen.»

Damit reiht sich Bezos in eine wachsende Zahl von Tech-Größen ein, die heute auffällig anders klingen als noch vor wenigen Jahren. Die Botschaft lautet nicht mehr: «Die Maschinen übernehmen eure Jobs.» Die Botschaft lautet nun: «Die Maschinen werden euch helfen.»

Ob sich tatsächlich die Technologie verändert hat oder lediglich die Kommunikationsstrategie, bleibt eine offene Frage.

Die unbequeme Wahrheit hinter der KI-Revolution

Hinzu kommt ein Aspekt, der in der öffentlichen Debatte oft übersehen wird und auf den wir hier eingehen. So entsteht offenbar derzeit eine Realität, die kaum zum Bild der autonomen Superintelligenz passt: Während die Öffentlichkeit über allwissende Maschinen diskutiert, arbeiten im Hintergrund hunderttausende Menschen für Niedriglöhne daran, diese Systeme überhaupt funktionsfähig zu halten. Sie markieren Daten, korrigieren Fehler, prüfen Inhalte und trainieren die Modelle. Die angeblich selbstständige KI basiert somit auf einer weitgehend unsichtbaren menschlichen Arbeitsarmee.

Die Vision der vollautomatisierten Zukunft bekommt dadurch einen unangenehmen Beigeschmack. Die Maschinen ersetzen den Menschen nicht vollständig – sie verlagern menschliche Arbeit häufig lediglich an Orte, an denen sie kaum jemand wahrnimmt.

Die eigentliche Kehrtwende

Vielleicht erleben wir deshalb derzeit weniger eine technologische als eine kommunikative Revolution. Die KI-Konzerne haben erkannt, dass die Geschichte vom Ende der Arbeit zwar Aufmerksamkeit erzeugt, aber zugleich Investoren verunsichert, Politiker alarmiert und potenzielle Kunden gegen sie aufbringt.

Also wird die Geschichte neu geschrieben. Gestern hieß es: «Die KI wird euch ersetzen.» Heute heißt es: «Die KI wird euch produktiver machen.» Die Technologie hat sich in den vergangenen Monaten nicht grundlegend verändert. Verändert hat sich vielmehr die Erkenntnis, dass eine Bevölkerung, die um ihre wirtschaftliche Zukunft fürchtet, kaum bereit sein wird, die nächste Stufe der KI-Revolution begeistert zu finanzieren.

Die eigentliche Frage lautet daher nicht mehr, ob KI alle Jobs vernichtet. Die spannendere Frage ist, ob die Tech-Elite ihre eigenen Prognosen nicht deshalb zurücknimmt, weil sie erkennt, dass eine Wirtschaft ohne Arbeitnehmer vielleicht ebenso wenig funktioniert wie eine Demokratie ohne Bürger.

Die Tabakstrategie im Kühlregal: Wie Suchtmarketing Kindersnacks erfolgreich machte

Viele Menschen greifen regelmäßig zu sogenanntem ultra-processed food (UPF), also zu ultra-verarbeiteten «Lebens»-Mitteln wie Chips, Fertiggerichten oder bunten Snack-Boxen – und fragen sich später, warum sie damit nicht aufhören können. Die Antwort liegt zum Teil in systematisch angewandten Methoden der Tabakindustrie. Als Philip Morris in den 1980er Jahren General Foods und später Kraft übernahm, übertrug das Unternehmen seine jahrzehntelange Expertise aus der Suchtforschung direkt auf die Lebensmittelentwicklung.

In einer Fallstudie von Laura A. Schmidt von der University of California, San Francisco, kürzlich veröffentlicht im American Journal of Public Health, wird anhand interner Dokumente aufgezeigt, wie das konkret umgesetzt wurde – am Beispiel von Lunchables.

Dabei handelt es sich um abgepackte Snack-Boxen, die in den USA vor allem als Pausenbrot-Ersatz für Kinder sehr beliebt sind. Sie bestehen aus kleinen Fächern, in denen ultra-verarbeitete «Lebens»-Mittel wie Cracker oder Minipizzateige, Wurst, Käse und oft auch eine kleine Süßigkeit oder ein Getränk getrennt voneinander verpackt sind. So können die Snacks von den Kindern selbst zusammengebaut werden.

Das Problem: Sie sind nicht nur «ultra-processed», sondern auch hyper-palatabel (extrem lecker durch optimierte Fett-Zucker-Salz-Kombination), wodurch Kinder mehr als nötig essen und lernen, stark verarbeitete Produkte zu bevorzugen.

Lunchables kamen 1988 in den USA auf den Markt. Zuvor gab es Testmärkte (unter anderem in Seattle). Der landesweite Rollout erfolgte durch Oscar Mayer (damals bereits Teil von Philip Morris/Kraft). Das Produkt war eine direkte Antwort auf die gesellschaftlichen Veränderungen der 1980er: mehr berufstätige Mütter, Zeitmangel und der Wunsch nach praktischem, kindgerechtem Essen.

Philip Morris nutzte hier nicht einfach nur Rezepte, sondern ein ganzes «Consumer-Driven Product Development»-System, das ursprünglich für Zigaretten optimiert worden war, wie etwa die Washington Post berichtete (siehe auch hier). Kern war die systematische Erforschung tiefsitzender Verbraucherbedürfnisse durch Fokusgruppen, sensorische Tests und psychologische Analysen.

Ein interner Experte namens Bible brachte die Übertragbarkeit auf den Punkt:

«Zigaretten haben vielleicht nicht viel mit Käse, Bier oder Mayonnaise zu tun. Aber Testmethoden, die eine Bedürfnispyramide aufdecken, könnten durchaus auch auf die andere anwendbar sein. Wir erzeugen keine Nachfrage. Wir decken sie auf. Wir suchen danach. Wir graben, bis wir sie finden.»

Konkret bedeutete das:

  • Emotionale und spielerische Gestaltung: Mit den Lunchables wurde bewusst die Grenze zwischen Essen und Spielzeug verwischt. Kinder sollten Cracker, Wurst und Käse stapeln, damit spielen und erst dann essen. So wurde das Produkt nicht nur nahrhaft, sondern unterhaltsam und belohnend – eine schnelle sensorische und emotionale Befriedigung.
  • Elternansprache und Entlastung: Fokusgruppen zeigten, dass Mütter die Box als «einfach zu packendes, einfach zuzubereitendes und schnell zubereitetes Mittagessen» wahrnahmen – und sogar als «besser als Junkfood». Die Verpackung war dabei entscheidend: Sichtfenster aus Kunststoff ließen die bekannten Marken Oscar Mayer und Kraft erkennen und vermittelten Sicherheit. Die leuchtend gelbe Schachtel war bewusst als Geschenk gestaltet. Wie der leitende Designer erklärte:

    «Die Schachtel war als Geschenk gedacht, als etwas Kostbares, um die Besonderheit des Produkts hervorzuheben.»

  • Hedonic Engineering: Die gleichen Prinzipien des «Geschmacks-Engineerings» und der Optimierung von Belohnungsreizen (früher für Nikotin dosiert) kamen bei Fett-, Zucker- und Salzkombinationen zum Einsatz. Ziel war maximale sensorische Attraktivität, kombiniert mit Bequemlichkeit und dem Gefühl von Autonomie für das Kind.

Das Ergebnis: Ein Produkt, das nicht nur praktisch war, sondern emotional und verhaltensmäßig stark ansprach – und sich schwer absetzen ließ. Lunchables wurden zum Millionen-Bestseller.

Diese systematisch optimierten ultraverarbeiteten Produkte haben messbare gesundheitliche Auswirkungen. Eine große US-Studie mit 6.693 Erstgebärenden zeigt: Frauen, die rund um die Empfängnis und während der Schwangerschaft einen hohen Anteil an hochverarbeiteten «Lebens»-Mitteln (durchschnittlich 51,3 Prozent der Energieaufnahme) konsumierten, hatten ein deutlich erhöhtes Risiko. Pro zusätzliche zehn Prozent UPF-Energie stieg die Wahrscheinlichkeit für Frühgeburten um elf Prozent und für Schwangerschafts-Hochdruck um fünf Prozent.

Zudem traten mehr fetale und neonatale Todesfälle sowie zu leichte Babys («small for gestational age») auf – besonders bei schwarzen Frauen und sozial benachteiligten Gruppen (wir berichteten).

Die direkte Tabak-Übertragung wie bei Lunchables war vor allem ein US-Phänomen. Dennoch nutzen globale Konzerne wie Kraft Heinz und Mondelēz weltweit dieselben Methoden: Hedonic Engineering, optimierte Fett-Zucker-Salz-Mischungen und psychologisch gestaltete Verpackungen, die bewusst die Grenze zwischen Essen und Spielzeug verwischen.

In Deutschland gibt es direkte Äquivalente wie die Gutfried Junior Snack-Box, die ähnlich bunt, spielerisch und praktisch vermarktet werden. Die Techniken der emotionalen Ansprache von Kindern und Eltern sind hier genauso verbreitet.

Auch in der Schweiz sind solche «Designed for Kids»-Produkte alltäglich und folgen denselben industriellen Optimierungsprinzipien wie in Deutschland oder den USA. Ein Beispiel: Bell Paw Patrol Salami Sticks. Dieses Produkt kombiniert die Nachteile von ultraverarbeitetem Fleisch mit Nitritpökelsalz, Gewürzen, Maltodextrin, Glucose und weiteren Zusatzstoffen mit aggressivem Kindermarketing.

Es ist ein klassisches Beispiel für die in der Lunchables-Diskussion kritisierten Strategien. Solche Produkte findet man bei Coop und Migros im Kühlregal. Gelegentlich ist es kein Drama, aber als regelmäßiger Pausensnack eher ungünstig.

«Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch» – Anthologie über die Herausforderungen der Zeit

Der Kulturkreis Pankow in Berlin ist zu einer festen Institution geworden. Seitdem sich der Verein während der Corona-Zeit in Reaktion auf die gesellschaftspolitischen Umbrüche gegründet hat, organisiert er unermüdlich Veranstaltungen, bei denen alternative Ansichten zum Mainstream zur Sprache kommen.

Einerseits betreten unangepasste Künstler die Bühne: Musiker, Literaten oder Kabarettisten mit kritischem Geist. Andererseits erheben Referenten aus den verschiedensten Disziplinen die Stimme, um bei brisanten Themen der Zeit einen Perspektivwechsel zu vollziehen.

«Denkraum» heißt diese Reihe. Der Titel ist Programm. Mit dieser Veranstaltungsreihe will der Kulturkreis Pankow Impulse setzen, er will zum Austausch anregen und die Debatte aus der digitalen Welt in den analogen Raum zurückholen.

In den letzten Jahren ist das fabelhaft gelungen. Namhafte Vertreter aus Publizistik, Wissenschaft, Medizin und Justiz haben zahlreiche Vorträge gehalten, die es aufgrund ihres aufklärerischen Inhalts wert sind, festgehalten zu werden. Der Kulturkreis Pankow tut das auch, er lässt einige von ihnen verschriftlichen und veröffentlicht sie gebündelt in Anthologien.

In Anlehnung an Hölderlin

Im vergangenen Jahr erschien die erste Anthologie unter dem Titel «Damit der Mensch ein Mensch ist». Nun hat der Verein den zweiten Band vorgelegt, mit Beiträgen von Florian Warweg, Karin Leukefeld, Michael Andrick und Gabriele Gysi. Beschäftigte sich der Erstling noch mit der Frage, ob das aktuelle System eine gute Wahl für ein faires und gerechtes menschliches Miteinander darstellt, konzentriert sich die aktuelle Anthologie auf Perspektiven, die aus dem gesellschaftspolitischen Durcheinander führen.

Die Welt sei von Großkonflikten und Umbrüchen geprägt, heißt es im Vorwort. Deswegen brauchen die Menschen Hoffnung und Zuversicht. Diese hat der Herausgeber in Friedrich Hölderlins Hymne «Patmos» gefunden: «Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch».

Dieses Zitat dient nicht nur als Titel, sondern auch als Leitmotiv für die jeweiligen Beiträge, wobei die Autoren jeweils andere Gefahren akzentuieren, um anschließend das Augenmerk darauf zu lenken, wo sie das Rettende sehen. Journalist Florian Warweg erblickt es in den alternativen Medien. Anders als die Leitmedien seien diese nicht geneigt, sich freiwillig anzupassen.

Darin sieht Warweg auch die Gefahr. Geprägt ist diese Ansicht durch eigene Erfahrungen, insbesondere bei der Bundespressekonferenz, über die der frühere NachDenkSeiten-Redakteur ebenfalls berichtet: Zu viel Nähe zur Macht, zu große Hoffnung auf exklusive Hintergrundgespräche und zu wenig Distanz führten zu angepassten, der Regierung gefälligen Fragen, lautet sein vernichtendes Urteil.

Mit Ironie und Witz

Der Satiriker und EU-Abgeordnete Martin Sonneborn, mit zwei Beiträgen vertreten, sieht die Gefahr in Korruption, Aufrüstung und neuer Wehrpflicht. Auch er komprimiert seine Erfahrungen auf wenigen Seiten, jedoch im gewohnt ironisch-sarkastischen Gestus, der zum Schmunzeln verführt.

Besonders originell ist seine beigefügte Vorlage einer Entschuldigung für die Schule, die Jugendliche bei ihren Lehrern vorlegen können, wenn sie an einem Schulstreik gegen die Wehrpflicht teilnehmen wollen – ja, sollen, wie Sonneborn betont. Mit seinem nicht weniger satirisch verfassten Formular liefert er gleichsam die Rettung.

Gabriele Gysi sieht sie in einer Änderung der westlichen Lebensweise. Wie sie aussehen könnte, entfaltet sie in Form eines Reiseberichts. Ein mehrwöchiger Aufenthalt im Iran hat ihr vor Augen geführt, wie weit sich die Menschen im Westen von dem entfernt haben, was man Menschlichkeit nennt.

Gegen- statt miteinander, Krieg statt Frieden, Verbissenheit und Destruktion – das sind die Muster, die Gysi herausarbeitet und denen er Alternativen entgegenstellt, die sie auf ihrer Reise entdeckt hat. Auf allegorischer Ebene vergleicht sie die beiden Lebensweisen anhand von Literaturklassikern, die in beiden Kulturkreisen bis heute prägend wirken: «Tausendundeine Nacht» und Homers «Ilias».

Kritik an Israel

Der wohl interessanteste Beitrag stammt von Karin Leukefeld. In einem hervorragend komponierten Hintergrundartikel zeichnet sie den Konflikt in Nahost nach und benennt die Verbrechen Israels, um davor zu warnen, dass dessen Besatzungspolitik nicht bei Gaza Halt macht. Die Rettung? Leukefeld sieht sie in der Erinnerung an Bethlehem, das keine Legende sei, sondern eine lebendige Stadt, «wo sich die Menschen nach Gerechtigkeit sehnten, nach Würde und Frieden».

Etwas aus dem Rahmen fällt der Beitrag von Kay-Achim Schönbach. Während sich zum Beispiel Michael von der Schulenburg gegen Militarisierung, Aufrüstung und Wehrpflicht ausspricht, stellt der Vizeadmiral a.D. sie als Notwendigkeit dar, wenn Deutschland auf dem geopolitischen Feld nicht in Bedeutungslosigkeit versinken wolle. Darin sieht er die Gefahr. Die Rettung hört sich in seinem Beitrag so an:

«Die Frage nach der Wehrpflicht sollte wie folgt beantwortet sein: Alle schützen unser Land – Männer, Frauen und auch geeignete Migranten mit gerade erhaltenem deutschem Pass. In einer etwas gewagten Anwendung des Böckenförde-Diktums (...) kann unser Staat nur überleben, wenn die Voraussetzung des einsichtig-wehrwilligen Bürgers vorliegt. Und auch wenn eine liberale Gesellschaft sich scheut, Zwang auszuüben, ist hier ein vitales Interesse berührt. Da darf m.E. an die Mitwirkungspflicht der Bürger nicht nur appelliert werden.»

Podiumsdiskussion im Berliner Kino Babylon

Die Anthologie liefert somit kontroverse Ansichten, die zeigen, wie gespannt die Welt ist. Abgerundet wird sie mit einem Beitrag des mittlerweile verstorbenen Philosophen Jochen Kirchhoff. In seinem Beitrag widmet er sich dem Thema «Physik und Spiritualität» und regt zum eigenständigen Denken an.

Hier wächst das Rettende, wie Kirchhoff betont. Sein Text ist ein Transkript seines letzten öffentlichen Vortrags, den der Philosoph am 26. Dezember auf Einladung des Kulturkreises Pankow in der deutschen Hauptstadt hielt.

Am kommenden Donnerstag veranstaltet der Verein im Berliner Kino Babylon eine Podiumsdiskussion mit einigen Autoren, die in der Anthologie vertreten sind. Kirchhoff wird vertreten von seiner Tochter Gwendolin. An ihrer Seite werden Gabriele Gysi, Florian Warweg, Karin Leukefeld und Kay-Achim Schönbach mitdebattieren.

Als Moderator führt der Journalist und YouTuber Flavio von Witzleben durch den Abend. Die Gäste erwartet ein anregendes Gespräch über Zeitenwende und geopolitische Herausforderungen, über Europas Souveränität und Geltungsdrang aufstrebender Nationen, über Gefahren und eben Rettungsaussichten.

Podiumsdiskussion, 18. Juni 2026, 19.30 Uhr
Kino Babylon
Roas-Luxemburg-Straße 30
10178 Berlin

Der Kult um Elon Musk: Wie «der reichste Mensch aller Zeiten» zur eigenen Weltordnung wird

Elon Musk ist nicht mehr nur der reichste Unternehmer der Welt – er ist inzwischen eine Figur, um die sich mehrere Systeme gleichzeitig organisieren. Mit dem SpaceX-Börsengang und der daraus folgenden Neubewertung seines Vermögens als erster Billionär (siehe hier und hier) verschiebt sich nicht nur Reichtum, sondern die Struktur, in der Reichtum überhaupt noch verstanden wird.

In aktuellen Analysen von Medien wie UnHerd, The Guardian und Eurasia Review wird entsprechend weniger eine klassische Unternehmergeschichte gezeichnet als die Entstehung einer personalisierten Weltordnung: wirtschaftlich, technologisch und kulturell zugleich.

Musk viel vermögender als Cosimo de' Medici

Der UnHerd-Artikel beginnt mit einem Perspektivwechsel, der fast unweigerlich ins Mythische kippt. Zitiert wird darin der Wirtschaftshistoriker Guido Alfani von der Bocconi-Universität, der Autor des Buches «As Gods Among Men», einer Geschichte der Superreichen von der Antike bis zum Technologiezeitalter – von Midas bis Musk sozusagen.

Er untersucht die Macht und den Einfluss von Persönlichkeiten wie Alan Rufus, der im England des 11. Jahrhunderts über ein Vermögen von umgerechnet 130 Milliarden Pfund verfügte, und des Bankiers J. P. Morgan aus dem Gilded Age, dessen Barreserven so gewaltig waren, dass er Amerika während der Knickerbocker-Krise von 1907 vor einem verheerenden Bankenansturm bewahren konnte. Alfani behauptet ohne Zögern, dass Musk der reichste Mensch aller Zeiten ist. Historische Vergleiche verlieren dabei ihre Skalierung. Alfani meint:

«Vergleicht man Elon Musks Vermögen mit dem eines durchschnittlichen US-Haushalts, ist der Unterschied viel größer als etwa zwischen Cosimo de' Medici und einem florentinischen Haushalt im 15. Jahrhundert.»

Das ist mehr als Ungleichheit – es ist eine Verschiebung der ökonomischen Ordnung selbst. Reichtum ist nicht mehr nur ungleich verteilt, sondern in seiner Dimension entkoppelt von jeder sozialen Vergleichsgröße.

Laut Oxfam verschärft sich diese Dynamik global weiter: Seit der «Corona-Zeit» sind rund 60 Prozent der Menschheit ärmer geworden, während die Milliardärsklasse massiv zugelegt hat. Die fünf reichsten Männer haben ihr Einkommen in diesem Zeitraum mehr als verdoppelt und ihr Vermögen um 464 Milliarden US-Dollar vergrößert. Damit wird Musk weniger zur Ausnahme als zum Extrempunkt einer bereits asymmetrischen oder, besser gesagt, aus den Fugen geratenen Weltökonomie.

Die Entstehung eines Kults

Noch deutlicher wird die Verschiebung in der sozialen Wahrnehmung. Wil Waldon, Raumfahrt-Enthusiast und Podcaster im Musk-Umfeld, beschreibt eine Form der Loyalität, die über normale Bewunderung hinausgeht:

«Es gibt Menschen, die Elon – egal, was er tut – bis ans Ende der Welt folgen würden. Sie würden für ihn sterben. Sie glauben, er sei unfehlbar.»

Diese Aussage markiert einen entscheidenden Punkt: Musk ist nicht nur Unternehmer, sondern Bezugspunkt einer emotional aufgeladenen Anhängerschaft, die technische Innovation mit persönlicher Unfehlbarkeit vermischt. Barney Whiter, ehemaliger Buchhalter und Betreiber der Finanzseite The Escape Artist, formuliert diese Logik noch radikaler:

«Niemand hat so oft gewürfelt wie er, und jedes Mal würfelt er eine Sechs.»

Auf den Einwand, dass auch Glück eine Rolle spielen könnte, reagiert er mit technischer Überhöhung:

«Haben Sie die Videos von der Landung der Falcon gesehen? Man muss kein Ingenieur sein, um zu erkennen, dass das eine atemberaubende Leistung ohne historisches Vorbild ist. Die NASA hat ihr gesamtes Raumfahrtprogramm an einen einzigen Mann ausgelagert.»

Aus dieser Perspektive ist SpaceX keine Firma mehr, sondern eine ausgelagerte staatliche Funktion – und Musk kein Unternehmer, sondern ein inoffizieller Infrastrukturträger globaler Raumfahrt.

Der Guardian interpretiert diese Entwicklung weniger psychologisch als strukturell. Der SpaceX-Börsengang wird dort als Symptom eines Kapitalismus gelesen, in dem sich Märkte zunehmend um einzelne Personen organisieren. Die Kritik kulminiert in der Diagnose, dass klassische Regeln durch eine neue Logik ersetzt werden:

«Hype, Selbstbedienung und unkontrollierte Macht.»

Der Markt bewertet nicht mehr nur Unternehmen, sondern eine Person – inklusive ihrer Narrative, Zukunftsversprechen und öffentlichen Inszenierung. Kapitalismus wird damit zunehmend personalisiert.

Drei Ebenen einer «eigenen Weltordnung»

Eurasia Review ergänzt diese Diagnose um eine geopolitische Dimension. SpaceX erscheint dort als privat organisierte Infrastruktur im All, die Kommunikations- und Datenströme kontrolliert und damit in Bereiche vordringt, die klassisch staatlicher Souveränität vorbehalten waren. Damit verschiebt sich Macht nicht nur innerhalb von Märkten, sondern auch außerhalb von Staaten.

Aus diesen Perspektiven ergibt sich ein gemeinsamer Befund. Musk ist nicht einfach Teil bestehender Ordnungen – er wird zum Knotenpunkt mehrerer überlagerter Systeme:

  • Erstens: ökonomisch. Reichtum wird nicht mehr nur verteilt, sondern skaliert sich um eine einzelne Person, deren Vermögen selbst zum Marktindikator wird.
  • Zweitens: infrastrukturell. Mit SpaceX und Starlink entstehen privat kontrollierte Systeme, die zuvor staatliche Infrastruktur waren.
  • Drittens: narrativ. Musk ist permanentes Zentrum öffentlicher Deutung – Visionär, Schurke, Genie, Risiko – alles gleichzeitig, alles um ihn herum organisiert.

So entsteht eine Form von «Weltordnung», die nicht territorial ist, sondern personenzentriert: ein System, das sich nicht um Staaten, sondern um eine einzelne Figur stabilisiert.

Die ethische Gegenbewegung

Die Philosophin Ingrid Robeyns von der Universität Utrecht warnt in ihrem Buch «Limitarianism»*, dass extreme Vermögenskonzentration nicht nur sozial problematisch ist, sondern strukturell destruktiv wirken kann: für Demokratie, Umwelt und langfristig auch für die Reichen selbst.

Doch diese Kritik trifft auf ein System, das sich bereits weiterentwickelt hat: Musk ist nicht mehr nur Vermögenskonzentration, sondern auch Infrastruktur, Projektionsfläche und Erzählmaschine zugleich. Am Ende bleibt deshalb weniger die Frage, ob Elon Musk Visionär oder Schurke ist. Die eigentliche Verschiebung liegt davor, nämlich darin, dass diese Kategorien überhaupt nicht mehr ausreichen.

«Wie ein Mann zur eigenen Weltordnung wird», bedeutet in diesem Fall nicht Kontrolle im politischen Sinn, sondern Verdichtung im systemischen Sinn: Ein einzelner Akteur, um den sich Märkte, Infrastrukturen und Narrative gleichzeitig organisieren. Und genau darin liegt die Irritation: Die Welt beschreibt Musk nicht mehr nur – sie richtet sich in Teilen an ihm aus.

***

* Limitarianismus ist ein politisch-philosophisches Konzept, das besagt, dass es – ähnlich wie eine Armutsgrenze – auch eine gesetzliche oder moralische Obergrenze für den persönlichen Reichtum geben sollte. Niemand sollte mehr besitzen dürfen, als für ein gutes Leben notwendig ist.



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