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Wirtschaften, wenn wir von der Art und Weise der Bedarfsbefriedi-
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Wirtschaften, wenn wir von der Art und Weise der Bedarfsbefriedi-
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| 23 |
gung absehen, nur als der Ablauf eines sich immerfort wiederholen-
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gung absehen, nur als der Ablauf eines sich immerfort wiederholen-
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den Naturgesetzes. Eine unstabile Währung kann nicht existieren,
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den Naturgesetzes. Eine unstabile Währung kann nicht existieren,
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| 25 |
wo nur ein Verzehren des selbst Erarbeiteten stattfindet und an-
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wo nur ein Verzehren des selbst Erarbeiteten stattfindet und an-
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| 26 |
deres ist uns dort nicht erreichbar. Mit der modernen Entwicklung,
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deres ist uns dort nicht erreichbar. Mit der modernen Entwicklung,
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| 27 |
ganz besonders der der Arbeitsteilung, müssen wir unsere Produkte
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ganz besonders der der Arbeitsteilung, müssen wir unsere Produkte
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| 42 |
Verbauch, sind nun weit auseinander gerissen und doch sollen,
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Verbauch, sind nun weit auseinander gerissen und doch sollen,
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wie im allerprimitivsten Verhältnis beide in Parallelität ge-
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wie im allerprimitivsten Verhältnis beide in Parallelität ge-
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bracht werden, sollen durch das Dazwischntreten [sic] des Marktes, des
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bracht werden, sollen durch das Dazwischntreten [sic] des Marktes, des
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| 52 |
zeugung zu Verbrauch durchmisst, anderen gleich inhaltlichen For-
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zeugung zu Verbrauch durchmisst, anderen gleich inhaltlichen For-
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| 53 |
men als eine selbständige, den Werten nach sich selbst genügende
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men als eine selbständige, den Werten nach sich selbst genügende
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| 54 |
und gleichwertige Grösse entgegen. Damit ist nicht ausgedrückt,
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und gleichwertige Grösse entgegen. Damit ist nicht ausgedrückt,
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dass innerhalb der Gemeinschaft der gerechte Güteraustausch und
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dass innerhalb der Gemeinschaft der gerechte Güteraustausch und
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Einkommensbezug auf Grund des wirklich realen Inhalts jeder
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Einkommensbezug auf Grund des wirklich realen Inhalts jeder
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| 61 |
Art der Verteilung jeweils ungleiches zu gleichem werden. Denken
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Art der Verteilung jeweils ungleiches zu gleichem werden. Denken
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| 62 |
wir beispielsweise an einen selbständigen Haushalt mit Sklaven-
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wir beispielsweise an einen selbständigen Haushalt mit Sklaven-
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| 63 |
arbeit. Deren Wahren Equivalent wäre meist die ganze Erzeugung;
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arbeit. Deren Wahren Equivalent wäre meist die ganze Erzeugung;
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| 64 |
statt dessen erhalten die Sklaven das physische Existenzminimum
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statt dessen erhalten die Sklaven das physische Existenzminimum
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| 65 |
und der Rest ist arbeitsloses Herreneinkommen. Wer aber wird
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und der Rest ist arbeitsloses Herreneinkommen. Wer aber wird
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| file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/V/wesenundinhaltderwerteinheit_s135.png
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ausgeschwungen, ist der Eigenart und Besonderheit des Landes ange-
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passt und somit als nichts Willkürliches anzusehn. Ein einheitli-
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ches Geldwesen ist der sichtbare Ausdruck des engen Verkettetseins
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vieler, zu einander sich gegenseitig ergänzenden und bedingenden
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Wirtschaft und zeigt uns klar die Gvvrvvenzen dieser Wirtschaftsein-
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heit auf. Die Länder, die Währungen unter sich, kennen keine solida-
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rische Haftung und müssen darum in sich selbst die Lebensmöglich-
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| 118 |
keit zu finden wissen. Ist nun das Resultat unserer Untersuchung
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nicht dies, dass jedes selbständige Land mit eigener Währung als
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der Beweis der wirtschaftliche Einheit im Verhältnis nach aussen
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| 121 |
immer stabil sein muss? D.h. hier, es muss sich selbst genügen
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können und die Güterwerte für seinen Kosum [sic?] selbst sich erarbeiten.
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| 123 |
Die Valuta ist die Schutzmauer der Einzelländer vor Ueber-
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griffen der anderen. Evvivvne wirtschaftliche Krise muss innerhalb
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| 125 |
der Währungsgrenze zum Austrage kommen und kann nach aussen nur
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mittelbar über den Weltmarkt, wie durch Absatzkrisen und dergl.
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| 127 |
auch für anderen [sic] Nationen fühlbar werden. Durch die Valuta werden
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| 128 |
die Störungen in einem Lande auf ihren Wert begrenzt, aber gerade-
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| 129 |
aus diesem Grunde muss sie den anderen gegenüber schwankend sein.
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| 130 |
Der Stand der Valuta sagt uns darum auch nichts über die Güte
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| 131 |
einer solchen, denn der Wvvevvchselkurs ist ja nur der Umrechnungskohe-
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fizient zwischen verschiedenen gewählten Wertmessgrössen;. Das Schwan-
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| 133 |
ken der Valuta sagt uns auch nichts näheres über die Art der Stö-
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| 134 |
rung, die wir im inneren Wirtschaftsleben aufdecken müssen und
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nicht dort, wo sie wohl sinnfällig, aber erst in sekundärer Folge
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| file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/SCAN/wesenundinhaltderwerteinheit_s135.png?center&418
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116 |
| file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/V/wesenundinhaltderwerteinheit_s136.png
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117 |
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| 146 |
in die Erscheinung tritt. Zu jeder Zeit, wir mögen gesunde oder
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118 |
||#
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gestörte Wirtschaftsverhältnisse zu Grunde legen, müssen wir un-
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| 148 |
seren Kvvovvnsum mit gleichen Werten bezahlt machen. Der normale
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| 149 |
Fall ist wohl der, dass wir die Menge selbst er**z**eugen und dann
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| 150 |
aus diesem Vvvovvrrat heraus den Austausch der überschüssigen Produk-
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| 151 |
te gegen solche anderer Länder bewerkstelligen. Gerät aber der
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| 152 |
zum Tausch benötigte Ueberschuss unserer Produkte in Wegfall, und
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| 153 |
können oder wollen wir trotzdem auf die Einfuhr nicht verzichten,
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| 154 |
so bleibt uns dadurch die Zahlung an das Ausland doch nicht er-
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| 155 |
spart. Wo wir keine Kvvovvnsumgüter als Exportgrössen zur Verfügung
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| 156 |
haben, da müssen wir Geld und als dieses doch wieder Konsumgüter
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| 157 |
oder auch, wenn diese nicht zu erlangen oder durch Ausfuhrverbote
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| 158 |
gesperrt sind, die Verfügung und Nutzniessung über Kapitalwerte,
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| 159 |
d.h. in zurückliegenden Perioden ersparte und hergestellte
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| 160 |
"Beschaffungsgüter" aus unserem Nvvavvtionalvermögen abtreten.
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| 161 |
Wir können also auch bis zu einem gewissen Grade von vorgetaner
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| 162 |
Arbeit zehren und können unsere Gvvlvväubiger an unseren Einkommen
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| 163 |
partizipieren lassen. Auf kurze Sicht gesehen, ist es uns wohl
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| 164 |
möglich mehr zu verzehren, als wir erzeugen, aber das Ausland wird
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| 165 |
uns nicht aus Menschenfreundlichkeit Geschenke darbringen. Für
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| 166 |
den Wert unsere Einfuhr, einer Additionsgrösse aus den stati-
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| 167 |
schen Preisden [sic] der Kvvovvnsumgüter, geben wir, soweit unser Export
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| 168 |
reicht, Gleichnamiges hin. Den fehlenden Wert darüber hinaus, den
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| 169 |
wir mit Kapitalgütern zu decken haben, berechnen wir nicht nach
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| 170 |
dem statischen Preis der Produktivmittel, sondern nach dem durch
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| 171 |
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| 172 |
| file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/SCAN/wesenundinhaltderwerteinheit_s136.png?center&418
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| file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/V/wesenundinhaltderwerteinheit_s137.png
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| 181 |
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| 182 |
Kapitalisierung zu erlangenden, privatwirtschaftlichen Preis.
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| 183 |
Das scheinbare plus aber, das wir hier erringen, insofern wir ge-
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| 184 |
ringere Mengen verkörperter Arbeit hingeben, um zur Bilanz zu
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| 185 |
kommen, wird wett gemacht eben durch den damit verbundenen dau-
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| 186 |
ernden Einkommensverlust unserer Wirtschaft. Wir sehen also,
|
|
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| 187 |
dass das, was wir unter unstabiler Währung verstehen, wohl nach
|
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| 188 |
aussen sichtbar wird, aber nicht nach aussen wirken kann. Wir se-
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|
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| 189 |
hen auch, dass wir die Umlagerung der wirk**l**ichen Einkommen auf
|
|
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| 190 |
Grund des Bestehens von Klassen- oder Personalmonopol nicht als
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| 191 |
das Kriterium jener unstabilen Währung deuten können. Was also
|
|
|
| 192 |
ist Ursache und Wirkung der unstabilen Währung, welche Regeln
|
|
|
| 193 |
müssen wir befolgen, um die stabile Währung uns zu erhalten?
|
|
|
| 194 |
Wir werden sehen, dass diese Betrachtung nicht aus dem Rahmen un-
|
|
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| 195 |
serer Untersuchung fällt, und ebenso werden sich neue Gesichts-
|
|
|
| 196 |
punkte fürndie Erklärung der Inflation ergeben.
|
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| 197 |
Wir müssen zu diesem Behufe zurückgehen zu dem Zeitpunk-
|
|
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| 198 |
te, da wir 1914 die Bvvavvhnen der Goldwährung verliessen, nicht um
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|
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| 199 |
damit bewusst aus der Weltwirtschaft auszuscheiden. Aber an Wirt-
|
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| 200 |
schaft und Finanzen wurden Forderungen gestellt dergestalt, dass
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|
|
| 201 |
wirnicht hoffen konnten, Preise und Goldrelation unberührt zu
|
|
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| 202 |
belassen. Da zeugte es wohl von richtiger theoretischer Erkennt-
|
|
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| 203 |
nis, den Schnitt von den übrigen Goldwährungsländern aus freiem
|
|
|
| 204 |
Willen und Entschluss zu machen, denn ein unbedingtes Haltenwol-
|
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| 205 |
len des Münzparis hätte uns nur unseres Goldes beraubt und wir
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| 206 |
hätten doch nicht gegen die Naturnotwendigkeit der Loslösung
|
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| 207 |
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| 208 |
| file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/SCAN/wesenundinhaltderwerteinheit_s137.png?center&418
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130 |
| file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/V/wesenundinhaltderwerteinheit_s138.png
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| 216 |
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| 217 |
ankämpfen können. U**n**ter der Herrschaftvder Goldwährung war
|
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| 218 |
die ganze Volkswirtschaft zu intensiver Arbeitsleistung gezwun-
|
|
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| 219 |
gen aus eigenem Streben heraus und gezwungen durch die gleich
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|
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| 220 |
handelnden Nachbarländer. Die Zahl der Beamten, der Angestellten,
|
|
|
| 221 |
der freien Berufe, der Rentner, Berufe, die scheinbar alle frei
|
|
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| 222 |
erwählbar sind, wurden in Menge im Verhältnis doch diktiert von
|
|
|
| 223 |
der Zahl der gütererstellenden Arbeiter und von der Intensität
|
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|
| 224 |
ihrer Arbeitsleistung. Wir müssen die Berufsgliederung und die
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|
|
| 225 |
Einkommensschichtung, die Art der Gütere**r**zeugung ( wie z.B. die
|
|
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| 226 |
Menge der Konsum- und die der Gütererzeugung ) als etwas in jedem
|
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| 227 |
Lande durchaus spezifisches in langer Entwicklung entstandenes
|
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| 228 |
Verhältnis auffassen, dann können wir Wirkung der Kriegsumlagerung
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| 229 |
ermessen. Millionen von Produzenten ersten Grades wurden mit
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|
|
| 230 |
einem Schlage ausschliessliche Konsumenten und nicht nur solche
|
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|
| 231 |
von Genussgütern, darüber hinaus auch Kvvovvnsumenten von Heeresbe-
|
|
|
| 232 |
darf wie Munition, Uniform usw. Es konnten darum die in der Pro-
|
|
|
| 233 |
duktion verbliebenen Kräfte nicht durchwegs in den Dienst der
|
|
|
| 234 |
Kvvovvnsumgütererzeugung gestellt werden; vielmehr mussten Werkan-
|
|
|
| 235 |
lagen zum Teil in kostspieliger Umstallung dem Heeresbedarfe
|
|
|
| 236 |
nutzbar gemacht werden. Dazu kam als weiteres, dass wir vom Aus-
|
|
|
| 237 |
lande fast völlig abgeschnittennwaren und also doch die rein
|
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|
| 238 |
physisch notwendigen Güter in unserem Lande gewinnen mussten.
|
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| 239 |
Die Kriegsindustrie musste finanziert, das Millionenheer musste
|
|
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| 240 |
entlohnt werden, und zwar traten alle diese neuen Anforderungen
|
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|
| 241 |
an den Staat mit zwingender Gewalt heran und forderten dringend
|
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|
| 242 |
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| 243 |
| file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/SCAN/wesenundinhaltderwerteinheit_s138.png?center&418
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| 250 |
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137 |
| file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/V/wesenundinhaltderwerteinheit_s139.png
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| 251 |
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| 252 |
raschen Entschluss. Wir wissen es, dass der Staat aus eigener Kraft
|
|
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| 253 |
keine Mittel schaffen kann, dass er die Posten für seine Ausgaben
|
|
|
| 254 |
auf dem Wege über Steuern, Zölle, Einnahmen aus Verwaltung, Bahn
|
|
|
| 255 |
und Pvvovvst usw. zu gewinnen suchen muss, die Ausgaben des Staates
|
|
|
| 256 |
sind also Unkostenfaktoren in der Produktion und Opfer für je-
|
|
|
| 257 |
den Beruf; in jedem Falle aber Abtretung eines Anspruches auf den
|
|
|
| 258 |
Gütervorrat der Nation. Im Kreislauf der Wirtschaftnwurde darge-
|
|
|
| 259 |
tan, wie alle Einkommen in Geld oder geldgleicher Form aus der
|
|
|
| 260 |
Genussgüterproduktion hervorgehen, wie sie Bestandteile des Prei-
|
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| 261 |
ses jener Produkte sind und wiederum die Gesamteinkommen als
|
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|
| 262 |
Masse in der Gütermasse aufgehen, diese im Kvvovvnsum aufheben müssen.
|
|
|
| 263 |
Das sagt soviel, dass das Nominaleinkommen gleich ist dem Realein-
|
|
|
| 264 |
kommen, ausgedrückt in der Preissumme. Jedes in der Vorkriegswirt-
|
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| 265 |
schaft und in jeder stabilen Wirtschaft in Erscheinung getretene
|
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| 266 |
Einkommen und jeder Teil eines solchen hatte seine volle Dek-
|
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| 267 |
kung und Gegenüber im Gütervorrat des Landes, jeder Markbetrag,
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| 268 |
der zur letzten Kvvovvnsumtion ( Beschaffung zum Zwecke der Weiter-
|
|
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| 269 |
veräusserung blieb wirtschaftlich irrelevant ) auf dem Markte
|
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| 270 |
kaufkräftig wurde, hatte die wirtschaftliche Berechtigung dazu,
|
|
|
| 271 |
ja die Güter warteten geradezu auf sein Kommen und auf ihre Ab-
|
|
|
| 272 |
nahme. Die im Gelde verkörperte oder die im kaufkräftigen Ein-
|
|
|
| 273 |
kommen, auch wenn es abstrakter Natur wie das Girokonto ist, ruhen-
|
|
|
| 274 |
de Werteinheit bedeutet somit auch etwas durchaus reales, nämlich
|
|
|
| 275 |
die Arbeitsleistung angewandt auf ein Naturgut, die es zum Ent-
|
|
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| 276 |
stehen hat bringen lassen und dann alle die gleichwertigen Güter
|
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| 277 |
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| 278 |
| file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/SCAN/wesenundinhaltderwerteinheit_s139.png?center&418
|
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| 285 |
- 140 -
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144 |
| file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/V/wesenundinhaltderwerteinheit_s140.png
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| 286 |
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| 287 |
die dafür erhältlich sind. Wir sagten ja schon, dass die Ein-
|
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| 288 |
kommen mit einander wohl in Beziehung stünden; wenn wir unser
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| 289 |
Einkommen in Gütern anlegen, so mag uns im Vergleich dieser
|
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| 290 |
dafür erlangten Menge mit unserer **Lei**stung und im weiteren Ver-
|
|
|
| 291 |
gleich mit der Kvvovvnsummöglichkeit anderer Berufe die Verhält-
|
|
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| 292 |
nismässigkeit der Einkommen unter einander wohl deutlich wer-
|
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| 293 |
den. Wenn Abweichungen in der Bewertung der Einkommen von der
|
|
|
| 294 |
wirklichen Leistung gegeben sind, dann liegen sie an der Quelle,
|
|
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| 295 |
wo das Einkommen bezogen wird, und es ist dann gewissenmaassen
|
|
|
| 296 |
eine bewusste Tarifierung, es ist das Ergebnis der von gesellsch **-**
|
|
|
| 297 |
schaftlichen Momenten beeinflussten Wirtschaftsordnung. Wenn
|
|
|
| 298 |
wir aber die be**z**ogenen Einkommen ihrer Höhe nach aufteilen
|
|
|
| 299 |
in Gütermengen mal Preis, so erhalten wir die Zahl eins; d.h. so-
|
|
|
| 300 |
viel, als dass jedes Einkommen eine reale Parallele im Güter-
|
|
|
| 301 |
vorrat besitzt und jeder, wenn auch nicht das Equivalent seiner
|
|
|
| 302 |
Leistung, sicher aber doch das Equivalent seines Einkommens auf
|
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| 303 |
dem Markte erreichen kann. In der stabilen Währung muss der
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|
|
| 304 |
ökonomische Inhalt der Werteinheit gleich sein, bezogen auf den
|
|
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| 305 |
Arbeitswert jedes einzelnen Gutes, gemessen auch am Arbeitsauf-
|
|
|
| 306 |
wand jeder einzelnen Tätigkeit, muss ferner gleich sein dem Ex-
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| 307 |
trakt aus der ganzen Wirtschaft in der Form %%(math) \( {Realeinkommen \over Nominaleinkommen} \) %%
|
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|
| 308 |
und bei reiner Goldwährung endlich gleich dem Arbeitswerte,
|
|
|
| 309 |
der der Einheit zubGrunde liegenden Goldmenge. Wo wir auch das
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|
|
| 310 |
Maass anlegen, wir(müssen immer die gleiche Grösse finden.
|
|
|
| 311 |
Wir wurden veranlasst zu diese abweichenden Betrachtungg [sic] ,
|
|
|
| 312 |
|
|
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| 313 |
| file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/SCAN/wesenundinhaltderwerteinheit_s140.png?center&418
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|
| 320 |
- 141 -
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151 |
| file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/V/wesenundinhaltderwerteinheit_s141.png
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| 321 |
als wir die S**t**euerpolitik des Staates unter geregelten wirt-
|
|
|
| 322 |
schaftlichen Verhältnissen ins Auge fassten und die Bindungen
|
|
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| 323 |
nun bis zur letzten Kvvovvnsequenz verfolgten. Nun haben wir die
|
|
|
| 324 |
Kriegsfinanzierung im Auge und sind dabei auf dem Wege, dem
|
|
|
| 325 |
Wesen der unstabilen Währung näher zu kommen. Der Staat schuf
|
|
|
| 326 |
Kaufkräfte, ohne die vorhandenen seiner Bürger vorhergehend zu
|
|
|
| 327 |
schwächen. Das ist der grosse Uvvnvvterschied der vom Staate aus-
|
|
|
| 328 |
gegebenen diskontierten Schatzwechsel von dem Kaufmannswechsel,
|
|
|
| 329 |
dass der Präsentant des letzteren mit dem Schein eine Quittung
|
|
|
| 330 |
über eine Leistung, und zwar eine von der Wirtschaft akzeptierte
|
|
|
| 331 |
Leistung in Händen hält, während der Staat mit seinem Wechsel
|
|
|
| 332 |
nicht Banknoten, sondern aus dem Nichts geschaffenes Papiergeld,
|
|
|
| 333 |
aber das mit gleicher Wirkung in Verkehr bringt. Damit fand
|
|
|
| 334 |
er eine neue Form der Steuererhebung, denn auch dadurch mussten
|
|
|
| 335 |
die Anteile der einzelnen geschmälert werden. Es ist in der
|
|
|
| 336 |
Wirkung gleichgültig, ob ich freiwillig einem bestimmten Konsum
|
|
|
| 337 |
entsage oder ob andere neben mir nicht durch Vorleistung legi-
|
|
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| 338 |
timierte Einkommen genau so wie die rechtmässigen zu kaufen
|
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| 339 |
vermögen; nur die Methode ist brutaler, da sie die einzelnen
|
|
|
| 340 |
ohne Unterschied besteuert und eben darum nicht jedermann im
|
|
|
| 341 |
gleichen Maasse trifft. Vom Standpunkt des Staates allerdings
|
|
|
| 342 |
betrachtet, erweist sich diese F**o**rm als die denkbar einfachste,
|
|
|
| 343 |
denn er ist durch das ad hoc geschaffene Geld auch schom [sic] in**x**
|
|
|
| 344 |
Besitze der Steuer. Er muss sie nicht eintreiben, sondern wir
|
|
|
| 345 |
müssen sie über uns ergehen lassen. Es sei gesagt, dass wir hier
|
|
|
| 346 |
|
|
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| 347 |
| file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/SCAN/wesenundinhaltderwerteinheit_s141.png?center&418
|
|
|
| 354 |
- 142 -
|
158 |
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|
| 355 |
|
|
|
| 356 |
kritiklos diese Evvnvvtwicklung nur schildern wollen. Während wir in
|
|
|
| 357 |
der stabilen Wirtschaft ein gleichzeitiges und gleichnamiges Ver-
|
|
|
| 358 |
längern sowohl der Einkommens- als auch der Gütergrösse erkennen,
|
|
|
| 359 |
sodass wir, wenn wir den Preis als eine Indexzahl nehmen, sagen
|
|
|
| 360 |
|
|
|
| 361 |
%%(math)
|
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| 362 |
können: Preis ist gleich \( {Realeinkommen \over Nominaleinkommen} \) also \( {100 \over 10}{20 \over 2}{30 \over 3}{50 \over 5}\) %%
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| 363 |
und so immer die Preishöhe in gleicher Lage ruhen bleibt erleben
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| 364 |
wir nun eine sich in entgegengesetzter Rvvivvchtung verändernde Rei-
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he. Das Einkommen nur in Konsumgütern Verwendung finden, dürfen wir
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| 366 |
die ungeheuren realen Arbeitswerte der Kriegsindustrie nicht mit
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| 367 |
in Ansatz bringen und unsere Gleichung schreitet mit zunehmender
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| 368 |
Entwicklung etwa so fort: Preis ist gleich %%(math) \( {100 \over -10}{ \over -}{20 \over 2}{ \over -}{30 \over 1}{ \over -}{50 \over 1}{100 \over ....}{1000 \over ....}\) %%
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| 369 |
Das ist nicht so aufzufassen, als ob nun keinerlei Konsumgüter mehr
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| 370 |
erzeugt worden wären und diese schliesslich bis auf 0 anlangten;
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| 371 |
es soll damit vielmehr nur ausgedrückt sein, dass die Nominalein-
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| 372 |
kommen stetig anschwollen, während die Gütermenge ständig die Ten-
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| 373 |
denz zur Verringerung aufwies. Periodisch gesehen, war es vielleicht
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| 374 |
folgendermassen: %%(math) \( {100 \over 10}\) dann \({200 \over 9}\) dann \({300 \over 9}\) dann \({300 \over 8}\) %% usf. mit
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| 375 |
immerwährender Vergrösserung des Zählers. Wir wollen ja aus diesen
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| 376 |
schematischen Darstellungen weiter nichts gewinnen als eine Er-
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| 377 |
klärung für die Preissteigerung, die nicht, wie von metallistischer
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Seite wir hören können, auf dem Mvvivvsstrauen zum Papiergelde beruht
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| 379 |
und gar auf dem Wege über die schlechtere Valutabewertung des
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| 380 |
Auslandes eben infolge des Mvvivvsstrauens zu unserem Gelde zur Wir-
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| 381 |
kung gelangte und was dergleichen sinnfällige Täuschungen der
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| 382 |
Kriegserscheinung mehr sind. Die Preissteigerung hat vielmehr einen
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| 383 |
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| 384 |
| file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/SCAN/wesenundinhaltderwerteinheit_s142.png?center&418
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| 391 |
- 143 -
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165 |
| file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/V/wesenundinhaltderwerteinheit_s143.png
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| 392 |
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| 393 |
ganz natürlichen Hintergrund und es bedarf keines Mvvivvsstrauens,
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| 394 |
auch nicht des rein mechanisch quantitativen Einwirkens der Pa-
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| 395 |
piergeldmenge aus sich selbst heraus auf die Preise, um Erklärun-
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| 396 |
gen für die Erscheinung zu finden. Wir könnten analog unserer bis-
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| 397 |
herigen Ausführungen folgendermaassen erklären: Die alten Preise
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| 398 |
waren der Ausdruck einer in den rechtmässigen Einkommen gegebenen
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| 399 |
Arbeitsleistung, nunmehr treten Einkommen ohne solche Arbeitsleis-
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| 400 |
tung hinzu, und der schliessliche Erfolg muss der sein, dass die
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| 401 |
Preise nominell steigen, denn die Werteinheiten, die güterheischend
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| 402 |
am Markte erscheinen, verkörpern nun in ihrer Mischung von recht-
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| 403 |
mässigem und unrechtmässigem Einkommen zusammengenommen auch als
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| 404 |
einzelne Einheit einen geringeren Arbeitswert und darum müssen
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| 405 |
mehr solche Einheiten für ein Gut gegeben werden, d**.**h. die Preise
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| 406 |
müssen steigen. Es werden dadurch wieder alle befriedigt, denn eine
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| 407 |
Unterscheidung der kaufkräftigen Werteinheiten nach der Berechti-
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| 408 |
gung ihrer Entstehung ist nicht möglich als auch nicht statthaft.
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| 409 |
Weiterhin wesentlich ist noch der Uvvmvvstand, dass die Preissteigerung
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| 410 |
nicht alle gleichmässig betrifft, sondern abgestuft je nach der
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| 411 |
Entfernung des Berufes vom Güterbesitz und der Güterproduktion,
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| 412 |
etwas in der Reihenfolge Erzeuger, Händler, Agenten, Makler, Arbei-
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| 413 |
ter, Angestellte, Beamte und schliesslich Rentner, wobei im einzel-
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| 414 |
nen vvvorvvübergehende Verschiebungen natürlich durchaus möglich sind.
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| 415 |
Ivvmvv allgemeinen können wir sagen, dass eben die beweglichsten Ein-
|
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| 416 |
kommen sich wiederum am schnellsten den wechselnden Verhältnissen
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| 417 |
anpassen konnten. Jede Erhöhung des Unternehmergewinnes hat die
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| 418 |
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| 419 |
| file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/SCAN/wesenundinhaltderwerteinheit_s143.png?center&418
|
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| 426 |
- 144 -
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172 |
| file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/V/wesenundinhaltderwerteinheit_s144.png
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| 427 |
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| 428 |
Tendenz die Löhne zu erhöhen und das fort zu Angestellten und
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| 429 |
wieder weiter bis alle Berufsgruppen erhöhtes Nominaleinkommen
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| 430 |
bezogen haben. Es ist wie wenn durch einen Steinwurf die konzen-
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| 431 |
trischen Ringe auf der Wvvavvsserfläche sich mehr und mehr erweitern.
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| 432 |
Mit einem Preise hängen alle Preise zusammen und ziehen sich ge-
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| 433 |
genseitig gleich wie auch die Einkommen nach. Zwar **h**errschte auf
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| 434 |
der Angebotsseite immer wieder das Streben nach Preiserhöhung und
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| 435 |
Anpassung an den jeweiligen gerechtfertigten Stand, auf den der
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| 436 |
Ausgleich zwischen Einkommen und Gütern gegeben wäre, aber Infla-
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| 437 |
tionwelle auf Welle lässt den Ruhezustand nie eintreten. Bei einer
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| 438 |
einmaligen Verrückung und nachheriger automatischer Anpassung
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| 439 |
hätte die Werteinheit wohl wieder stabil sein können; - ein immer-
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| 440 |
währendes und sich immer wiederholendes Verändern bedingte den
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| 441 |
bekannten Zvvuvvstand der dauernden Unstabilität. Allmählich lässt
|
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| 442 |
sich Ursache und Wirkung nicht mehr als primär und sekundär schei-
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| 443 |
den. In der immerwährenden Wechselwirkung zeigt sich die vergeb-
|
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|
| 444 |
liche Jagd nach dem eigenen Schaffen. Die beiden Pole der Wirt-
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|
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| 445 |
schaft, Einkommen und Preise, vordem durch die Goldwährung gebunden,
|
|
|
| 446 |
sind nun völlig frei und streiten sich u**m** die Priorität. Dass die
|
|
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| 447 |
Politik der Höchstpreise zusammenbrechen musste, ist uns selbstver-
|
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| 448 |
ständlich und das ganz besonders, wenn diese nur auf bestimmte
|
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| 449 |
Güterarten angewandt werden sollen. Die Erzeuger der Höchstpreis-
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| 450 |
g[übertippt ebühr] güter erhalten ihr Einkommen ja in Preisen ihres Produktes
|
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| 451 |
abzüglich ihrer Unkosten. Da kann es praktisch vorkommen, dass die
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|
|
| 452 |
Unkosten über den Produktpreis zu stehen kommen; in jedem Falle
|
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| 453 |
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|
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| 454 |
| file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/SCAN/wesenundinhaltderwerteinheit_s144.png?center&418
|
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| 461 |
- 145 -
|
179 |
| file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/V/wesenundinhaltderwerteinheit_s145.png
|
| 462 |
|
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| 463 |
aber muss sich das fragliche Einkommen auflehnen gegen die übrigen,
|
|
|
| 464 |
die ringsherum sich frei entfalten. Es wird gleichartige Arbeit
|
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| 465 |
nach verschiedenem Maasse gewertet und gerade das Bestehen und
|
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|
| 466 |
Anwenden des gleichen Maasstabs derart, dass die Erzeuger **g**lei-
|
|
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| 467 |
cher Arbeitswerte gleiches Einkommen beziehen, das ist das Krite-
|
|
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| 468 |
rium der gesunden Wirtschaft.
|
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| 469 |
Wenn wir nun, wie vordem bei der stabilen Wirtschaft die
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|
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| 470 |
gedankliche Division des Nvvovvminaleinkomens in die Gesamtpreishöhe
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| 471 |
der Konsumgüter vornehmen, so ergibt sich nimmer die Zahl eins.
|
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|
| 472 |
Darüber oder darunter bietet sie den Anreiz zu Preis- oder Ein-
|
|
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| 473 |
kommenserhöhung. Jede Einkommenserhöhung ohne erhöhte Leistung
|
|
|
| 474 |
ist als Versuch zu bewerten, Gütermengen, die einem bestimmten Stan-
|
|
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| 475 |
de zufliessen sollen, sich selbst anzueignen. Dieses Bestreben wurde
|
|
|
| 476 |
zur dauernden Uebung ohne dass die teils sich dadurch selbst schä-
|
|
|
| 477 |
digenden Parteien die tatsächliche Wirkung gewahr wurden. Jede
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|
|
| 478 |
Kalkulation als Preis- und Einkommensgrundlage erfuhr im Laufe des
|
|
|
| 479 |
Herstellungsprozesses so vielfache Verschiebungen, dass wir darin
|
|
|
| 480 |
auch mit den verschiedensten Wertgrössen rechneten. Der so entstan-
|
|
|
| 481 |
dene Preis war ein Mittelpreis einer gewissen Zeitspanne, ebenso
|
|
|
| 482 |
die dafür erstatteten Einkommen. Gut und Einkommen gelangen nicht
|
|
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| 483 |
gleichzeitig auf den Markt, zudem stand es von papiernen Gesetzen
|
|
|
| 484 |
abgesehen frei, die Güterpreise von der vorhergehenden nominellen
|
|
|
| 485 |
Kalkulation zu lösen und darum finden auch die Grössen, die sich
|
|
|
| 486 |
negieren sollen, sich als gleichnamig nicht vor.
|
|
|
| 487 |
|
|
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| 488 |
| file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/SCAN/wesenundinhaltderwerteinheit_s145.png?center&418
|
|
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| 495 |
- 146 -
|
186 |
| file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/V/wesenundinhaltderwerteinheit_s146.png
|
| 496 |
|
|
|
| 497 |
Die stabile Währung hat aufgehört in jedem Augenblick,
|
|
|
| 498 |
wo das Gleichgewicht des ersten Güteraustausches gestört wurde
|
|
|
| 499 |
und weiter fortwirkt. Da also, wo Werteinheiten, die auf der Ein-
|
|
|
| 500 |
kommenseite wirksam wurden, auf der Güterseite kein Gegenüber
|
|
|
| 501 |
hatten und durch damit bedingten, notwendigen Preissteigerungen
|
|
|
| 502 |
anderen berechtigten Gläubigern der Wirtschaft ihre Ansprüche
|
|
|
| 503 |
schmälerten. Hvvivver wurde das in Preisen und Einkommen angewandte
|
|
|
| 504 |
einheitliche Maass, für das die Werteinheit in Geldform nur das
|
|
|
| 505 |
Bewegungsmittel war, weil es eben als Nvvovvminaleinkommen der Pro-
|
|
|
| 506 |
duktion auf dem Fvvuvvsse folgte, ausser Kurs gesetzt. Die Werteinheit
|
|
|
| 507 |
stand nur als Gedanke zwischen den Preisen und Einkommen und
|
|
|
| 508 |
schien wert, weil sie hier und dort auf ein wirkliches reales
|
|
|
| 509 |
Gut projeziert werden kann und sich hier und dort auf einen gleich
|
|
|
| 510 |
dimensionalen Wert, auf eine Arbeitsleistung oder, was das gleiche
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|
|
| 511 |
ist, auf den verkörperten Arbeitswert stützen kann und zwar, was
|
|
|
| 512 |
wesentlich ist, in jedem Falle und nach jeder Seite auf einen
|
|
|
| 513 |
in der Grösse immer gleichen Wert. Durch neu geschaffenes Einkom-
|
|
|
| 514 |
men ist die Werteinheit entthront worden und ihren Wert können
|
|
|
| 515 |
wir jetzt im immerwährend Auf und Ab der Gegenseite, im Wechsel
|
|
|
| 516 |
von Angebot und Nachfrage uns nicht mehr verdeutlichen**;**- wir
|
|
|
| 517 |
können ihn auf nichts mehr beziehen. Darum können wir auch nicht
|
|
|
| 518 |
mehr am Gelde schätzen, können ihm Warencharakter nicht zuerken-
|
|
|
| 519 |
nen und ebenso auch nicht die Funktion des Wertmessers.
|
|
|
| 520 |
Wenn wir unter Währung einen Masswert uns vorstellen, so
|
|
|
| 521 |
können wir bei unstabiler Wirtschaft das Bestehen einer Währung
|
|
|
| 522 |
|
|
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| 523 |
| file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/SCAN/wesenundinhaltderwerteinheit_s146.png?center&418
|
|
|
| 530 |
- 147 -
|
193 |
| file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/V/wesenundinhaltderwerteinheit_s147.png
|
| 531 |
|
|
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| 532 |
überhaupt ver**n**einen. Die Güter- und Dienstleistungen in der Wirt-
|
|
|
| 533 |
schaft wurden infolge des nie zur Ruhe Kommens dadurch auch
|
|
|
| 534 |
immer nur in den verschiedensten Währungen ausgedrückt; d.h. der
|
|
|
| 535 |
immer gleich genannten Werteinheit wu**r**de stets ein anderer
|
|
|
| 536 |
ökonomischer Inhalt imputiert. Die Mark von gestern war etwas
|
|
|
| 537 |
grundsätzlich anderes wie die von heute und jeder dazwischen
|
|
|
| 538 |
liegenden Stunde. Was unserer Währung fehlte, um als solche an-
|
|
|
| 539 |
ges**p**rochen zu werden, war das Fehlen des rekurrenten Anschlusses
|
|
|
| 540 |
an die Währung von gestern zur Umrechnung auf die neue und auf
|
|
|
| 541 |
die einheitliche Einheit. Bei einer aus freien Stücken gewähl-
|
|
|
| 542 |
ten Währungsänderung muss das Preisnive--n--au sich ebenfalls um-
|
|
|
| 543 |
stellen, aber diese Uvvmvvrechnung erfolgt in einem Zuge, und es be-
|
|
|
| 544 |
stehen dann die gleichen Relationen auf anderer Grundlage doch
|
|
|
| 545 |
genau wie vordem. Bei unserer immerwährenden, nie zur Ruhe ge-
|
|
|
| 546 |
langenden Umrechnung waren Deklassierung, Krisen und Klassen-
|
|
|
| 547 |
käm**p**fe die notwendigen Folgen. Wenn die Inflation sich darin
|
|
|
| 548 |
erschöpft hätte wirtschaftlich ungerechtfertigte, nicht durch
|
|
|
| 549 |
Vorleistung erworbene Kaufkraft erzeugt zu haben, so wäre diese
|
|
|
| 550 |
Wirkung allein, wenn sie jedermann gleichmässig und unentrinn-
|
|
|
| 551 |
bar getroffen hätte, eine notwendige Evvrvvscheinung gewesen. Die
|
|
|
| 552 |
schlimmste Wirkung aber brachte sie uns in der __Verschiebung__
|
|
|
| 553 |
der Einkommen.
|
|
|
| 554 |
Dass auch der Stand der Valuta in diesem Zvvuvvsammenhange
|
|
|
| 555 |
nichts wesentliches bedeutet, ist uns wohl klar geworden. Wir
|
|
|
| 556 |
haben es hier mit einer durchaus innerwirtschaftlichen Erschei-
|
|
|
| 557 |
|
|
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| 558 |
| file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/SCAN/wesenundinhaltderwerteinheit_s147.png?center&418
|
|
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| 565 |
- 148 -
|
200 |
| file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/V/wesenundinhaltderwerteinheit_s148.png
|
| 566 |
|
|
|
| 567 |
nung zu tun und die Valuta lässt nur das Chaos der Wirtschaft
|
|
|
| 568 |
in besonders grellem Lichte erscheinen. Ebenso wenig dürfen wir
|
|
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| 569 |
glauben, fehlende Werte vom Ausland gestellt zu erhalten. Die ganze
|
|
|
| 570 |
Wirkung muss sich im vvLavvnde selbst kundtun. In erster vvLvvinie umge.= [sic]
|
|
|
| 571 |
waälzt [sic] wurde alles, was mit einer Forderung oder Schuld in irgend-
|
|
|
| 572 |
einer Form zusammen **h**ing. Was das Einkommen anlangt, so sagten wir
|
|
|
| 573 |
davon bei der stabilen Währung, dass wir mit ihm gleichzeitig im
|
|
|
| 574 |
Besitze des Equivalents hiezu sind und eine Auswahl gleicher
|
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|
| 575 |
Werte auf dem Markte uns zur Verfügung steht. Bei der gestörten
|
|
|
| 576 |
Wirtschaft ist das Evvivvnkommen schon einmal in der Spanne, in der
|
|
|
| 577 |
es dem einzelnen zur Verfügung gelangt, nur mehr oder weniger
|
|
|
| 578 |
dasjenige einer Währung niedrigeren und verschiedensten Wertes;
|
|
|
| 579 |
nämlich eines solchen, **d**er auf dem Gütermarkte bereits in der Ver-
|
|
|
| 580 |
gangenheit in Anwendung gebracht wurde. Dagegen könnte es mögli-
|
|
|
| 581 |
cherweise auch ein Einkommen sein mit einer Wertmaass-Zugrunde-
|
|
|
| 582 |
legung, die auf dem Gütermarkte erst späterhin Regel wird; - auf
|
|
|
| 583 |
der einen Seite also ein Einkommen, das nicht annähernd das Equi-
|
|
|
| 584 |
valent der Arbeitsleistung und - das ist wesentlich - auch nicht
|
|
|
| 585 |
das des Einkommens am Tage der Leistung und auch nicht an dem
|
|
|
| 586 |
des Bezuges darstellt, auf der anderen Seite wieder ein solches,
|
|
|
| 587 |
das sofort ausgegeben, den Käufer in den Besitz grösserer Güter-
|
|
|
| 588 |
mengen setzt, als er an Werten der Wirtschaft beigesteuert hat oder
|
|
|
| 589 |
bei Vorauszahlung nach leisten wird. Die meisten wirtschaftlichen
|
|
|
| 590 |
Fragen waren nicht mehr solche der Ueberlegung und die einer
|
|
|
| 591 |
Kalkulation, sondern Machfragen der Berufsorganisationen.
|
|
|
| 592 |
|
|
|
| 593 |
| file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/SCAN/wesenundinhaltderwerteinheit_s148.png?center&418
|
|
|
| 600 |
- 149 -
|
207 |
| file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/V/wesenundinhaltderwerteinheit_s149.png
|
| 601 |
|
|
|
| 602 |
Betrachten wir auf der anderen Seite die Händler auf dem
|
|
|
| 603 |
Ma**r**kt**e**. Befolgten sie wirklich die Gesetze der Behörden betreff
|
|
|
| 604 |
Preisfixierung, dann gäben sie gegen die Werteinheiten in Geldform
|
|
|
| 605 |
in ih**r**en Waren kein Equivalent gleichen Wertes hin, sondern ein
|
|
|
| 606 |
Vielfaches davon. Dieser wirkliche Verlust bedeutet wieder Gewinn
|
|
|
| 607 |
für den Konsumenten. Ebenso stand es mit der Stundung von Schulden
|
|
|
| 608 |
im Verkaufe auf Kredit. Je nach der den Verhältnissen Rechnung
|
|
|
| 609 |
tragenden und sie erkennenden Einstellung konnten auch hier wie-
|
|
|
| 610 |
derum private Gewinne oder Verluste eine Folgeerscheinung der
|
|
|
| 611 |
Inflation sein. Der Fabrikant konnte auf der einen Seite im Export
|
|
|
| 612 |
Valutagewinne erzielen, die im Innenhandel möglicherweise vergrös-
|
|
|
| 613 |
sert, möglicherweise aber auch vielleichthgar aufgezehrt werden
|
|
|
| 614 |
konnten. Wir denken daran, dass andere Berufsarten, besonders die
|
|
|
| 615 |
freien Berufe, wie Künstler, Schriftsteller usw. fast völlig ein-
|
|
|
| 616 |
kommenslos wurden, dass die Höhe der Entlohnung ncicht [sic] mehr das
|
|
|
| 617 |
Equi**v**alent der Qualität der Arbeit bedeutet, dass ungelernte Ar-
|
|
|
| 618 |
beit nahezu gleich gesetzt wurde mit individuellster, künstleri-
|
|
|
| 619 |
scher Handarbeit. Mit der Verschiebun**g** der Einkommen ging auch die
|
|
|
| 620 |
Verschiebung der Berufe Hand in Hand. Ganz neue Existenzen machten
|
|
|
| 621 |
sich breit, ein Heer von Zwischenhändlern, Agenten und Kommissionä-
|
|
|
| 622 |
ren, die ihr Einkommen lediglich in der Ausnützung von Preisspan-
|
|
|
| 623 |
nungen bezogen. Wir erlebten die Vergrösserung der Beamtenapparate
|
|
|
| 624 |
die Schaffung bisher unbekannter Aemter; - es war im ganzen ein
|
|
|
| 625 |
Abwandern von der unmittelbar produktiven Tätigkeit.
|
|
|
| 626 |
Wir wissen von den Börsenspekulationen, der Möglichkeit
|
|
|
| 627 |
|
|
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| 628 |
| file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/SCAN/wesenundinhaltderwerteinheit_s149.png?center&418
|
|
|
| 635 |
- 150 -
|
214 |
| file:/WesenUndInhaltDerWerteinheit/V/wesenundinhaltderwerteinheit_s150.png
|
| 636 |
|
|
|
| 637 |
der Geldbeschaffung auf den Wechsel hin, von Spekulationen à la
|
|
|
| 638 |
hausse auf weite Sicht. Nicht vergessen wollen wir die mögliche
|
|
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| 639 |
Ausnutzung der verschiedenen Kurssetzungen auf den Weltmarkt-
|
|
|
| 640 |
plätzen. Ueberlegen wir auch, dass das, was wir mehr verzehrten, als
|
|
|
| 641 |
wir erzeugten, Gewinn bedeutet für die Kvvovvnsumenten und Verlust
|
|
|
| 642 |
sein muss für die Besitzer der Kapitalgüter, mit denen der Aus-
|
|
|
| 643 |
gleich hat bewerkstelligt werden müssen.
|
|
|
| 644 |
Ueberall sehen wir, wie die Inflation alle Fesseln spreng-
|
|
|
| 645 |
te, wie sie die Einkommen revolutionieren liess, vor allem deshalb,
|
|
|
| 646 |
weil sie in der Neuschaffung von solchen kein einheitliches
|
|
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Arbeitswertmaass mehr anwenden liess, weil sie die Bindung zwi-
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schen Einkommen und Preisen zerstörte. Was in lenger Entwicklung
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gewachsen war, was das Fundament eines Staates, was die Struktur
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der Gesellschaft bedeutet, das wurde durcheinander geschüttelt
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und kann nur schwer zur Ruhelage kommen.
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Dass die ganze Entwicklung nur möglich war in einer
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so viel und weit verzweigten modernen arbeitsteiligen Wirtschaft
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wissen wir. Im vvLavvnde mit realem vvAuvvstausch liegen vvPrvvoduktion und
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Verbrauch zu nahe beisammen und sind zu eng gebunden, als dass
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wir den Versuch machen könnten, Ovvpvvfer von uns auf andere abzuwäl-
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zen und umgekehrt von anderer Leute Arbeit zu schmarotzen. Wir
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dürfen aber deswegen wohl kaum dem Gelde als einer Erscheinungs-
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form der modernen Wirtschaft die Schuld an ihrem Chaos zuschreiben
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und auch nicht dem Papiergelde als der notwendigen und der einzig
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möglichen Form der wirtschaftlich ungesunden Entwicklung.
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Dass wir in der modernen Wirtschaft die Opfer, die wir notwendig
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bringen mussten, nicht gleich als solche für den einzelnen ver-
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spürten und nicht verspüren wollten, dass uns die Scheinmöglichkeit
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belassen wurde, sie auf andere abzuwälzen, ohne dass die Volks-
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wirtschaft als ganzes Schaden nehme, dass liess den Kampf und die
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Verschiebung der Einkommen Folge werden. Wir erkennen also, nicht
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die Preissteigerung, auch nicht der Stand der Valuta ist das Ent-
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scheidende und Schädigende der Inflation und beides ist kein
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Gradmesser, sowohl nicht unseres Wohlergehens, als unseres Elends.
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Beides könnte die Wirtschaft wohl ertragen ohne nennenswerte Stö-
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rung. Das tief greifende und schwer zu heilende Uebel der Infla-
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tion, das ist die Verschiebung der Einkommen, entstanden durch
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die verschiedenartige Bewertung der Leistung als der realen Güter
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und notwendig bedingt durch ständig neu geschaffene Einkommens-
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wellen, die jegliches vvAuvvsgleichsbestreben von neuem überfluteten
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und jegliches Vergleichsmaass uns raubten. Das Vergleichsmaass
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Arbeit war im Nominaleinkommen nicht mehr heraus zu lesen, weil
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es die Beziehung zu den Preisen und den durch Arbeitsaufwand
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erzeugten Gütern verloren hatte.
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Das Charakteristikum der stabilen Währung ist Paralleli-
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tät in der Entstehung und die Kongruenz der beiden Wirtschafts-
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pole, Einkommen und Preise, aufgebaut auf Arbeitswertgrössen, in
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nur jeweils anderer Zusammenfügung; das restlose Aufgehen der Wer-
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te beim Gütertausch. Das Merkmal der unstabilen Währung bedeutet
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das vvBrvvechen dieser Grundsätze und damit das Zerstören des doppelt
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gebundenen Maasses der Arbeit. Der Boden, auf dem die unstabile
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Währung Raum hat, ist die wirtschaftliche Not; die Inflation war
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gewissermassen nur ein mit Notwendigkeit ausbrechendes Mittel,
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sie uns fühlbar werden zu lassen, und sie hatte im Gefolge die
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wirtschaftliche und gesellschaftliche Schädigung, wie wir sie bei
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unserer Betrachtung kennen lernten.
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Haben wir mit diesem letzten Abschnitt anscheinend den
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Boden der Theorie verlassen und unser Augenmerk auf eine tatsäch-
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liche und praktische Erscheinung gerichtet, so geschah es, um diè
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Wahrheit der vorher entwickelten Sätze hier zu erhärten. Wir stell-
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ten diese Betrachtung an den Schluss, weil wir sie für den Aufbau
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unserer Gedanken nicht benötigten, weil wir nicht rückwärts von
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den Tatsachen ableiten, sondern diese auf eine theoretische Mei-
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nung projezieren.
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