Wenn eine Studie wie Marketing klingt: Was die neue Lancet-Übersicht zu mRNA-«Impfstoffen» verschweigt
In der medizinischen Fachzeitschrift Lancet ist eine Übersichtsarbeit von Blakney et al. mit dem Titel «Safety and efficacy of mRNA vaccines: a mechanistic and public health perspective» erschienen], die sich als maßgebliche Synthese der Evidenz präsentiert.
Die Autoren bezeichnen mRNA-«Impfstoffe» als «sicher, wirksam und bahnbrechend». Doch die Untersuchung ist größtenteils rein demonstrativ. Sie wirft kontroverse Fragen auf, nur um sie anschließend mit beruhigenden Schlussfolgerungen zu entschärfen.
Die investigative australische Journalistin Maryanne Demasi hat diese Arbeit nun analysiert – und ihr Befund ist bemerkenswert. Sie fasst zusammen:
«Das Perfide: Die Arbeit ignoriert die Kontroversen nicht, sie scheint sich mit ihnen zu befassen. Rest-DNA, Biodistribution, ribosomales Frameshifting, IgG4-Klassenwechsel – all das wird benannt, aber nur um es umgehend mit beruhigenden Formulierungen wieder wegzumoderieren. Es entsteht der Anschein kritischer Prüfung, während die eigentlichen Fragen unbeantwortet bleiben.»
Die Journalistin nennt einige Beispiele:
Biodistribution: Die Autoren der Studie räumen ein, dass mRNA bis zu 14 Tage im Plasma und Spike-Antigen bis zu 60 Tage in Lymphknoten nachweisbar war – deuten das aber als «rasche Clearance». Dass der CDC-Beratungsausschuss letztes Jahr festgestellt hat, dass Biodistributionsstudien nie mit dem tatsächlich verimpften kommerziellen Produkt durchgeführt wurden, wird nicht erwähnt.
Rest-DNA: Es heißt, die Grenzwerte würden eingehalten. Verschwiegen wird, dass die eingesetzten qPCR-Assays nur einen kleinen Plasmidabschnitt erfassten, dass die Charakterisierung der SV40-Elemente offen ist und die Frage genomischer Integration nie sauber untersucht wurde.
Frameshifting: N1-Methylpseudouridin kann Off-Target-Proteine erzeugen. Das wird erwähnt – und mit dem Hinweis entschärft, es seien keine Schäden nachgewiesen. Laut Demasi ein klassischer Fehlschluss: Abwesenheit von Belegen wird als Beleg für Abwesenheit gelesen. Untersucht wurde es schlicht nicht.
Myokarditis: Wird als Nebenwirkung anerkannt, inklusive über 12 Monate anhaltender Befunde – aber ohne jede Auseinandersetzung, was das über Jahrzehnte bei jungen Menschen bedeutet, oder ob wiederholtes Boostern die Nutzen-Risiko-Bilanz in Niedrig-Risikogruppen kippt.
Dazu kommt die Interessenkonflikt-Frage: Die Autoren offenbaren Verbindungen zu Pfizer, Moderna, GSK, Sanofi, Novavax, CEPI und der Gates-Stiftung – also genau zu jenen Akteuren, die die Plattform entwickeln, finanzieren und bewerben.
Den Vertrauensverlust schieben die Lancet-Autoren der «Fehlinformation» und «Politisierung» zu. Kein Wort zu überzogener Kommunikation, Impfpflicht-Zwang, verschleppter Anerkennung echter Nebenwirkungen oder der Zurückhaltung von Rohdaten. Demasi konstatiert diesbezüglich, dass Vertrauen nicht dadurch entstehe, der Öffentlichkeit zu erklären, sie habe die Wissenschaft missverstanden.
Das Fazit der Journalistin ist unmissverständlich:
«Im besten Fall liest sich die Arbeit wie Werbung, im schlimmsten wie Propaganda. Und weil sie den Stempel des Lancet trägt, werden viele sie mit wissenschaftlichem Konsens verwechseln.»